Seelsorge in der Pandemie

Seelsorge ist eine der urchristlichen Aufgaben. So schreibt die Bibel über Nächstenliebe und davon, die Last des Anderen zu tragen. Seelsorge heißt, für andere da zu sein, vielleicht auch mal jemanden in den Arm zu nehmen. Aber Nähe während einer Pandemie geht natürlich nicht. Pfarrerinnen und Pfarrer haben andere Wege gefunden, um für ihre Schäfchen da zu sein, weiß Gemeindedezernent Christian Fuhrmann.

Pilgern ist mehr als Wandern – zu Fuß durch Sachsen-Anhalt und Thüringen

Seit Corona entdecken irgendwie immer mehr Menschen das Spazierengehen oder Wandern für sich. Auch Pilgern ist schon fast ein Trend geworden. Friedbert Reinert aus dem Thüringischen Tröbnitz hat in Ostthüringen den Tälerpilgerweg initiiert. Am über 50 Kilometer langen Rundweg stehen immer auch wieder Holztafeln mit geistlichen Impulsen.

Wer ins Tal will, muss über die Hügel – Saisonstart auf dem Tälerpilgerweg

Am 11. April ist Saisonstart auf dem „Tälerpilgerweg“ in Ostthüringen. Der insgesamt 53 Kilometer lange Rundweg verbindet acht Dorfkirchen und führt durch viel Natur und schöne Landschaft. Das Startmotto passt irgendwie zu Corona und Lorckdown: „Einzeln und doch gemeinsam – Verbunden auf dem Tälerpilgerweg.“ Friedbert Reinert von der evangelischen Kirchgemeinde Tröbnitz hat den Weg mitinitiiert.

Luthers Hund Tölpel – der neue Mitarbeiter im Lutherhaus

Die Stiftung Luthergedenkstätten hat ihre fünf Museen wieder geöffnet. Luthers Elternhaus in Mansfeld. Geburtshaus und Sterbehaus in Eisleben und in Wittenberg Lutherhaus und Melanchthonhaus. Natürlich unter den besonderen Corona-Regeln, das heißt unter anderem: Besucherbegrenzung, Anmeldung für ein bestimmtes Zeitfenster und Maskenpflicht. Ganz neu im Luther-Team ist ein vierbeiniger Mitarbeiter, vorgestellt von Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten:

Johann Friedrich Walkhoff: Bildungsfan und anhaltischer Schulreformer

Wo eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Diese Redewendung beschreibt das Leben des Gröbziger Pfarrers Johann Friedrich Walkhoff. Mitte des 18. Jahrhunderts war er Lehrer und Pfarrer in Halberstadt und soll vor einer Karriere als Domprediger in Halberstadt gestanden haben. Dann aber gab es Stress mit dem Domdechanten. Walkhoff nahm die erstbeste Pfarrstelle an und die war in Gröbzig. Das war im Jahr 1785, weiß Gemeindemitglied Otto Kappes.

Preis verpasst? Für Heteborn kein Grund, den Kopf hängen zu lassen

Einen Preis knapp verpasst hat die Evangelische Kirchengemeinde Heteborn. Beim Wettbewerb Kirchengemeinde des Jahres des Magazins Chrismon fehlten bei der Publikumswahl am Ende knapp 60 Stimmen. Enttäuscht? Nein, sagt Gemeindekirchenrätin Gertraud Hampe. In Heteborn lässt niemand den Kopf hängen:

Jüdische Kultur & Geschichte im Museum Synagoge Gröbzig

In diesem Jahr wird 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefeiert. 321 hat der römische Kaiser Konstantin in Köln den Juden das Ausüben städtischer Ämter erlaubt. Im heutigen Sachsen-Anhalt stammt einer der frühesten Hinweise auf jüdisches Leben von 1301. Nicht die älteste, aber die wohl am besten erhaltene Synagoge ist das „Museum Synagoge Gröbzig.“ Kirchenreporter Thorsten Keßler hat Gröbzig besucht:

Hoffnung und Zuversicht auch in der Krise

Pandemie, Einschränkungen und Lockdown. Woraus lässt sich gerade Hoffnung und Zuversicht schöpfen? Klar, für Christen steckt viel Hoffnung im gerade vergangenen Osterfest, sagt Magdeburgs Superintendent Stephan Hoenen.

Vom 13. bis 16. Mai ist (digitaler) ökumenischer Kirchentag

Am Himmelfahrtswochenende in knapp fünf Wochen ist ökumenischer Kirchentag. Kirchentage mit Zehntausenden Besucherinnen und Besuchern sind zurzeit natürlich undenkbar, sagt Ilka Ißermann vom Kirchentags-Landesausschuss der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Brüdergemeinen gedenken auf dem Gottesacker den Heimgegangenen

An keinem anderen christlichen Fest liegen Trauer und Freude so eng zusammen wie jetzt zu Ostern. Karfreitag steht die Zeit still. Die Glocken schweigen, der Altar ist verhüllt. Auch heute, am Karsamstag, dem Tag der Grablege, ist ein stiller Tag. Morgen kehrt aber die Freude zurück, erklärt Friedemann Hasting, Pfarrer der evangelischen Brüdergemeine Gnadau. Traditionell feiern die Brüdergemeinen auf dem Friedhof, dem Gottesacker:

Osterei und Hase – christliche oder weltliche Ostersymbole?

Zumindest in Supermärkten begegnen uns Ostereier und Hasen schon beinahe seit Anfang des Jahres. Nur haben die mit dem christlichen Osterfest doch gar nichts zu tun, oder etwa doch? Na klar, sagt Pfarrer Michael Weber. Eier essen zum Beispiel war während der Fastenzeit früher tabu für die Gläubigen.

Ostern von Analog bis Zoom – Kirchen mit vielfältigen Angeboten

Ostern ist das älteste christliche Fest und gilt als Höhepunkt des Kirchenjahres. Die Kirchen feiern ihr höchstes Fest mit unterschiedlichsten Andachten und Gottesdiensten. Im Livestream bei youtube, als Zoom-Abendmahl, aber eben auch mit Live-Gottesdiensten in den Kirchen. Thorsten Keßler mit Einzelheiten:

Was der Gründonnerstag eigentlich mit Grün zu tun hat

Mit Gründonnerstag beginnen heute die Osterfeierlichkeiten. Christen erinnern an das letzte Abendmahl von Jesus. In der biblischen Geschichte dahinter feiert Jesus mit seinen Jüngern und teilt Brot und Wein. Wohlwissend, was ihn erwartet. Die Geschichte berichtet nämlich auch davon, dass die Jünger ihn hängen lassen, während er im Garten Gethsemane betet, erzählt Pfarrerin Marie-Luise Zott aus Elsterwerda.

Stiftung Luthergedenkstätten öffnet wieder ihre fünf Museen

Die Stiftung Luthergedenkstätten öffnet ab morgen wieder ihre fünf Museen. Luthers Elternhaus in Mansfeld. Geburtshaus und Sterbehaus in Eisleben und in Wittenberg Lutherhaus und Melanchthonhaus. Mit einem neuen Mitarbeiter, vorgestellt von Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten:

Ostergottesdienste: Landeskirche Anhalts vertraut Gemeindeleitungen

Videokonferenz mit der Onlinekirche, WhatsApp-Andacht mit Pfarrerin oder Pfarrer oder ein Youtube-Gottesdienst. Ostern und Ostergottesdienste fallen nicht aus. Mit der Erfahrung von Weihnachten und abhängig von den örtlichen Gegebenheiten seien unter Wahrung der Hygienemaßnahmen auch Präsenzgottesdienste denkbar, sagt Joachim Liebig, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Nur nicht unter allen Umständen:

Karwoche – für Christen Vorbereitung auf das höchste Fest

Die Karwoche ist ein auf und ab der Emotionen. Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Von Hosianna bis Kreuzige in. Mit einer beängstigenden Aktualität, denn diese Hin- und Hergerissenheit erleben wir doch zurzeit auch, findet Kirchenkreischef Stephan Hoenen.

Ostergottesdienste – das letzte Wort haben die Gemeindekirchenräte

Es war ein ziemliches Hin und Her letzte Woche, als die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten erst eine „Osterruhe“ angekündigt und dann wieder zurückgenommen hatten. Verbunden mit der inständigen Bitte an die Kirchen, Ostern nur „virtuell“ zu feiern. Letztlich entscheidet die Gemeinde vor Ort, wie gefeiert wird. So hat es der Krisenstab der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland am Donnerstag entschieden. Thorsten Keßler mit Einzelheiten:

Ehrenamt in 66 Meter Höhe: Besuch bei Alfons Averbeck im Bibelturm Wörlitz

Mitten im Dessau-Wörlitzer Gartenreich ragt der Bibelturm empor. Der Bibelturm ist eigentlich der 66 Meter hohe Kirchturm der St. Petri Kirche. In der ehemaligen Türmerwohnung erklären Ehrenamtliche in der Ausstellung „Feste Feiern!“ die christlichen Feste. Die Bibelturm-Saison wird am Palmsonntag mit einem Gottesdienst unter Hygieneregeln in der Petrikirche eröffnet. Kirchenreporter Thorsten Keßler war schon mal oben und hat einen engagierten Ehrenamtlichen im Bibelturm getroffen.

Palmsonntag: Christen feiern den Einzug Jesu in Jerusalem

Am heutigen Palmsonntag erinnern Christen an den Einzug von Jesus in Jerusalem. Manche Kirchengemeinden feiern in den Kirchen mit Abstand und strengen Hygienekonzepten. Andere haben ihre Andachten oder Gottesdienste aufgezeichnet. In Magdeburg kommt ein Gottesdienst aus dem Palmenhaus der Gruson-Gewächshäuser. Thorsten Keßler war bei den Aufnahmen dabei.

Palmsonntag unter Palmen: TV-Gottesdienst im OK Magdeburg

Während der Fastenzeit bis Ostern sendet der Evangelische Kirchenkreis Magdeburg jeden Sonntag einen TV-Gottesdienst im Offenen Kanal Magdeburg. Von Orten, die gar nicht so viel mit Kirche zu tun haben. Das Friseurmuseum war dabei, das Dommuseum oder die Stasi-Gedenkstätte am Moritzplatz. Am Sonntag kommt der Gottesdienst aus den Gruson-Gewächshäusern: Palmsonntag aus dem Palmenhaus. Kirchenreporter Thorsten Keßler war zur Aufzeichnung dabei:

Mit dem Guten rechnen: Buch & Lesung der Evangelischen Erwachsenenbildung

Irgendwie fällt es im Moment ein wenig schwer mit dem Guten zu rechnen. So angesichts von Pandemie, von Einschränkungen und Lockdown. Die Hoffnung auf Gutes, Geschichten und Gedichte um Corona hat die EEB, die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt in einem Buch gesammelt. Texte aus einer Schreibwerkstatt, sagt EEB-Leiterin Annette Berger:

Ausgezeichnet: Ökumenepreis für Pilgerreise Mit Luther zum Papst

Aus dem Kernland der Reformation nach Rom. Vor über vier Jahren waren 1.000 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterwegs „Mit Luther zum Papst.“ Jetzt wurde das Pilgerprojekt mit dem Ökumenepreis der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, der ACK, ausgezeichnet. Christoph Tekaath ist katholischer Jugendseelsorger und einer der Organisatoren.

Dialog im Lesezimmer: Digitales Sofagespräch mit syrischem Priester

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland lädt heute zum Dritten Mal ein zum Dialog im Lesezimmer. Das digitale Sofagespräch wirft den Blick auf das Leben von Christinnen und Christen in aller Welt, sagt Judith Königsdörfer aus dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum.

Ausgezeichnet: Andere-Zeiten-Missionspreis an Villa Wertvoll

Ausgezeichnet! Das Magdeburger Projekt »Villa Wertvoll« hat letzte Woche den mit 6.000 Euro dotierten Missionspreis des Hamburger Vereins „Andere Zeiten“ erhalten. Aus insgesamt 41 Bewerbungen hat die ökumenische Jury drei Preisträger ausgewählt. Die Idee hinter der Villa Wertvoll erklärt Bettina Becker. Die Theaterpädagogin und Theologin gehört zum Gründungsteam:

Gemeinde des Jahres: – Chrismon-Wettbewerb mobilisiert Heteborn

Das Evangelische Magazin chrismon sucht die Kirchengemeinde des Jahres. 180 Gemeinden aus ganz Deutschland haben sich mit Projekten und Angeboten für den Wettbewerb angemeldet. Noch bis Dienstag darf man täglich für seinen Favoriten abstimmen, die zwölf Gemeinden mit den meisten Stimmen ziehen dann ins Finale ein. Die Kirchengemeinde Heteborn hat gute Chancen auf das Finale, deshalb hat Kirchenreporter Thorsten Keßler den kleinen Ort und die Menschen am Hakel besucht:

Ausgezeichnet: Andere-Zeiten-Missionspreis an Villa Wertvoll

Unter dem Thema „Brücken bauen zwischen Kirche und Kultur“ hat der Hamburger Verein „Andere Zeiten“ letzte Woche seinen mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Missionspreis 2021 vergeben. Aus insgesamt 41 Bewerbungen hat die ökumenische Jury drei Preisträger ausgewählt. Einen der beiden mit je 6000 Euro dotierten ersten Preise erhält das interreligiöse und interkonfessionelle Projekt »Villa Wertvoll« in Magdeburg. Thorsten Keßler aus der Kirchenredaktion hat die Preisträger besucht:

Dorfkirche Natho – eine von über 60 Kirchen im Kirchenkreis Zerbst

Über 60 Dorfkirchen prägen den Kirchenkreis Zerbst der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Meist aus Feldsteinen errichtet sind die Gebäude oft hunderte Jahre alt. Die St. Johanniskirche in Natho soll schon um 1200 gebaut worden sein. Thorsten Keßler aus der Kirchenredaktion hat Kirche und Menschen aus Natho besucht.

Chrismon-Wettbewerb „Gemeinde des Jahres“ hält ganz Heteborn auf Trab

Das Evangelische Magazin chrismon sucht die Kirchengemeinde des Jahres. Der Wettbewerb würdigt ehrenamtliches Engagement. Bei der Abstimmung im Internet kann man täglich einmal für den eigenen Favoriten abstimmen und das hält so manche Gemeinde auf Trab:

Auf dem Flämingradweg zu Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst

Der Flämingradweg ist die Verbindung zwischen der Elbe und Bad Belzig in Brandenburg. Von Dessau-Roßlau führt der Weg auch vorbei an vielen Dorfkirchen im evangelischen Kirchenkreis Zerbst. Kirchenreporter Thorsten Keßler hat sich auf sein Reporterrad geschwungen, hat die Kirchen in Mühlstedt, Natho und Streetz besucht und Menschen getroffen, die sich um ihre Kirchen kümmern.

Bildung: Der Schlüssel gegen Antisemitismus und Vorurteile

Bildung ist das beste Mittel gegen Antisemitismus. Das glaubt Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Für die meisten Bürger sei das Judentum eine unbekannte Welt, sagte Schuster am Dienstag bei einem Vortrag in der Synagoge im südthüringischen Berkach im Rahmen des Projekts „Tora ist Leben.“ Diese Unwissenheit über jüdisches Leben, Geschichte und Traditionen sorge für Vorurteile, findet Josef Schuster:

Die Orgel des Monats steht in Diesdorf in der Altmark

Sie ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und nahezu jede Kirche hat eine. Die Rede ist von der Orgel. Jeden Monat wählt die evangelische Stiftung Orgelklang eine Orgel des Monats. Im März steht dieses ausgezeichnete Instrument in der Klosterkirche Diesdorf in der westlichen Altmark, nahe der Grenze zu Niedersachsen. Orgeln sind die Welt von Catharina Hasenclever, Geschäftsführerin der Stiftung Orgelklang.

Lockdown-Lernen an der Evangelischen Sekundarschule Magdeburg

Distanzunterricht oder eingeschränkter Regelbetrieb. Neue Vokabeln haben im Laufe des letzten Jahres an Schulen Einzug gehalten. Neue, digitale Lernformen haben sich etabliert. Das fehlende Klassenzimmer ist nicht für alle Schülerinnen und Schüler ein Nachteil, beobachtet Schulleiter Ferdinand Kiderlen von der evangelischen Sekundarschule Magdeburg.

Sieben Wochen mit – Fasten mal anders herum

Bergfest: Mehr als die Hälfte der siebenwöchigen Fastenzeit bis Ostern ist jetzt um. Pfarrer Bernd Prigge aus dem evangelischen Augustinerkloster Erfurt verzichtet in diesem Jahr nicht wie sonst auf Schokolade und Wein. Er macht etwas Zusätzliches:

Museum Synagoge Gröbzig: Fördert und pflegt jüdische Kultur & Geschichte

Im ehemaligen Fürstentum Anhalt, das Gebiet, das heute durch die Evangelische Landeskirche Anhalts abgebildet wird, finden sich vergleichsweise viele Spuren jüdischen Lebens. Von 1301 stammt der erste Hinweis. Später, nach dem 30jährigen Krieg, haben die Anhalter Fürsten eine den Juden gegenüber tolerante Politik betrieben und es haben sich viele Gemeinden gegründet. Besonders bemerkenswert ist heute das Museum Synagoge Gröbzig. Synagoge und Nebengebäude wurden 1934 dem Heimatverein übergeben. Deshalb hat das Ensemble die NS-Zeit überstanden, berichtet Museumsleiterin Anett Gottschalk:

1700 Jahre freier Sonntag: Gottesdienst und Liegestühle in Magdeburg

Auch weniger Bibelfeste kennen wohl die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel. In der heißt es, am 7. Tag habe Gott sich ausgeruht. Deshalb sollen das auch die Menschen tun. Bei den Juden seit über 3.000 Jahren am Sabbat von Freitagabend bis Samstagabend. Im Christentum am Sonntag, am Tag der Auferstehung Christi. Staatlich geschützt wurde der freie Sonntag erstmals schon vor 1.700 Jahren, weiß Holger Lemme vom „Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Asymmetrisches Lernen – weil Gerechtigkeit nicht Gleichheit bedeutet

Sachsen-Anhalts Kinder gehen seit zwei Wochen wieder in die Schule. Zumindest in Halbpräsenz, das bedeutet: Klassenstärke 50 Prozent. Auch an der Evangelischen Sekundarschule Magdeburg, dort allerdings ist die eine Hälfte der Schüler öfter im Präsenzunterricht, als die andere. Wie und warum, erklärt Thorsten Keßler aus der Kirchenredaktion:

Kreatives Engagement gesucht: Wahl zur Kirchengemeinde des Jahres

Das Evangelische Magazin chrismon sucht die Kirchengemeinde des Jahres. Der Wettbewerb würdigt bemerkenswertes ehrenamtliches Engagement. Über 170 Gemeinden haben sich schon beworben, darunter auch sieben aus Sachsen-Anhalt.

Klösterliche Tugenden: Backen lehrt Geduld und Demut

Um Brot drehen sich in der Bibel eine ganze Menge Geschichten. Jesu Christi letztes Abendmahl dürfte wegen der vielen Darstellungen in der Kunst auch weniger bibelfesten Menschen ein Begriff sein. Brot gehört zu den Grundnahrungsmitteln, auch deshalb bitten Christen im Vater Unser um das tägliche Brot, sagt Pfarrerin Sandy Groh:

Asymmetrisch Lernen im Präsenzunterricht

Seit 10 Tagen gehen Sachsen-Anhalts Kinder wieder in die Schule. Zumindest in Halbpräsenz, das bedeutet: Klassenstärke 50 Prozent. Auch an der Evangelischen Sekundarschule Magdeburg, dort allerdings ist eine Gruppe häufiger im Präsenzunterricht, als die andere. Im asymmetrischen Modell bekommen Schülerinnen und Schüler unterschiedlich viel Präsenzunterricht. Ungerecht? Nein, glaubt Cornelia Sorger, Klassenlehrerin einer 8. Klasse:

Equal-Pay-Day: Frauen verdienen ein Fünftel weniger als Männer

Frauen bekommen für ihre Arbeit im Durchschnitt weniger Lohn oder Gehalt als Männer. Auf diese Lohnlücke macht der heutige Equal-Pay-Day aufmerksam. Der Tag der gleichen Entlohnung, erklärt Dorit Lütgenau von den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland:

Passionsmusik – Musik über Leiden und Tod Jesu Christi

Zwischen Aschermittwoch und Karfreitag ist Fasten- oder Passionszeit. Genau genommen eine Zeit der Buße und des Innehaltens. Auch musikalisch, denn viele Chöre und Orchester widmen sich jetzt der Passionsmusik. Die vier Evangelisten in der Bibel – Matthäus, Markus, Lukas und Johannes – haben ausführliche Berichte von der Leidenszeit Jesu und seinem Tod am Kreuz aufgeschrieben. Komponisten haben die Geschichten vertont, erklärt der Biederitzer Kirchenmusiker Michael Scholl.

Forderung nach mehr Gleichstellung: Evangelische Frauen zum Weltfrauentag

Heute ist der internationaler Weltfrauentag. Im Land Berlin wurde der Frauentag 2019 zum gesetzlichen Feiertag erklärt. In den ostdeutschen Bundesländern hat der Tag traditionell immer noch ein wenig mehr Stellenwert, als in den westdeutschen. Dort gewinnt der Tag zwar an Bedeutung, spätestens, seit der Blumenhandel den Tag zwischen Valentinstag und Muttertag als Anlass für gute Umsätze entdeckt hat. Oft werden heute Blumen verteilt, aber es geht um mehr, findet Dorit Lütgenau von der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland:

Politische Botschaft statt Blumen: Evangelische Frauen zum Weltfrauentag

Der 8. März ist internationaler Weltfrauentag. In den ostdeutschen Bundesländern hat der Tag immer noch ein wenig mehr Stellenwert, als in den westdeutschen. Im Land Berlin wurde der Frauentag 2019 zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Traditionell werden morgen oft Blumen verteilt, aber es geht um mehr, findet Dorit Lütgenau von der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland:

Mittelalterliche Glocke mit der Glockenkrone aus dem 3D-Drucker

Seit ein paar Wochen läutet die Glocke der Kirche St. Marien im Zerbster Ortsteil Ankuhn wieder. Um die 800 Jahre alt ist die Glocke, sagt Roland Thiem aus dem Gemeindekirchenrat und der weiß es von den Glockensachverständigen. Das Alter lässt sich schätzen:

Ausgezeichnetes Ehrenamt: Goldener Kirchturm für Kirchbauvereine

Mit dem „Goldenen Kirchturm“ würdigt die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, die EKM, das ehrenamtliche Engagement von Kirchbauvereinen. In diesen Kirchbauvereinen engagieren sich Menschen für den Erhalt ihrer Ortskirche. Oft ganz egal, ob Kirchenmitglied oder nicht. Auf dem Gebiet der EKM, also in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Teilen von Brandenburg und Sachsen, gibt es rund 400 solcher Kirchbauvereine, weiß Regionalbischof Christoph Hackbeil.

Menschen auf der ganzen Welt feiern Weltgebetstag

Heute ist der Weltgebetstag der Frauen. Die älteste und größte ökumenische Bewegung der Welt, sagt Simone Kluge von den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland:

Klinikseelsorge – die Brücke zwischen Patienten und Angehörigen

Seelsorgerinnen oder Seelsorger stehen Menschen in besonderen Lebenssituationen bei. Jemanden zu begleiten, die Last des anderen zutragen, das ist ein ganz christliches Motiv. Für Patientinnen und Patienten ist die Klinik- oder Krankenhausseelsorge während der Pandemie ein Stück weit auch die Brücke zu ihren Angehörigen, berichtet der Quedlinburger Pfarrer Matthias Zentner:

Endlich: Seeleute aus Kiribati dürfen nach Hause

Nach monatelangem Warten dürfen 170 Seeleute aus dem südpazifischen Inselstaat Kiribati von Hamburg zurück nach Hause. Seit Oktober haben sie in einer Jugendherberge gelebt. Der Grund: Corona, besser gesagt: Kein Corona, denn die Inseln und Atolle ihrer Heimat sind von der Pandemie nicht betroffen:

Arbeitsfreier Sonntag – seit 1.700 Jahren staatlich geschützt

Auch weniger Bibelfeste kennen wohl die biblische Schöpfungsgeschichte. In der heißt es: Am 7. Tag hat Gott sich ausgeruht. Staatlich geschützt wurde dieser freie Tag, bei uns also der Sonntag, aber erst vor 1.700 Jahren, weiß Holger Lemme vom „Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Neuer Nachbar: Im weißen Haus lebt wieder ein Mensch!

Die Evangelische Pfarrerin Katja Albrecht hat seit sechs Wochen neue Nachbarn. Das Weiße Haus in Washington liegt nämlich nur fünf Minuten entfernt von ihrer Kirche. Ihr neuer Nachbar, US-Präsident Joe Biden, ist praktizierender Katholik und das kommt an in der US-Hauptstadt.

Europa investiert in Halle – EFRE-Mittel für die Marktkirche

Die Marktkirche Halle wird saniert. Gebäude und Gemeinde profitieren vom europäischen Kulturerbeprogramm EFRE. Die Kirche wird barrierefrei und bekommt sanitäre Anlagen. Licht und Akustik werden modernisiert, erklärt Gottfried Koehn, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates:

Am ersten Freitag im März feiern Christ*innen Weltgebetstag

Am ersten Freitag im Monat ist Weltgebetstag. Das heißt: Rund um den Globus feiern Christinnen und Christen den gleichen Gottesdienst. In diesem Jahr zwar oft digital und mit Distanz, aber mit den gleichen Liedern und den gleichen Gebeten. Den Gottesdienst vorbereitet haben Frauen aus Vanuatu. Die östlich von Australien gelegene Inselgruppe liegt auf dem pazifischen Feuerring und ist wohl nur einer Minderheit auf Anhieb bekannt, glaubt Simone Kluge von den Evangelischen Frauen:

Beruf und Berufung: Restauratorinnen von(Kichen)kunst

Jahrhundertealte Steinmetzarbeiten, Schnitzereien, Glasfenster oder wertvolle Gemälde finden sich zwar nicht ausschließlich in Kirchen, aber doch ziemlich häufig. Deswegen trifft man in Kirchen ziemlich oft auch auf Menschen, die diese Kunst restaurieren. Mit viel Geduld, Herzblut und Leidenschaft- Der Beruf also als Berufung? Irgendwie schon, sagt Restauratorin Martina Runge.

Ökumene rund um Köthen mit einer Kerze symbolisiert

Wenn von Kirche die Rede ist, dann denken die meisten wahrscheinlich an evangelisch oder katholisch. An Martin Luther oder den Papst. Kirche ist aber vielfältiger und Konfessionen, die bei uns selten sind, sind in anderen Ländern bestimmend. Die orthodoxe Kirche zum Beispiel in Osteuropa. Gemeinsame Plattform für das ökumenische Miteinander ist die ACK, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen. Thorsten Keßler aus der Kirchenredaktion über Ökumene in Sachsen-Anhalt.

Corona: Arme Menschen trifft die Pandemie härter als Reiche

Die Corona-Krise trifft arme Menschen ganz besonders. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Sozial- und Kulturverbänden fordert von der Bundesregierung deshalb mehr Nothilfen. Eine seit zwei Wochen laufende bundesweite Unterschriftensammlung haben bisher über 130.000 Menschen unterzeichnet. Ralf Kleist, Leiter der Kreisdiakoniestelle Jena findet die Forderungen richtig:

Christ*Innen auf der ganzen Welt feiern am 5. März Weltgebetstag

Am nächsten Freitag, am 5. März, feiern Christinnen und Christen auf der ganzen Welt den Weltgebetstag. Normalerweise, also wenn nicht gerade Corona ist, dann wird dieser Gottesdienst auf der ganzen Welt genauso gefeiert. Mit den gleichen Liedern, den gleichen Gebeten und eigentlich auch mit landestypischem Essen aus dem jeweiligen Weltgebetstagland. Essen fällt in diesem Jahr weg, denn der Weltgebetstag wird auf Distanz gefeiert. Kirchenreporter Thorsten Keßler kennt das diesjährige Land und die Geschichte des Weltgebetstages:

Geschichte(n) um die Dorfkirche in Gütter bei Burg

Etwa 4.000 Kirchengebäude gibt es im Bereich der EKM, der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Jedes einzigartig. Jedes mit einer eigenen Geschichte. Die Dorfkirche in Gütter bei Burg ist auf jeden Fall schon ein paar hundert Jahre alt. Wie alt genau, darüber gibt es keine Aufzeichnungen, bedauert Gemeindeglied Gerald Hüttner:

Jahresstatistik 2020: Mehr Menschen nutzen Dienste der Telefonseelsorge

Corona hat sich im letzten Jahr auf die Arbeit der Telefonseelsorge ausgewirkt. Gegenüber 2019 habe es erkennbare Verschiebungen gegeben, heißt es in der gestern veröffentlichten Jahresstatistik für 2020.

Ajax Loader
Mehr laden