Verlässliche Väter

Diese Woche ist wieder viel über Familienpolitik gesprochen worden, auch im Bundestag. Und dabei taucht ein alter blinder Fleck auf: Väter kommen oft gar nicht richtig vor. In Gesetzen, in Debatten, in Bildern von Familie. Da gibt es die Mutter mit Kind. Und irgendwo daneben vielleicht noch den Vater. Aber eher als Helfer als als gleichwertige Bezugsperson.

„Harte Hand“ und „gute Hirten“

Wäre das eine Lösung? Wenn es eine krasse Person gäbe, die mal „mit starker Hand durchgreift“? Ungefähr jeder fünfte Mensch in Deutschland kann sich einen solchen Führer vorstellen. Vielleicht auch eine Führerin? Die Autoritarismus-Studie von 2024 und auch der aktuelle Deutschland-Monitor zeigen, ungefähr ein Fünftel der Bevölkerung findet autoritäre Konzepte gut.

Erste Bundesliga-Fußballtrainerin

Marie-Louise Eta ist neue Cheftrainerin bei Union Berlin. Die erste Frau überhaupt, die ein Männerteam in der Bundesliga trainiert. Eigentlich könnte die Geschichte ziemlich einfach sein: Eine kompetente Trainerin bekommt einen Job, den sie sich erarbeitet hat. Fertig.

Aufbruch im Frühling

Vor ein paar Tagen hat’s mich gepackt: Staubsauger raus, Eimer raus, Putzlappen und los ging der Frühjahrsputz. Auch durch die Fenster kann man nun wieder durchschauen. Dann einmal die kleine Terrasse leerräumen, das Laub vom Winter fegen, das Unkraut weg, Tische und Stühle drauf, alles abwischen. Yuhu! Dann erstmal chillen auf der Liege auf der Wiese und kurz die Augen zu – und da hab ich’s gerochen: Es riecht nach Frühling. Und das ist keine Einbildung!

Ausgeliefert oder selbst was tun

Kommst Du Dir manchmal irgendwie so … ausgeliefert vor? Was kannst Du schon machen, wenn in der Welt Kriege stattfinden, die Auswirkungen auf den Weltmarkt und am Ende auf Dich hat. Für Neukunden und Bestandskunden mit monatlich flexiblen Preisen wird nach Öl und Gas auch Strom schon teurer – weil auch aus Gas Strom erzeugt wird und – vereinfacht gesagt – die teuerste Erzeugungsform den Strompreis bestimmt. Kannst Du da wirklich nichts machen?

Entwicklungshilfeziele verfehlt

Entwicklungshilfe klingt erstmal nach etwas Fernem. Nach Projekten irgendwo weit weg, mit denen der eigene Alltag wenig zu tun hat. Brunnenbau, Bildung, Gesundheitsversorgung, Krisenprävention. Alles wichtig, passiert aber eben nicht hier. Vielleicht wird deshalb genau dort oft zuerst gekürzt.

Empathisch reden und die syrische Community

Wir Menschen können etwas, das ist richtig gut: Wir können uns in andere Menschen hineinversetzen. Wir können uns vorstellen, was jemand anderes fühlt und denkt. Das klappt mehr oder weniger gut. Je nachdem formulieren wir dann selbst etwas so oder so.

Bitte immer ohne Härte

Huch, jetzt ist plötzlich schon Ostern, und Du hast es irgendwie vercheckt? Naja, macht ja nichts, wenn entweder Deine Familie schon alles organisiert hast – oder wenn Du jetzt einfach ein langes, freies Wochenende hast. Aber wenn jetzt Ostern ist, dann sind auch die sieben Wochen davor zu Ende, also die Zeit, in der Du mal bewusst was anders hättest machen können. Auch nicht schlimm. Denn bei den Fastenaktionen, die es so gibt, sind eigentlich eh gute Anregungen dabei, die Du auch jetzt noch machen kannst. Oder einfach immer.

Zwischen Aufbruch und Größenwahn

Diese Woche ist etwas passiert, das es seit 53 Jahren nicht mehr gegeben hat: Menschen sind wieder zum Mond gestartet. Nicht zur Landung, noch nicht. Aber zum ersten bemannten Mondflug seit 1972. Vier Astronautinnen und Astronauten sollen mit Artemis 2 um den Mond fliegen und nach rund zehn Tagen zur Erde zurückkehren.

Verdrängte Kosten

Die Familie an Ostern besuchen und dazu einige hundert Kilometer mit dem Auto fahren, haut diesmal mehr rein – wenn Du einen Benziner oder Diesel fährst. An dem Beispiel erleben wir jetzt, wie abhängig wir vom weltweiten Öl-Markt sind. Wie viel hast Du vorher drüber nachgedacht, dass eigentlich immer die Gefahr bestand, dass das Öl plötzlich teurer wird? Oder hast Du das einfach verdrängt? Apropos verdrängen: Beim Öl verbrennen verdrängen wir meistens auch die Kosten, die nie an der Zapfsäule stehen, die aber später jemand bezahlen muss. Dazu gibt’s ne neue Studie.

Krisenkosten und Gerechtigkeit

Die steigenden Preise sind für manche Leute ärgerlich, für andere sind sie ein echtes Problem. Wenn die Preise an der Tankstelle steigen, dann können Leute ja nicht plötzlich auf ein Elektroauto umsteigen, wenn sie bisher gerade so ihre klapprige Karre noch unterhalten können und durch den TÜV bringen. Die haben keine Wahl. Auch Unternehmen können nicht von heute auf morgen ihren Fuhrpark umstellen. Und so steigen auch viele andere Preise, wenn die Transportkosten steigen.

Karsamstag, wenn alles stillsteht

Karsamstag ist so ein stiller Tag, der leicht übersehen wird. Karfreitag kennt fast jeder. Ostersonntag auch. Kreuz und Auferstehung, Tod und neues Leben. Karsamstag ist kein Feiertag, und er heißt auch nicht Ostersamstag. Er liegt dazwischen und ist dieser eine Tag, an dem erstmal nichts passiert.

Sanfte Töne

Noch eine Woche, dann ist Ostern. Hast Du die sieben Wochen vor Ostern genutzt, um in der Zeit mal bewusst was anders zu machen? Die Fastenaktion 7 Wochen ohne lädt dieses Jahr dazu ein, in der Zeit mal die Härte rauszunehmen und mehr Gefühl reinzubringen. Selbst wenn Du davon bisher nichts wusstest, könntest Du jetzt einfach noch mitmachen. Diese Woche ist das Thema „Sanfte Töne“.

Klimafreundlich in den Kommunen

In Deinem Ort oder Deiner Stadt gibt’s schon einiges, was man ändern kann, damit es dort klimafreundlicher wird. Manches gibt es vielleicht schon, zum Beispiel LEDs in den Straßenlaternen zum Stromsparen. Auf öffentlichen Gebäuden könnte man noch viel mehr Photovoltaik installieren. Wenn die Leute das Auto öfter stehen lassen sollen, brauchen sie mehr Busse und Bahnen, bessere Radwege, Carsharing. Und weil’s zunehmend heißer wird im Sommer: mehr Bäume, schattige Plätze, hübsche Blumenwiesen statt Rasen. In den Orten könnte es dadurch auch einfach schöner werden, sodass Du Dich viel lieber dort aufhältst. Der Punkt ist nur: Das kostet Geld.

Gesprächskanäle zu den Taliban

Der Mensch mag klare Linien. Richtig oder falsch. Anerkennen oder ablehnen. Oft ist das aber gar nicht so einfach. Zum Beispiel bei den Taliban. Da geht’s um ein islamistisches Regime, das Frauen entrechtet, Oppositionelle verfolgt und Afghanistan mit Gewalt kontrolliert. Eigentlich einfach: Abstand halten! – Und dann kommt die Realität dazwischen.

Sexualisierte Gewalt

Die vielen Berichte über die Epstein-Files in den letzten Wochen, jetzt die Debatte über digitale Gewalt mit Deepfakes – kommst Du klar, das zu hören, oder überfordert Dich das? Wenn Du selbst schon sexualisierte Gewalt erfahren hast, könnte Dich das erheblich triggern. Dann such Dir ruhig Hilfe. Du musst damit nicht alleine klarkommen.

Auszeit

Einfach mal ne Woche raus, das tut echt gut. Urlaub, Entspannung – super. Aber Du kannst in der Zeit auch richtig aktiv sein: vielleicht ne lange Fahrradtour, Wandern, Bergsteigen. Du genießt die Landschaft, Dein Weg ist das Ziel, und gleichzeitig hast Du Zeit zum Nachdenken. – Oder Du arbeitest was in Deiner Auszeit:

Seriensenioren

Würdest Du ne Serie sehen wollen, in der die meisten Darsteller über 70 sind? Immer mal wieder wünschen sich Fans von 20, 30, 40 Jahre alten Serien eine neue Fortsetzung, zum Beispiel von Star Trek Next Generation. Du weißt schon, mit Captain Picard von Ende der 1980er. Bis heute hat die Serie eine große Fanbase, und immer wieder gibt’s Gerüchte über eine „Legacy-Serie“. Schauspielerin Marina Sirtis hat jetzt bei einem Fan-Event gesagt, es gebe kein einziges Studio in Amerika, das eine Serie produzieren würde, in der die meisten Hauptdarsteller über 70 Jahre alt sind.

Mitgefühle

Was ist denn eigentlich Mitgefühl? Der Duden sagt: „Anteilnahme am Leid, an der Not oder ähnlichem anderer“. Das ist vielleicht auch das Erste, was einem dazu einfällt. Wenn Du Mitgefühl zeigst, dann verstehst Du, was der andere fühlt, zeigst Fürsorge und Wärme und unterstützt den anderen in seiner Situation. Vielleicht fühlst Du sogar richtig mit. Also, wenn sich jemand anderes mit dem Hammer auf den Finger haut und Du selbst auch den Schmerz fühlst, dann ist das sogar mehr als Mitgefühl, das ist dann Empathie. Dann sind in Deinem Gehirn sogar ganz ähnliche Areale aktiv, wie wenn Du tatsächlich selbst Schmerzen hast. Aber in dem Wort „Mitgefühl“ steckt noch mehr:

Asyl für schweigende Fußballerinnen

Was war das damals für ein Drama, als hier in Deutschland diskutiert wurde, welche Fußballer die Nationalhymne nicht mitsingen und warum. Spätestens seit dieser Woche ist klar, wie egal das eigentlich alles gewesen ist. Als die iranischen Fußball-Frauen beim Asien-Cup in Australien geschwiegen haben, ist dieser Moment zur Lebensentscheidung geworden.

Blick von oben

Oft lohnt es sich ja, mal von oben auf eine Sache zu schauen, die Vogelperspektive einzunehmen. Vielleicht, wenn Du Dich mit jemandem streitest, und Ihr kommt einfach nicht zu einem guten Kompromiss, jeder kämpft für seine Sicht, dann kannst Du einfach mal sagen: Stopp. Lass uns doch mal einen Schritt zurückgehen, lass uns mal von oben draufschauen: Was ist denn eigentlich das Problem, was wollen wir denn eigentlich beide erreichen.

Frühling zum Mitnehmen

Es riecht nach Frühling. Du gehst durch den Wald, irgendwo zwischen feuchtem Boden und ersten Sonnenstrahlen und plötzlich dieser Duft: Bärlauch. Viele bleiben stehen, bücken sich, pflücken ein paar Blätter. Fürs Pesto, fürs Rührei, fürs Gefühl, etwas Selbstgesammeltes mit nach Hause zu nehmen.

Neue Wolfsjagd

Der Wolf ist zurück. Lange war er in Deutschland verschwunden, heute lebt er wieder in vielen Regionen. In Sachsen-Anhalt leben inzwischen rund 276 Wölfe. Der Bestand wächst langsamer als früher und auch die Angriffe auf Nutztiere gehen zurück. Am meisten Wölfe gibt’s in Niedersachsen, dort gibt es 64 Territorien und 59 Rudel.

Ehrenamtlich oder nur für Geld

Es gibt Leute, die haben einfach gute Ideen. Die machen das, was viele Kinder irgendwann mal sagen, wenn sie nach ihrem Berufswunsch gefragt werden: „Ich will Erfinder werden“. Manche machen das, um damit Geld zu verdienen. Die haben eine Idee und entwickeln daraus ein Produkt, das sie verkaufen können. Es gibt aber auch Menschen, die haben eine gute Idee und machen etwas draus, aber nicht um Geld zu verdienen, sondern einfach so, weil’s gut ist.

Verletzlichkeit

Ist Verletzlichkeit was Gutes oder eher nicht so? Du machst Dich verletzlich. Das klingt ja erstmal negativ. Irgendwie möchtest Du das nicht. Denn wenn Du verletzlich bist und Dich jemand verletzt, dann ist es unangenehm oder tut sogar richtig weh. Also zeigst Du vielleicht lieber so ne gewisse Coolness nach außen. An Deine verletzlichen Stellen soll so schnell keiner rankommen. Und die anderen machen das ja irgendwie auch so. Wobei … Wenn ich so überlege, was die schönsten und spannendsten Gespräche mit anderen sind, dann ist das ganz oft, wenn beide eben nicht cool sind, sondern man plötzlich so voll ehrlich redet.

Aus der Krise die richtigen Schlüsse ziehen

Vielleicht machst Du das auch so: Wenn Du tanken musst, dann tankst Du einfach immer für denselben Betrag, also vielleicht 20 Euro; soviel Du halt gerade hast. Dann hat sich für Dich in den vergangenen Tagen ja gefühlt erstmal nichts geändert: Tanken, 20 Euro. Nur kommst Du halt damit jetzt nicht mehr so weit. Die Preise für Benzin und Diesel sind in den letzten Tagen locker um 20 Prozent nach oben gegangen. Ähnlich sieht’s bei europäischen Großhandelspreisen für Gas aus. – Folgen des Kriegs in Iran.

Schuldenerlass

Du hast ner Freundin vor einiger Zeit Geld geliehen. Nicht nur so 10, 20 Euro, sondern schon etwas mehr. Vielleicht als bei ihr zu viele Sachen auf einmal kaputt gegangen sind, da war selbst die neue Waschmaschine, die sie gebraucht kaufen wollte, einfach gerade zu teuer. Zu dem Zeitpunkt war das für sie schon viel Geld und für Dich vielleicht auch. Jetzt verdienst Du eigentlich ganz okay, Du könntest Ihr die 500 Euro locker erlassen. Dir tut’s nicht weh, und Deine Freundin hätte den Druck nicht mehr. Würdest Du’s tun?

Verantwortung für das Glück anderer

Manchmal reicht ein Gespräch, eine Nachricht, ein offenes Ohr und schon fühlt sich jemand weniger allein. Manchmal merkst du aber auch: Da erwartet jemand mehr. Mehr Zeit. Mehr Einsatz. Vielleicht sogar, dass du Verantwortung übernimmst für das, was ihn oder sie glücklich macht. Aber wie viel Verantwortung trägst du eigentlich für das Glück anderer?

Mal was für ein paar Wochen anders machen

Na, hast Du ne halbe Stunde Zeit? Jetzt oder nachher? Und zwar für Dich. Zum Nachdenken darüber, was Dich an Dir selbst schon immer irgendwie nervt. Oder was Dich an Deinem Leben ein bisschen nervt. Mal ehrlich überlegen: „Was möchte ich eigentlich gar nicht machen und mache es trotzdem immer?“ Und was wollte ich schon immer mal machen. Das kann was Größeres, Langfristiges sein – oder was Kleines. Dann lehnst Du Dich zurück und entscheidest Dich, jetzt einfach mal zu beginnen und das bis Ostern durchzuziehen.

Solidarisch mit den Streikenden

Busse fallen aus, Straßenbahnen bleiben stehen, Fahrpläne gelten plötzlich nicht mehr. In vielen Städten im ganzen Bundesgebiet wurde und wird diese Woche im Nahverkehr gestreikt. Sachsen-Anhalt sogar Donnerstag bis heute. Für viele heißt das: früher los, länger unterwegs, improvisieren.

Einfach weitermachen oder auch laut werden

„So langsam ist es mir egal, was die entscheiden. Ich mach einfach weiter“, höre ich jemanden im Café sagen. Vor einiger Zeit hat er Photovoltaik aufs Dach montiert, damit lädt er den Akku im Keller und sein Elektroauto. Falls Stromausfall ist, kann er Strom aus dem Auto im Haus verwenden. Bald montiert er die Wärmepumpe. Sein Haus ist älter, von den Eltern, aber das hält ihn nicht ab, auf Strom und Erneuerbar umzustellen. „Ich lass mich von politischen Entscheidungen nicht aufhalten, die diese Entwicklung bremsen“, sagt er.

Gender Pay Gap und Transparenz beim Einkommen

Wenn man das Jahres-Einkommen von Frauen und Männern vergleicht, dann gibt es eine Lücke. Frauen erhalten so viel weniger, als hätten sie von Neujahr bis gestern kostenlos gearbeitet. Also ist der Unterschied fast zwei Monatsgehälter. Die Frauen haben selbstverständlich gearbeitet, aber sie bekommen immer noch weniger als Männer.

Sieben Wochen ohne Härte

Hast Du das Gefühl, dass es in letzter Zeit irgendwie härter zugeht? Dass der Ton rauer ist, Menschen mehr Beleidigungen raushauen, weniger zugewandt sind, dass der soziale Zusammenhalt nicht mehr so gut funktioniert? Dann bist Du mit dem Gefühl nicht allein. Mehrere repräsentative Umfragen zeigen das auch.

Werte und Super-KI

„Wenn das jemand baut, sterben alle“ – Das ist der Titel von einem Buch, das die KI-Forscher Eliezer Yudkowsky und Nate Soares geschrieben haben. Sie warnen vor einer nächsten Stufe von Künstlicher Intelligenz, der Künstlichen Super-Intelligenz. Die wäre so krass, dass sie Menschen in fast allen geistigen Tätigkeiten übertrifft. Sie könnte selbständig handeln und strategisch vorgehen.

Scheinbare Gründe

Die Diskussion um Krankheitstage läuft jetzt schon fast einen Monat lang – seit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Mitte Januar gesagt hat, 14,5 Krankheitstage pro Jahr im Durchschnitt seien zu viel. Vor allem, weil von 2021 auf 2022 die Zahl plötzlich und deutlich angestiegen ist. Haben die Menschen in Deutschland ihr Verhalten geändert? Machen Sie mehr blau? Oder sind sie wirklich mehr krank?

KI-Religion

„Crustafarianism“ – so heißt die Religion, die KI-Agenten innerhalb von 48 Stunden erfunden haben im „Moltbook“, so einer Art „Reddit“ nur für KI-Bots. Der amerikanische Technologie-Unternehmer Matt Schlicht hat dieses Webforum Ende Januar durch seinen persönlichen KI-Agenten bauen lassen. Nur autonome KI-Agenten dürfen darin posten und kommentieren, Menschen können nur zusehen.

Klimagefahren und Kopf in Sand

„Wenn ich die Augen zu mache, ist das Böse weg“ – Ja, so hat jeder von uns mal gedacht – im Alter von etwa 2 bis 3 Jahren, in der „präoperationellen Phase“. Kinder verwechseln in dem Alter subjektive Wahrnehmung mit objektiver Realität: Aus den Augen, aus dem Sinn. Quasi „magisches Denken“.

In guten und schlechten Momenten

Heute ist Valentinstag, der Tag der Verliebten. Ein Tag, an dem Menschen, die sich lieben, bewusst sagen und zeigen können, dass sie sich lieben – entweder ganz privat unter sich oder ein bisschen öffentlich. Es muss ja nicht gleich so öffentlich sein, wie Pascal Kaiser das vor gut zwei Wochen gemacht hat: vor 50.000 Fußballfans im Stadion des 1. FC Köln. Da hat der Amateur-Schiedsrichter seinem langjährigen Freund einen Heiratsantrag gemacht. Die Szene ist natürlich viral gegangen. So was hatte es im deutschen Fußball noch nicht gegeben.

Bonusregeln fair oder nicht

Diese Woche hat ein Thema bei VW für ziemlich viel Unruhe gesorgt. Viele Beschäftigte müssen auf die Mai-Prämie verzichten, die sie normalerweise häufig bekommen haben. Reallohnverlust also. Gleichzeitig sollen die Vorstände aber einen satten Bonus bekommen. Der Grund: Plötzlich stehen sechs Milliarden Euro Barmittel in den Büchern – kurz zuvor war noch von null die Rede.

Auch das noch

Auch das noch! Es könnt ja eigentlich mal so schön laufen, da kommt ein Problem um die Ecke und will Deine Aufmerksamkeit. Nicht nur das, es lenkt Dich richtig ab von dem, was Du eigentlich gerade machen willst oder musst. Schön, wenn Du das gleich aus der Welt schaffen kannst. Aber das klappt nur ja nicht immer.

Was glaubst du?

Manchmal klingt Glaube so, als müsste er fest sein. Klar, eindeutig, mit Antworten auf alles. So als wüsstest du genau, woran du glaubst und warum und wie. Solche Leute gibt es bestimmt. Aber vielleicht fühlt es sich bei dir anders an. Zum Beispiel weil du eher Fragen hast als Bekenntnisse. Oder du denkst, da ist irgendwas, kannst es aber nicht sauber benennen.

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei

Ich seh die Valentinstagswerbung schon wieder. Überall Herzchen und Pärchengedöns. Passt super, wenn Du frisch verliebt bist. Oder schon ewig zusammen und es kribbelt noch immer. Für Singles ist das manchmal wie so ein Stich in die Magengrube. Wenn da halt niemand ist, dem Du demnächst am Valentinstag eine Freude machen kannst.

Zeit gegen Geld

Was ist das nur mit Zeit und Geld. Irgendwie fühlen sich beide immer knapp an. Klassisches Beispiel: Du stehst im Supermarkt an der Kasse und merkst: Die Schlange ist lang. Also musst du eine Entscheidung treffen: Zehn Minuten Warten? Oder schnell zum teureren Laden um die Ecke, wo es immer leer ist?

Sehnsucht und Dankbarkeit

Von außen betrachtet, ist dein Leben wahrscheinlich ziemlich gut. Der Job ist okay, die Wohnung passt. Du bist gesund und auch die Menschen um dich herum sind größtenteils super. Und trotzdem kommt vielleicht manchmal dieses Gefühl auf: Da müsste doch noch mehr sein. Vielleicht ein anderer Job, ein anderes Tempo, ein anderes Ich in einer anderen Stadt oder sogar einem anderen Land.

Repair-Café

Die Espressomaschine geht nicht mehr – ganz plötzlich. So ein Mist. Und jetzt? Neukaufen oder reparieren? Erstmal das Problem googeln. Da findet man ja zu fast jedem Defekt n Hack. KI könnte natürlich auch gut bei der Recherche helfen. Und wenn Du Dir die Reparatur selbst alleine nicht zutraust, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es auch bei Dir in der Nähe ein Repair-Café gibt. Davon gibt’s immer mehr.

Gutes tun ohne Zuschauer

Stell dir vor, du tust etwas Gutes. Du hilfst jemandem. Du verzichtest auf einen Vorteil. Du entscheidest dich fair zu sein, obwohl es für dich leichter wäre, es nicht zu tun. Und niemand bekommt es mit. Kein Like. Kein Danke. Kein Schulterklopfen. – Genau da wird es interessant, oder?

Sind Jugendliche Social-Media-Experten

Ein Verbot von Social Media für Menschen unter 15 Jahren, das hat die Nationalversammlung in Frankreich vor wenigen Tagen beschlossen. Und auch bei uns in Deutschland wird viel drüber diskutiert. Für eine neue Studie hat das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik mit den Leuten gesprochen, die diese Altersbeschränkungen schützen sollen: Jugendliche.

(Schöner) Winter

Wow, es ist so sehr Winter, wie schon lange nicht mehr. Nicht so krass wie in den USA und Russland, wo es in einigen Regionen weniger als –40°C hat. Auch der Wetterdienst in der Ukraine warnt vor bis zu –30°C an einigen Orten. So heftig ist es bei uns nicht. Aber es ist Schnee und Eis. Findest Du das eher schön oder nervt Dich das Wetter?

Bezahlkarte vs. normales Konto

Heute gibt’s in Erfurt ne Demo. Das Motto: „Gemeinsam für eine solidarische Asylpolitik“. Veranstalter ist das Thüringer Netzwerk „Nein zur Bezahlkarte“. Sie finden, dass die Gesetze und Regelungen in letzter Zeit geflüchtete Menschen immer mehr in ihrer Freiheit einschränken.

Unsicherheiten

Wie sehr hast Du ein Gefühl von Unsicherheit – jetzt gerade. Oder so generell in den letzten Tagen. Repräsentative Befragungen zeigen, dass es in Deutschland seit Jahren ein eher hohes Niveau an Sorgen und Unsicherheit gibt – bezogen auf Arbeit, Wirtschaft, Politik, Klima und Sicherheit. Seit dem Krieg in der Ukraine durch Russland und wegen den internationalen Spannungen durch die Politik der USA wie in den letzten Tagen ist das Gefühl der Unsicherheit noch weiter gestiegen. Was macht das mit Dir?

Krankheitstage

Wie viele Tage warst Du krank im vergangenen Jahr? Hast Du mal Deine Krankheitstage gezählt und mit den Jahren davon verglichen? Bundeskanzler Friedrich Merz (von der CDU) findet ja, in Deutschland sei der Krankenstand „zu hoch“. Laut statistischem Bundesamt waren es durchschnittlich 14,8 Tage im Jahr 2024. Der Bundeskanzler stellt die Telefonkrankschreibung infrage und fragt auch: „Sind so viele Krankheitstage wirklich richtig und notwendig?“. Er will dem entgegenwirken mit „Anreizen“.

Über den Berg

Vielleicht geht’s Dir ja auch so: 60 bis 70 % der Menschen in Deutschland haben das Gefühl, dass Energie teurer wird, vor allem durch die Unsicherheiten beim Energiewende-Ausbau und wegen der Kriseneinflüsse. Vor allem, seit 2022/23 Energie teurer geworden war. Danach sind die Strompreise wieder etwas gesunken, aber der Eindruck ist vor allem: Es wird teurer. – Die gute Nachricht: Es wird besser. Energie wird günstiger. Das haben Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme mit anderen internationalen Forschungsteams berechnet.

Migration, oder: Bock nach Deutschland zu kommen

Ich sag jetzt gleich ein Wort, und meine Frage ist: Was fällt Dir dazu als erstes ein? – Migration – Hast Du als Erstes negative oder positive Gedanken? Denkst Du an Menschen, die geflüchtet sind, oder hierhergekommen sind zum arbeiten oder studieren?

Are You Dead Yet?

Eine App fragt jeden Tag nur eine einzige Sache: „Are you dead?“ – Bist du tot oder noch da? – Klingt erstmal makaber. Fast wie ein schlechter Witz. Und trotzdem stürmt genau so eine App gerade die iPhone-Charts in China. Die Idee dahinter ist erstaunlich schlicht: Du drückst einmal am Tag auf einen Knopf. Tust du das nicht, bekommt ein hinterlegter Kontakt eine Nachricht. Nicht panisch, nicht dramatisch. Nur: Ich habe mich seit Tagen nicht gemeldet. Bitte schau nach mir.

Zwei kirchliche Krankenhäuser weniger

In Sachsen-Anhalt sind im letzten Jahr zwei kirchliche Kliniken verschwunden. Klingt erstmal nicht nach viel, aber aus elf wurden neun. Und für die betroffenen Regionen dahinter ist es viel mehr: Ein Krankenhaus weniger. Oder genauer: Es fusioniert, verliert seine Eigenständigkeit, oder macht ganz dicht.

Abkommen zwischen ungleichen Partnern

Das könnte für europäische Firmen richtig gut werden: Wenn heute nach 26 Jahren Verhandlungen das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten unterzeichnet wird, dann entsteht zwischen Europa und Südamerika die größte Freihandelszone der Welt. Das bedeutet, es wird bald richtig günstig, aus Europa Produkte nach Südamerika zu verkaufen, weil die Zölle super niedrig sind.

Perspektiven

„Manchmal ist es gut, die Perspektive zu wechseln“ – Klingt nach so nem Kalenderspruch, und wahrscheinlich steht er auch in vielen Kalendern. Vielleicht sogar jetzt am Jahresanfang, weil es ja passt: Manche hatten ja noch ein paar Tage Urlaub, waren vielleicht sogar raus aus der gewohnten Umgebung, rauf auf nen Berg, Winterwandern, Skifahren, die Aussicht genießen. Andere Perspektive.

Vorbereitung ist Solidarität in der Krise

In Berlin war plötzlich der Strom weg. Nicht für ein paar Minuten, sondern für Tage. Kein Licht, kein Handyempfang, keine Heizung, kein Supermarkt um die Ecke. Gleichzeitig ziehen neue Wetterfronten übers Land. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) und andere Meteorologen haben die halbe Woche vor dem Schneeorkan gewarnt. Es sollte nicht einfach kalt werden, sondern richtig heftig. Schulen wurden zugemacht, und viele Gemeinden waren in Alarmbereitschaft.

Schnell zum Hören, langsam zum Reden

Ich verstehe das gut. Eigentlich wollen wir alle schnell wissen, wer’s war. Und wie und was und warum. Der Anschlag auf die Stromleitungen in Berlin ist ja auch heftig, der einen tagelangen Stromausfall im Südwesten Berlins zur Folge hatte – ausgerechnet in der Zeit, in der es richtig, richtig kalt war, wo es mehrere Tage dauert, bis die Leitungen zumindest provisorisch repariert sind. Wer um alles in der Welt macht sowas? Und dann gab’s ja bald ein Bekennerschreiben und Ermittlungsbehörden, die es als authentisch eingeordnet haben usw. Und jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft.

Erkenntnisse, Vorhersagen, Glaube und Hoffnung

Elli ist auf dem Weg zu uns, und wir wissen es schon vorher ziemlich genau. Das ist doch genial! Ich spreche natürlich vom Schneesturm „Elli“, der gerade für viel Schnee gesorgt hat. Und das wussten wir alle schon vorher. Die Meteorologen haben es in ihren Wettermodellen gesehen, haben gewarnt, die Rettungsdienste waren aktiviert, teilweise wurden die Schulen geschlossen, die Bahn hat schon vorher einige Züge gestrichen und so weiter. Kurz gesagt: Vorhersage und Vorsorge haben funktioniert. Deshalb gab es nicht so viele Unfälle, egal ob mit Auto, Fahrrad oder zu fuß, denn es waren ja weniger unterwegs.

Ajax Loader
Mehr laden