Thüringer Orgelsommer 2020 läuft seit gestern: große Kirchen, kleine Ensembles, viel Abstand

Seit gestern und noch bis zum 26. Juli läuft der Thüringer Orgelsommer. Auf dem Programm stehen heute 6 Konzerte: zum Beispiel in der Kirchenburg Walldorf bei Meiningen und in zwei Kirchen in Ruhla. Die musikalische Bandbreite beim Orgelsommer geht von Bach bis Tango und von Barock bis Klezmer. Organist Theophil Heinke ist Thüringer Orgelsommerpräsident. Ehrenamtlich.

Rosenkirche wird mit Blick auf BUGA 2021 eingeweiht

Die Bundesgartenschau 2021 soll in Erfurt laufen wie geplant. Auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland bereitet sich vor. Der Grundstein für den Pavillon der Kirchen auf dem Petersberg ist gelegt und morgen wird die „Rosenkirche“ eröffnet, wo sich Paare segnen lassen können.

Musikalische Andachten mit dem Klenke-Quartett, Open-Air-Bossa-Nova, Kunst-Gottesdienst mit Redžic und Heckel, Khwaerthon

Morgen kommt das Klenke-Quartett nach Neustadt/Harz in die Kirche St. Georg. Die 4 Musikerinnen spielen bei zwei musikalischen Andachten gleich hintereinander. Mit Abstandsregeln können um 18 und 19 Uhr jeweils 50 Gäste in die Kirche. Am Ausgang wird für die Künstlerinnen gesammelt.

Antisemitismus in aktuellen Verschwörungserzählungen

Bei großen Krisen, Seuchen und Pandemien steigt die Zahl der Menschen, die an Verschwörungen glauben: Da geht es nicht um Theorien, sondern um bloße Behauptungen, bei denen komplizierte Zusammenhänge total vereinfacht werden: Irgendwer stecke dahinter, ziehe die Fäden, wolle die Kontrolle über die Menschheit erobern. Seit jeher – sagt der Religionswissenschaftler Michael Blume, würden in diesen Behauptungen die Juden als Schuldige missbraucht.

Erster Lauf-und-Schenke-Online-Lauf für neue und mehr Ferienangebote für Kinder und Jugendliche

Seit vielen Jahren treffen sich normalerweise am Beginn der Sommerferien 300 bis 500 Läuferinnen und Läufer in Halle und drehen möglichst viele 500-Meter-Runden – für die Aktion „Kindern Urlaub schenken“. Wegen Corona hat die Diakonie daraus diesmal den „ersten Lauf & Schenke Online-Lauf“ gemacht.

„Luthers schlaflose Nächte“: Kerzenschein-Führungen im Augustinerkloster Erfurt wieder möglich

Im Augustinerkloster Erfurt gibt es jetzt auch wieder Führungen. Eine der Spezialführungen heißt „Luthers schlaflose Nächte“. Jeden Freitagabend ab 21 Uhr zeigt Michael Utzel das frühere Kloster von Martin Luther.

75 Jahre Notkirchen von Architekt Otto Bartning: zwei davon in Thüringen

Vor 75 Jahren lag Deutschland in Trümmern, auch viele Kirchen waren zerstört. Der Architekt Otto Bartning baute deshalb für die Evangelische Kirche ab 1945 sogenannte „Notkirchen“. Zwei davon stehen in Thüringen: die Justus-Jonas-Kirche in Nordhausen und die Cyriakkapelle in Erfurt. Stefan Börner vom Cyriak-Freundeskreis liebt den besonderen Bau mit dem schönen Garten.

Sommerkirche Gera goes online: „Lieblingsstellen der Bibel“

Bei der Sommerkirche in Gera geht es dieses Jahr um „Lieblingsstellen der Bibel“. Jeden zweiten Sonntag erzählt darüber ein anderer Gast, vom Künstler bis zum Mediziner. Beim Sommerkirchen-Auftakt hat Bäckermeister Michael Möbius seine Lieblings-Bibelstelle verraten: das Gleichnis vom Sauerteig.

Neue Gesellschaftsmodelle nach Corona? Sozialistisches Kibbuz in Israel

In der Corona-Krise hört man ja öfter: Jetzt müssen wir über neue Gesellschaftsmodelle reden, mit mehr Gemeinschaft. In Israel gibt es solche Modelle. Südlich vom See Genezareth liegt das Kibbutz „Shaar Hagolan“. Nurit führt hier oft Gäste. Sie spricht gut deutsch, weil ihre Eltern aus Leipzig und Wien stammen.

„Augustiner Vocalkreis“ in Erfurt, Kunst-Gottesdienst in Weimar, „Leuchtturmkonzert“ in Tiefurt und „Die Farben des Windes“

Bei der musikalischen Sonntagsvesper in der Augustinerkirche Erfurt ist diesmal einer der besten Thüringer Chöre zu Gast. Der „Augustiner Vocalkreis“ singt am Sonntag um 17 Uhr das „Magnificat“ von Barockkomponist Heinrich Schütz und eine moderne Variante von Eriks Ešenvalds. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Warum Verschwörungsglaube nicht glücklich macht

Wenn was Schlimmes passiert, dann wollen manche einfach wissen, wer daran schuld ist. Dass in der komplexen Welt so etwas wie die Corona-Pandemie einfach zufällig passiert, ist tatsächlich schwerer zu verstehen, es ist eine wissenschaftliche Sichtweise.

Freiwilligendienste bei der Diakonie in Corona-Zeiten

Nach der Schule in einem Freiwilligen Sozialen Jahr einfach mal mit Menschen arbeiten – bei einer sozialen Einrichtung ein paar Straßen weiter oder im Ausland. Geht das überhaupt jetzt, in Zeiten von Corona? Im März musste die Diakonie Mitteldeutschland alle Freiwilligen aus dem Ausland zurückholen.

„Otto per Mille“: Kultursteuer wie in Italien statt Kirchensteuer?

In Italien gibt es statt der Kirchensteuer eine Kultursteuer, die alle zahlen. Und alle entscheiden dann selbst, ob dieser Teil der Einkommensteuer an Kulturprojekte geht oder an eine Kirche. Der Thüringer Pfarrer Martin Krautwurst arbeitet seit 6 Jahren in Südtirol. Als Pastor der deutschsprachigen evangelischen Kirchgemeinde in Meran.

Kirchenwald: Kommt nach dem wärmsten Winter der heißeste Sommer?

Die Klimakrise ist auch bei uns spürbar: der letzte Winter war zu warm, das Frühjahr zu trocken und jetzt droht auch noch der dritte viel zu heiße Sommer in Folge. Susann Biehl ist die Forstexpertin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Sie hat einen ganz speziellen Wunsch.

Ev. Kirche Jena: Künstlerhilfe durch Musikandachten

Musikerinnen und Musiker haben in der Coronakrise schlechte Karten: keine Konzerte, keine Auftritte, keine Einnahmen. Die Evangelische Kirche in Jena hat sich deshalb etwas einfallen lassen: musikalische Vespern bei denen Spenden für freiberufliche Musiker gesammelt werden. Den Auftakt hatten in der Stadtkirche St. Michael die „Octavians“, 8 Sänger aus Jena.

Nachrichten aus der Ev. Redaktion 07.06.2020

Der Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland fordert, die Kinder- und Jugendhilfe während der Corona-Krise besonders in den Blick zu nehmen. In der Beratungsstelle „TABU“ in Bad Salzungen zum Beispiel gebe es bereits viele Neuzugänge.

Seelsorge für Angehörige nach Suizid

Michael Kleim ist Pfarrer in Gera. Er hat nach Suiziden schon öfter Angehörige als Seelsorger begleitet und auch eine Zusatzausbildung gemacht als psychologischer Berater. Jetzt hat der Pfarrer ein Buch zum Thema geschrieben. Dazu gibt es nämlich bisher kaum etwas Gedrucktes, sagt Michael Kleim.

„Herausforderung“

Vielleicht ist es Ihnen auch aufgefallen: Ich habe das Wort „Herausforderung“ in den vergangenen Wochen ziemlich oft gehört. „Corona ist eine Herausforderung“, „die geschlossene Kita – eine Herausforderung“. – Statt „Problem“ oder „Katastrophe“ – Herausforderung. – Frauke Rüdebusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache, kommt das Wort „Herausforderung“ wirklich öfter vor?

Kunst-Gottesdienstreihe „Lukas-Vesper“ startet in Weimar

Am Sonntag ist Pfingstsonntag, und da finden traditionell viele besondere Gottesdienste statt. In der Jakobskirche in Weimar startet eine ganz neue Gottesdienst-Reihe: die „Lukas-Vesper“. Michael Haspel erzählt uns, um was es geht.

Ab nächste Woche wieder Angebote der Thüringer Hospiz-Akademie

Ab nächster Woche kann die Thüringer Hospiz-Akademie nach Corona-Zwangspause wieder Programm anbieten. Mit Schutzauflagen und in großen Räumen im Augustinerkloster Erfurt. Sterben und Tod sind ja gerade wichtige Themen. Wie man mit Jugendlichen darüber spricht, darum dreht sich am 5. Juni das erste Seminar der Thüringer Hospiz-Akademie, sagt Leiter Marcus Sternberg.

EKM-Finanzen und Coronakrise

Bund, Länder und Kommunen rechnen bei den Steuern mit dreistelligen Milliardenausfällen. Und die Coronakrise kommt natürlich auch bei den Kirchen an. Stefan Große ist Finanzdezernent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Er rechnet mit drastischen Ausfällen bei der Kirchensteuer.

KIBA-Kirche des Monats Mai ist St. Ägidii in Klein-Ballhausen

Die bundesweite KIBA-Stiftung hat eine Thüringer Dorfkirche als Kirche des Monats Mai ausgesucht: St. Ägidii in Klein-Ballhausen. Die KIBA-Stiftung unterstützt Kirchensanierungen in ganz Deutschland. Und die Kirche in Klein-Ballhausen kann Hilfe gut gebrauchen, besonders die Turmhaube.

Schausteller- und Zirkusseelsorge in Coronazeiten

Eigentlich ist ja jetzt auch die Zeit der Märkte und Volksfeste. Auch Zirkusse reisen durchs Land. Das fällt jetzt wegen der Corona-Krise alles weg. Der evangelische Schausteller- und Zirkusseelsorger sagt, viele der Schausteller- und Zirkus-Familien erzählen ihm, dass es ums Überleben geht.

Nachrichten aus der Ev. Redaktion 24.05.2020

Zweimal im Jahr sammelt die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland traditionell Spenden – Im Herbst für die Arbeit der Diakonie, jetzt, im Frühjahr, für die Kinder- und Jugendarbeit. Normalerweise passiert das ganze auf öffentlichen Straßen und Plätzen und an den Haustüren. Wegen Corona geht das in diesem Jahr so nicht.

Silicon-Valley-Kinder können auch ohne

Die totalen Internetfreaks, Programmierer, die Creme de la Creme vom Silicon-Valley, die Erfinder von Google und dem I-Pad, Twitter- und YouTube – Die sind schon straingh drauf. Die verbieten ihren Kindern jede Form von digitaler Kommunikation. Sie schicken sie in eine Schule, in der es keinen Computer gibt. Handy-Verbot? Lächerlich. Die Kinder haben keine. Selbst den Hausangestellten ist es untersagt, ihre Smartphones mit zur Arbeit zu bringen, bzw. im Haus zu nutzen, wenn die Kinder da sind.

Thüringer Pfarrerpaar organisiert seit 15 Jahren Hilfe für Kinder im Kongo

Für Christine Hauskeller ist Afrika nicht weit weg. Seit 15 Jahren hilft die Thüringer Pfarrerin zusammen mit ihrem Mann Kindern im Kongo. Angefangen hat alles, als das Thüringer Pfarrerpaar 4 Jahre für die Evangelisch-Lutherische Kirche im Kongo gearbeitet hat. 2005 haben sie dort ein Schutzhaus für Straßenkindermädchen gegründet.

Corona: Bedingter Schuldenschnitt für Afrika?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet, dass die Gesundheitssysteme in den meisten afrikanischen Ländern unter der Corona-Pandemie zusammenbrechen. Der WHO-Regional-Direktor für Afrika, Matshidiso Moeti, geht davon aus, dass sich 29 bis 44 Millionen Menschen infizieren – von insgesamt 1 Milliarde Einwohner auf dem afrikanischen Kontinent. Schon jetzt sei die Gesundheitsversorgung in den meisten afrikanischen Ländern miserabel, sagt auch der Afrika-Experte und Autor Asfa-Wossen Asserate.

Forschungsfall Nachtigall: Endspurt beim bundesweiten Naturschutz-Mitmachprojekt

Martin Luther hatte einen Spitznamen: die „Wittenbergische Nachtigall“. Weil er wohl sehr gut und vermutlich auch laut singen konnte. So wie echte Nachtigallen eben. Die singen jetzt besonders kräftig. Wo überall in Deutschland, das erforscht ein wissenschaftliches Naturschutz-Mitmachprojekt und das heißt: „Forschungsfall Nachtigall“.

Kirchen und Gewerkschaften fordern bessere Bedingungen für Pflegerinnen und Pfleger

Heute ist internationaler Tag der Pflege. Dass Menschen in Pflegeberufen, eher nicht gut bezahlt sind und dabei ne Menge Schichten haben, ist schon lange bekannt. Durch die Corona-Krise mehren sich die Aufrufe von Gewerkschaften und Kirchen, die Berufe attraktiver zu machen – auch über die Corona-Krise hinaus.

Tafeln erleben Mehrbedarf

32 Tafeln versorgen in Thüringen pro Woche rund 17.000 Bedürftige mit Lebensmitteln. Manche mussten wegen der Corona-Pandemie eine Zeit lang schließen, weil auch viele ehrenamtlich Aktive zur gefährdeten Risikogruppe der Älteren gehören. Die Tafel der Diakonie in Weimar konnte immer offen bleiben, sagt Leiter Marco Modrow.

Seelsorge in Altenheimen: Pfarrer klagte erfolgreich gegen Besuchsverbot

Pfarrer Peter Oberthür aus Dorndorf hat geklagt und Recht bekommen. Ein Pflegeheim in Jena muss ihn zu einer sterbenskranken Frau lassen. Sie ist seit 35 Jahren Mitglied seiner Kirchengemeinde und wünscht sich seinen Besuch als Seelsorger. Nach dem Gerichtsurteil gibt es nun auch eine entsprechende Klarstellung in der Thüringer Corona-Verordnung.

Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt: Mehr Gewalt gegen Frauen?

Gibt es mehr Gewalt gegen Frauen und Kinder in der Coronakrise? Diese Frage kann Ellen van Hooff von der Erfurter „Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt“ noch nicht definitiv beantworten.

Nachrichten aus der Ev. Redaktion 10.05.2020

Ein Dreiviertel-Jahrhundert ist das Ende des Zweiten Weltkriegs jetzt her. Am Freitag war der 8. Mai und damit der 75. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus. Zu diesem Anlass hat sich auch der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zu Wort gemeldet.

Achtsam sein in Telefonkonferenzen

Das Verhältnis zwischen Chefs/Cheffinnen und ihren Mitarbeitern soll sich im Homeoffice ganz schön verändert haben. Mal zum Schlechten, mal zum Guten. Mancher Boss brüllt in diesen Telefon- oder Skype-Konferenzen endlich nicht mehr so durch die Gegend und alles läuft entspannter. Andere Vorgesetzte, die sonst immer nett waren, wirken da plötzlich total misstrauisch. Glauben, dass zu Hause alle den lauen Lenz machen. Dabei ist oft sogar das Gegenteil der Fall.

Onlineangebote können analoge Kirche nicht ersetzen

Gottesdienste in Kirchen sind jetzt wieder erlaubt. Mit bis zu 30 Personen und strengen Infektionsschutzauflagen. Große Kirchgemeinden mit vielen Kirchgängern werden also vermutlich noch eine Zeitlang auf Online-Angebote setzen. Andreas Schwarze ist Kirchenkreis-Chef in Nordhausen. Er hofft, dass auch die analoge Kirche irgendwann wieder richtig durchstarten kann.

Gottesdienste jetzt schon? Unterschiede in den Kirchenkreisen

Gottesdienste sind in Thüringen seit einer Woche ja wieder möglich. Mit strengen Hygiene- und Abstandsauflagen. Das hat das Land so beschlossen. Ein Teil der evangelischen Kirchgemeinden hat letzten Sonntag schon Gottesdienste gefeiert. Superintendent Henrich Herbst z.B. hatte in die Weimarer Stadtkirche eingeladen.

Erstmal keine Konfirmationen wegen Corona

Eigentlich ist jetzt die Zeit der Konfirmationen in der Evangelischen Kirche. Über 90 Prozent der evangelischen Jugendlichen lassen sich konfirmieren, normalerweise mit 14 Jahren. Sie bestätigen damit ihre Taufe und sagen bewusst Ja zum christlichen Glauben. Sie können dann am Abendmahl teilnehmen und treten ins kirchliche Erwachsenenleben ein. Ungefähr ein Jahr lang vor der Konfirmation gibt’s Konfirmanden-Wochenenden und -Fahrten. – All das geht gerade nicht wegen Corona. Die Konfirmationsgottesdienste sind überall verschoben, sagt Superintendentin Gabriele Metzner.

Stiftung Kiba ruft auf zur Wahl der Kirche des Jahres

Noch bis morgen können Sie die Kirche des Jahres wählen. Dazu ruft die Kiba-Stiftung auf, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler. Die evangelische Stiftung unterstützt rund 100 Kirchgemeinden im Jahr bei der Sanierung ihrer Kirchgebäude. Jeden Monat wird eine Kirche des Monats bestimmt und aus diesen Zwölf in einer Publikumswahl die Kirche des Jahres gewählt. Jedes Jahr gibt es mehr Nachfragen als Fördermöglichkeiten, bedauert Geschäftsführerin Catharina Hasenclever.

Kirchenkreis Suhl/Henneberger Land: „Wir sind für sie da“-Telefon wegen Coronakrise

In der Coronakrise wollen Leute oft einfach mal reden, über ihre Angst, Stress, den schwierigen Alltag. Der evangelische Kirchenkreis in der Region Suhl bietet deshalb seit einem Monat das „Wir-sind-für-Sie-da-Telefon“ an. Notfallseelsorgerin Sandra Pries vom Kirchenkreis hat die Hotline mitorganisiert und sie ist auch selbst am Telefon.

Von Gassigehen bis Brief-zur-Post: Gothaer Diakonie organisiert Corona-Nachbarschaftshilfe

Die Diakonie in Gotha hat eine „Corona-Nachbarschaftshilfe“ gestartet. Tanja Schreyer ist Teamleiterin beim Diakoniewerk Gotha für die Kirchenkreissozialarbeit und für die Freiwilligendienste. Hier werden Helferinnen und Helfer an Hilfesuchende vermittelt, die wegen der Corona-Pandemie zuhause bleiben müssen.

Gutenberggedenken heute in der Erfurter Andreaskirche

Der 26. April 2002 hat sich bei vielen Erfurtern ins Gedächtnis gebrannt. Heute vor 18 Jahren ermordete ein ehemaliger Schüler am Gutenberggymnasium 16 Menschen. Das Gedenken vor der Schule kann heute Corona bedingt nicht stattfinden. Aber die evangelische Andreaskirche ist heute – wie jedes Jahr – für das Gedenken geöffnet. Heute Vormittag sollen zur Erinnerung auch alle Kirchenglocken in Erfurt läuten, sagt Pfarrerin Ruth-Elisabeth Schlemmer.

Nachrichten aus der Ev. Redaktion 26.04.2020

Manche machen das normalerweise jeden Sonntag, andere nur hin und wieder: in die Kirche gehen. Wegen der Corona-Pandemie ist das in den letzten Wochen nicht möglich gewesen. Ab heute dürfen unter bestimmten Voraussetzungen die Kirchgemeinden zu Gottesdiensten in die Kirchen einladen – zumindest in Thüringen. Oliver Weilandt aus der Evangelischen Redaktion, welche Regeln gelten jetzt?

Ostern: Leiden, Tod und Auferstehung

Sebastian Kranich leitet die evangelische Akademie in Thüringen und hatte zu Ostern eigentlich eine Tagung geplant über „Leiden, Sterben, Tod und dann?“. Die wird auf nächstes Jahr verschoben, aber das Thema ist natürlich gerade jetzt in der Coronakrise relevant.

Klinikseelsorge Uniklinik und Krisenintervention

Die Krankenhausseelsorge in der Uniklinik Jena ist weiter möglich. Aber der Arbeitsalltag hat sich sehr verändert. Die Zahl der Corona-Patienten liegt zwar unter 10. Aber durch das generelle Besuchsverbot sind Klinikseelsorgerinnen wie Babet Lehmann in der 1400-Betten-Klinik noch mehr gefordert als sonst.

Schiffsbesatzungen kommen kaum noch von Bord – Seemannsmission hilft

Fast überall auf der Welt gibt es Ausgangsbeschränkungen, und das öffentliche Leben wird heruntergefahren. Für viele Leute, die auf dem Schiff arbeiten, bedeutet das, sie müssen an Bord bleiben. Geplante Crew-Wechsel fallen aus.

Auf dem Dach der Grabes- und Auferstehungskirche in Jerusalem

Normalerweise wimmelt Jerusalem rund um Ostern nur so vor Pilgern und Reisenden aus aller Welt. Aber auch in Israel gibt es wegen der Coronakrise jetzt keinen Tourismus mehr. Sogar die Grabes- und Auferstehungskirche ist geschlossen. Das war vor der Pandemie noch völlig anders.

Ostern als Befreiungsbotschaft

Karfreitag und Ostern geht es um die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Gott hat seinen Sohn für die Sünden der Menschen geopfert. Das ist die traditionelle Interpretation. Aber immer mehr Theologen sehen das heute etwas anders. Für Theologieprofessorin Magdalene Frettlöh ist Jesus ein Gewaltopfer, weil er unbequem war für die Mächtigen seiner Zeit. Ostern hat für sie diesen Sinn:

Ostern feiern trotz Corona: zum Beispiel rund um Nordhausen

Ostern feiern trotz Corona – dazu lassen sich die Kirchgemeinden heute in ganz Thüringen so einiges einfallen. Von Online-Gottesdiensten und Osterkerzen haben wir ja vorhin schon gehört. Auch im Kirchenkreis Südharz rund um Nordhausen gibt es Ersatz für die vielen Oster-Gottesdienste. Katharina Schmolke zum Beispiel leitet die evangelische Familienarbeit rund um Nordhausen. Heute gibt’s die Osterausgabe ihrer „Wohnzimmer-Familienkirche“ auf YouTube.

Ostern feiern trotz Corona: der Überblick

Tja, so sieht’s aus, Ostern dieses Jahr: kein Familientreffen, kein Oster-Urlaub und auch kein Gottesdienst in der Kirche – natürlich wegen Corona. Ganz viele Kirchgemeinden haben sich aber richtig schöne Alternativen ausgedacht. Da ist auch ein richtig abgefahrenes Oster-Event dabei, davon erzähl ich gleich.

Ostern ist, wenn man trotzdem lacht

Die leitenden evangelischen und katholischen Geistlichen von Mitteldeutschland haben eine gemeinsame Osterbotschaft verkündet. Ostern ist wenn man trotzdem lacht. Und am besten so, dass es ansteckend ist. Auch 2020 gibt es Grund zum Feiern – sagen die Bischöfe. Denn: „Der Herr ist auferstanden“. Ticken die noch richtig, fragt sich da bestimmt manch einer.

Wenn man knapp dem Tod entgangen ist

Durch die Corona-Pandemie rücken Leiden, Sterben und Tod plötzlich ganz nah an uns heran. Marcus Sternberg leitet die Akademie des Thüringer Hospiz- und Palliativverbands. Er hat nicht nur beruflich mit dem Thema zu tun. Der 51-Jährige ist auch selbst schon einmal knapp dem Tod entgangen.

Buch zum Umgang mit Pöblern und Rechtspopulisten

Hasnain Kazim ist gebürtiger Oldenburger, er ist Journalist und Autor. Seit Jahren bekommt er Tausende Hassmails und Morddrohungen. Kazim ist Deutscher und der Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer. Er ist dagegen, Pöblern und Populisten therapeutisch zu begegnen. Er fordert: Keine Toleranz für Intoleranz. Darum geht es in seinem neuen Buch.

Brot für die Welt: Warum Corona für arme Länder besonders gefährlich ist

Das neuartige Corona-Virus verbreitet sich unglaublich schnell rund um die ganze Welt. Es ist längst auch Süd-Amerika und Afrika angekommen. Wie hart wird es die ärmeren Länder auf diesen Kontinenten treffen? – das habe ich Mareike Haase von „Brot für die Welt“ gefragt.

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