Pfarrdienst und AfD-Kandidatur passen nicht zusammen
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat zum ersten Mal einem Pfarrer die Verantwortung für seinen Pfarrbereich entzogen, weil er für eine rechtsextreme Partei für den Stadtrat kandidiert.
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat zum ersten Mal einem Pfarrer die Verantwortung für seinen Pfarrbereich entzogen, weil er für eine rechtsextreme Partei für den Stadtrat kandidiert.
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat zum ersten Mal einem Pfarrer die Verantwortung für seinen Pfarrbereich entzogen, weil er für eine rechtsextreme Partei für den Stadtrat kandidiert.
Auch die Kirche hat Nachwuchssorgen. So wie in nahezu allen Berufen herrscht Arbeitskräftemangel. Zwar wurden jüngst erst wieder zehn Frauen und zehn Männer ordiniert. Das heißt, sie dürfen lebenslang ihr geistliches Amt mit allen Rechten und Pflichten ausüben. Aber die Zahlen sagen auch: In der nächsten Zeit gehen im Jahr mehr als doppelt so viele Geistliche in den Ruhestand, wie neu dazukommen. Michael Lehmann ist Personaldezernent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland:
Der Kirche gehen die Pfarrerinnen und Pfarrer aus. Auf der Landessynode der EKM, der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hat Personaldezernent Michael Lehmann am Wochenende in Erfurt über den kirchlichen Fachkräftemangel berichtet. Lehmann rechnet für das Jahr 2030 damit, dass jede vierte Pfarrstelle nicht besetzt sein wird. Schon jetzt ist mehr Pfarrpersonal im Ruhestand (964) als im aktiven Dienst (796). Personalgewinnung ist eine wichtige Aufgabe.
Fachkräftemangel gibt es in vielen Branchen – auch in der Kirche, vor allem, wenn man auf die nächsten Jahre schaut. Der Personaldezernent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hat der Synode der Landeskirche – also dem Kirchenparlament – einen Bericht vorgelegt.
Fachkräftemangel gibt es in vielen Branchen – auch in der Kirche, vor allem, wenn man auf die nächsten Jahre schaut. Der Personaldezernent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hat der Synode der Landeskirche – also dem Kirchenparlament – einen Bericht vorgelegt. Stefan Erbe berichtet.
Seelsorge ist eine der urchristlichen Aufgaben. So schreibt die Bibel über Nächstenliebe und davon, die Last des Anderen zu tragen. Seelsorge heißt, für andere da zu sein, vielleicht auch mal jemanden in den Arm zu nehmen. Aber Nähe während einer Pandemie geht natürlich nicht. Pfarrerinnen und Pfarrer haben andere Wege gefunden, um für ihre Schäfchen da zu sein, weiß Gemeindedezernent Christian Fuhrmann.
Seelsorge ist eine der urchristlichen Aufgaben. So schreibt die Bibel über Nächstenliebe und davon, die Last des Anderen zu tragen. Seelsorge heißt, für andere da zu sein, vielleicht auch mal jemanden in den Arm zu nehmen. Aber Nähe während einer Pandemie geht natürlich nicht. Pfarrerinnen und Pfarrer haben andere Wege gefunden, um für ihre Schäfchen da zu sein, weiß Gemeindedezernent Christian Fuhrmann.
Wie viele Branchen kämpfen auch die Kirchen mit Fachkräftemangel. So wie bei der Polizei, im Handwerk oder in den Schulen fehlen auch Pfarrerinnen und Pfarrer im sogenannten Verkündigungsdienst. Die Gründe kennt Thorsten Keßler aus der Kirchenredaktion.
Jede 8. Pfarrerin oder Pfarrer der EKM, der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland ist, bzw. war schon einmal von einem Burnout betroffen. Das hat eine Umfrage der Landeskirche unter ihren Geistlichen ergeben. Überraschend? Nein, sagt Personaldezernent Michael Lehmann
Auch Pfarrer haben oft Stress. Über 1100 Pfarrerinnen und Pfarrer hat die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland. 13 Prozent von ihnen sind oder waren von einem berufsbedingten Burnout betroffen. Das hat eine Studie ergeben. Weitere 33 Prozent zählen zur Risikogruppe, sagt Personaldezernent Michael Lehmann.
Auch Pfarrer haben oft Stress. Über 1100 Pfarrerinnen und Pfarrer hat die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland. 13 Prozent von ihnen sind oder waren von einem berufsbedingten Burnout betroffen. Das hat eine Studie ergeben. Weitere 33 Prozent zählen zur Risikogruppe, sagt Personaldezernent Michael Lehmann.
Mit Prävention versucht die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) seit fast 10 Jahren Missbrauch und sexualisierte Gewalt zu verhindern. Flächendeckende Fortbildungen für alle Mitarbeitenden und Hilfe für die Opfer gehören zum Konzept, sagt Oberkirchenrat Michael Lehmann.
Mit Prävention versucht die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) seit fast 10 Jahren Missbrauch und sexualisierte Gewalt zu verhindern. Flächendeckende Fortbildungen für alle Mitarbeitenden und Hilfe für die Opfer gehören zum Konzept, sagt Oberkirchenrat Michael Lehmann.
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