Reformationstag in der Lutherstadt Wittenberg
Hat er gehämmert? Oder hat er nicht? Die Rede ist von Martin Luther und dem Thesenanschlag an die Schlosskirche Wittenberg. Heute vor 508 Jahren:
Hat er gehämmert? Oder hat er nicht? Die Rede ist von Martin Luther und dem Thesenanschlag an die Schlosskirche Wittenberg. Heute vor 508 Jahren:
In Magdeburg wurde am Dienstag die Sekundarschule „LebenLernen“, eine Oskar-Kämmer-Schule, mit dem Hermann-Spier-Preis ausgezeichnet. Der Förderverein für die Neue Synagoge würdigt mit dem Preis das Engagement für jüdisches Leben in Magdeburg und beim Austausch der Kulturen und Religionen.
Rund um den morgigen Reformationstag feiern evangelische Kirchengemeinden ChurchNight. Eine etwas andere Kirchennacht mit Workshops, Gottesdienst und Party, hauptsächlich für junge Leute.
Am Sonntag rufen in Brumby die neuen Glocken der Petrikirche erstmals zu Gebet und Gottesdienst. Mitte September sind die drei neu gegossenen Glocken in den Turm eingezogen. Neben eine rund 400 Jahre alte Glocke.
Halloween oder Reformationstag? Mönsterlich-gespönsterliches Gruseln oder Luthers Thesenanschlag? Am Freitag geht’s um beides, findet Jens Lattke. Lattke ist Leiter des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
In der Börde engagiert sich der Förderverein Seehäuser Kirchen für zwei Kirchen im Ort. Die aus allen Richtungen erkennbare Laurentiuskirche und die romanische Pauluskirche, etwas erhöht auf einem Berg und doch versteckter gelegen als Laurentius.
„Der Regenwald ist die grüne Lunge der Erde“ – Den Satz haben schon Schülerinnen und Schüler in den 1990ern gelernt. Oder auch: „Wenn der Regenwald stirbt, stirbt die Erde“. Also spätestens seit den 90ern haben Menschen schon in der Schule gelernt, wie wichtig und einmalig der Regenwald ist.
Ohne Ehrenamtliche läuft vieles nicht. Menschen engagieren sich im Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in Kirche und Diakonie. In der evangelischen Landeskirche Anhalts wird dieses Engagement seit 2002 mit dem Anhalter Kreuz gewürdigt. Am Reformationstag werden vier Frauen und fünf Männer in der Christuskirche Bobbau für ihre Verdienste ausgezeichnet. Kirchenreporter Thorsten Keßler berichtet:
Stell dir vor du hattest nen schweren Unfall. Du liegst im Krankenhaus, bewusstlos, und es ist ernst. Aber niemand weiß, was du willst. Keine Ahnung, ob du nochmal an eine Maschine angeschlossen werden möchtest. Ob du willst, dass alles versucht wird. Oder ob es irgendwann genug ist.
Bis Weihnachten sind es zwar noch zwei Monate, aber die christliche Straffälligenhilfe Schwarzes Kreuz startet bereits jetzt die Aktion Weihnachtspäckchen ins Gefängnis. Für Pakete hinter Gitter braucht es nämlich ein wenig Vorlaufzeit. Kirchenreporter Thorsten Keßler stellt das Schwarze Kreuz und die Paketaktion zu Weihnachten vor.
„Freiheit ist die Abwesenheit von Angst“ hab ich die Tage mal wieder gehört und musste dann doch wieder länger drüber nachdenken. „Freiheit ist die Abwesenheit von Angst“. Der Schriftsteller Marko Martin hat mir diesen Satz in einem Interview gesagt. Aber es ging noch weiter:
Heute Nacht war Zeitumstellung von Sommerzeit auf Winterzeit. Moderne Wecker und Uhren oder eure Smartphones haben dafür einen Funkimpuls bekommen. Bei Kirchturmuhren ist die Umstellung meistens Handarbeit. Thorsten Keßler hat sich dort umgeschaut, wo sozusagen die Zeit gemacht wird.
Es gibt Situationen im Leben, die kommen vor, die sind einfach Mist. Auch wenn sich das nicht immer so anfühlt: Meistens treffen die nicht dich, sondern jemand anderen. Manchmal halt auch in deinem Umfeld.
Noch bis zum Reformationstag am Freitag sind beim Lichtwege-Kunstprojekt über 50 Kunstwerke an 22 Orten in Nordthüringen zu sehen: in Kirchen, Museen, im Kalibergwerk und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Besonders die Lichtkreuze schillern in allen Farben. Auch in einer stockdunklen Kirche hat Künstler Ludger Hinse schon Lichteffekte beobachtet.
Friedrich Merz hat sich endlich zum Stadtbild geäußert. Nach seinen Aussagen, in denen er Menschen, die nicht deutsch aussehen, implizit zum Problem erklärt hat, hatte er zunächst gar nichts erklärt und nochmal nachgelegt. Der Reporter solle doch seine Töchter fragen, was er mit „Problem im Stadtbild“ gemeint haben könnte.
Es ist echt ungerecht: Die Länder, in denen die größten Schäden entstehen und die am ärmsten sind, die bekommen auch noch zu wenig Unterstützung. Die Schäden entstehen durch den Klimawandel, die Erderhitzung, verursacht durch die Industrienationen der letzten 200 Jahre, also auch durch Deutschland. Und Unterstützung meint in dem Fall Geld für die Klimaanpassung.
Maggie Kadrum gastiert heute um halb 8 in der Kulturkirche Jena-Löbstedt. Die Sängerin und Songwriterin aus Malawi mixt Rhythmen ihrer afrikanischen Heimat mit westlichem Jazz. Daraus entsteht ihr ganz eigener Stil. Maggie Kadrum schreibt und performt ihre Musik in Tumbuka, ihrer Muttersprache, und in Englisch.
Maggie Kadrum gastiert heute um halb 8 in der Kulturkirche Jena-Löbstedt. Die Sängerin und Songwriterin aus Malawi mixt Rhythmen ihrer afrikanischen Heimat mit westlichem Jazz. Daraus entsteht ihr ganz eigener Stil. Maggie Kadrum schreibt und performt ihre Musik in Tumbuka, ihrer Muttersprache, und in Englisch.
Heute jährt sich der Todestag des Künstlers Ernst Barlach. Zu seinem Werk gehören 450 Plastiken, außerdem Tausende Zeichnungen, Skizzenbücher sowie Lithographien und Holzschnitte. Für den Magdeburger Dom hat er in den 1920er Jahren ein Antikriegsdenkmal geschaffen, erklärt Domführer Rolf Schrader.
In den Herbstferien organisiert die Evangelische Jugend in Haldensleben seit inzwischen 15 Jahren einen MMWS, einen Musik- und Medienworkshop. In der vergangenen Woche haben 50 Mädchen und Jungs ab 12 Jahren Gitarre oder Schlagzeug gelernt, Gesangsunterricht bekommen oder sie haben die Technik bedient.
Klimaschutz und Anpassung ans Klima müssen gleichzeitig passieren. Was mit den Geldern der Industriestaaten möglich ist, zeigt ein Beispiel aus Bangladesch, von dem Sabine Minninger von Brot für die Welt berichtet. Bei den heftigen Zyklonen vor rund zehn Jahren waren noch sehr viele Menschen ums Leben gekommen.
Klimaschutz und Anpassung ans Klima müssen gleichzeitig passieren. Was mit den Geldern der Industriestaaten möglich ist, zeigt ein Beispiel aus Bangladesch, von dem Sabine Minninger von Brot für die Welt berichtet. Bei den heftigen Zyklonen vor rund zehn Jahren waren noch sehr viele Menschen ums Leben gekommen.
Zwei Monate vor Weihnachten packt so manche Kirchengemeinde schon Weihnachtspäckchen. Viele machen dabei mit bei der weltweiten Aktion „Weihnachten im Schuhkarton.“ Die Idee: Schuhkartons werden weihnachtlich dekoriert, mit Geschenken gefüllt und dann an Kinder in ärmeren Ländern verteilt. Was ins Päckchen darf ist klar geregelt, sagt Matthias Hille vom CVJM Haldensleben, dem Christlichen Verein Junger Menschen.
Große Frage: Stellen wir uns den Freiheitsaufgaben, oder geben wir unsere Freiheit auf? Darum geht’s im neuen Buch von Marko Martin, aus dem er morgen Abend in der Gedenkstätte Andreasstraße liest.
Große Frage: Stellen wir uns den Freiheitsaufgaben, oder geben wir unsere Freiheit auf? Darum geht’s im neuen Buch von Marko Martin, aus dem er morgen Abend in der Gedenkstätte Andreasstraße liest.
Jeden Freitagabend trifft sich in Haldensleben die Evangelische Jugend in der Jugendkirche, oder kurz: JuKi. Dreißig, manchmal vierzig junge Leute kommen aus der Region zwischen Flechtingen, Colbitz und Niederndodeleben, sagt Kreisjugendreferent Robert Neumann.
Bei der Ökumenischen Akademie Gera-Altenburg geht’s dieses Jahr um „Krieg und Frieden“: „Gerechter Krieg“, Pazifismus, Ukrainekrieg, Palästina und Israel waren schon Thema. Am Donnerstag geht’s darum, wie die Kirche zu Krieg und Frieden steht. Es diskutieren eine evangelische Historikerin und zwei friedensbewegte Pfarrer, die heute für die militärische Unterstützung der Ukraine sind. Frank Hiddemann moderiert.
Um „Krieg und Frieden“ geht’s dieses Jahr bei der Ökumenischen Akademie Gera-Altenburg. „Gerechter Krieg“, Pazifismus, Ukrainekrieg, Palästina und Israel waren schon dran. Am Donnerstag geht’s darum wie die Kirche zu Krieg und Frieden steht. Es diskutieren eine evangelische Historikerin und zwei friedensbewegte Pfarrer, die heute für die militärische Unterstützung der Ukraine sind. Frank Hiddemann moderiert.
Die Kirche St. Simon und Judas in Hedersleben, nahe der Lutherstadt Eisleben ist die Dorfkirche mit den meisten Glocken in Sachsen-Anhalt. Acht Glocken hängen im Kirchturm, eine neunte, eine gebrauchte Glocke, steht vor der Kirche. Glocken-Recycling, sagt Tobias Jäsch, Vorsitzender des Kirchbauvereins.
Im „Sonnenhof“ in Kahlenberg bei Wutha-Farnroda gibt es Alpakas. Sie „arbeiten“ in dem Kinderwohnprojekt der Diakonie sozusagen als Therapeuten. Die knuffigen Tiere mit dem wollig-weichen Fell stehen auf der großen Wiese gleich am Eingang.
Noch bis 31. Oktober sind beim Lichtwege-Kunstprojekt über 50 Kunstwerke an 22 Orten in Nordthüringen zu sehen: in Kirchen, Museen, im Kalibergwerk und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Besonders die Lichtkreuze schillern in allen Farben. Auch in einer stockdunklen Kirche hat Künstler Ludger Hinse schon Lichteffekte beobachtet.
Die Bibel ist das erfolgreichste Buch aller Zeiten. Unter den TOP 10 taucht auf Platz 9 aber auch Harry Potter und der Stein der Weisen auf. Millionen haben die Bücher gelesen, die Filme gesehen und demnächst kommt eine Neuverfilmung als Serie.
Klaus Zebe ist Schausteller- und Zirkusseelsorger der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Er reist seiner fahrenden Gemeinde immer hinterher. Und das macht Pfarrer Zebe mit seinem eigenen Wohnwagen und teilt dann mit den Schaustellerfamilien den Alltag.
Die Bibel ist das erfolgreichste Buch aller Zeiten. Nur wenig später, auf Platz 9 kommt: Harry Potter und der Stein der Weisen. Millionen haben die Bücher gelesen oder die Filme gesehen, bald kommt eine Neuverfilmung als Serie. Philine Hommel ist Jugendpfarrerin in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und erzählt was Harry Potter mit dem Christentum zu tun hat und warum die Geschichte bis heute begeistert.
Wo ist der Ort, an dem Sie Ruhe haben, wo Sie niemand stört, Sie niemandem überraschend begegnen, keiner kommt rein … na? Auf dem Klo! Ein toller Ort, oder? Tür zu, hinsetzen, Ruhe! Ein sicherer Ort. Nur Sie und Ihr Smartphone – oder Sie nehmen das sogar extra nicht mit, damit Sie wirklich mal ein paar Minuten niemand stören kann. Nicht die Familie, keine Nachricht und kein Anruf funkt dazwischen. Wir brauchen ja solche Momente. Zeit nur für uns selbst, Me-Time.
Heute berät die CDU ihre Strategie im Umgang mit der AfD. In der Partei werden Stimmen lauter, die sagen: Durchs Ignorieren seien die Rechtsextremen nur stärker geworden. Jetzt müssten sie inhaltlich gestellt werden. Aber wer wirklich glaubt, die CDU hätte die AfD bisher ignoriert, der hat nicht verstanden, was die AfD macht.
In der Evangelischen Sekundarschule in Haldensleben war letzte Woche Musik- und Medienworkshop der Evangelischen Jugend. Knapp 50 Mädchen und Jungs ab 13 Jahren haben Musikinstrumente gelernt, Gesangsunterricht bekommen oder Kameras und Mischpulte bedient. Im Foyer der Schule wurden Bühne und Beleuchtung aufgebaut und gestern Abend als Abschluss ein Jugendgottesdienst gefeiert. Thorsten Keßler aus der Kirchenredaktion hat den Jugendlichen am Donnerstag bei den Workshops über die Schulter geschaut.
Alpakas als Therapeuten, das gibt’s im Kinderwohnprojekt „Sonnenhof“ der Diakonie in Kahlenberg bei Wutha-Farnroda. Die knuffigen Vierbeiner mit dem wollig-weichen Fell stehen auf der großen Wiese gleich am Eingang.
Das Wort „Stadtbild“ wurde schon oft benutzt. Junge Menschen, die sich „auffällig kleiden“ oder „laute Musik hören“ seien ein „Problem im Stadtbild“ hieß es in den 1950er und 60ern. In den Sit-ins, Demos, Straßentheatern und Kommunen der 68er sahen konservative Politiker ein „Verwildern des öffentlichen Raums“. In den 80ern und 90ern musste das Wort „verwahrloste Stadtbild“ wieder herhalten. Es kamen die Punks, Sprayer, Clubs, Hooligans und Neonazis.
Klaus Zebe ist Schausteller- und Zirkusseelsorger der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Er reist seiner fahrenden Gemeinde immer hinterher. Und das macht Pfarrer Zebe mit seinem eigenen Wohnwagen und teilt dann mit den Schaustellerfamilien den Alltag. Andrea Terstappen berichtet.
Die Telefonseelsorge in Dessau sucht dringend engagierte Freiwillige für den regelmäßigen Dienst am Telefonhörer. Menschen, die anderen ein wenig von ihrer Zeit schenken und zuhören. Kirchenreporter Thorsten Keßler hat Andreas Krov-Raak, den Leiter der Telefonseelsorge Dessau gefragt, was die Interessierten außer Zeit noch mitbringen sollten:
Die Bibel ist das erfolgreichste Buch aller Zeiten. Nur wenig später, auf Platz 9 kommt: Harry Potter und der Stein der Weisen. Millionen haben die Bücher gelesen oder die Filme gesehen, bald kommt eine Neuverfilmung als Serie. Philine Hommel ist Jugendpfarrerin in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und erzählt was Harry Potter mit dem Christentum zu tun hat und warum die Geschichte bis heute begeistert. Dario Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat mit ihr gesprochen.
Vor genau sechs Jahren, 2019, wurde das erste Buch von Beta Writer auf der Buchmesse veröffentlicht. Eine wissenschaftliche Abhandlung mit einer Zusammenfassung über den aktuellen Forschungsstand zu Lithium-Batterien. Und warum war das so besonderes? Weil Beta Writer eine Software mit Künstlicher Intelligenz war.
Im Sozialkaufhaus Wittenberg werden Möbel und Hausrat zu kleinen Preisen an Leute mit wenig Geld verkauft. Die Räume in einem Innenhof mitten in der Lutherstadt gehören zum Diakonischen Werk im Evangelischen Kirchenkreis Wittenberg. Menschen finden hier Sessel, Lampen und manchmal auch Lebenshilfe, sagt Geschäftsführerin Barbara Qadduri .
Noch bis 31. Oktober sind beim Lichtwege-Kunstprojekt über 50 Kunstwerke an 22 Orten in Nordthüringen zu sehen: in Kirchen, Museen, im Kalibergwerk und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Besonders die Lichtkreuze schillern in allen Farben. Auch in einer stockdunklen Kirche hat Künstler Ludger Hinse schon Lichteffekte beobachtet. Andrea Terstappen aus der Evangelischen Redaktion hat ihn getroffen.
Wenn ein Mensch stirbt, bleibt immer was zurück, der Nachlass. Fotoalben, vergilbte Briefe oder Kisten auf dem Dachboden und so weiter. Seit ein paar Jahren hat sich da aber was verändert. Es gibt noch einen zweiten Nachlass im Internet. Da sind unzählige Chat-Nachrichten und E-Mails, gespeicherte Sprachnotizen, Musik-Playlists, mehrere Social-Media-Profile und oft hunderttausende Fotos. Digitale Spuren eines Lebens, das aufgehört hat, aber irgendwie noch da ist, zumindest online.
„The war is over“, „der Krieg ist vorbei“, sagt Donald Trump in Israel. Das stimmt zwar nicht ganz, aber es gibt eine Waffenruhe, und die hält jetzt seit fast einer Woche. Immerhin! Und endlich: Die noch lebenden Geiseln sind frei! 738 Tage. So lange saßen sie teilweise angekettet in Tunneln, ohne Tageslicht und ohne Kontakt zur Außenwelt.
Meine Eltern hatten so einen Platz in der Wohnung, da kamen die alten Zeitungen hin. Konnte man ja noch verwenden zum Biomüll einwickeln oder zum Polstern von Paketen. Im Wohnzimmer und auf dem Klo lagen immer ein paar Zeitschriften rum. Wenn einem langweilig war, konnte man einfach so durchblättern und ist manchmal auf sehr spannende Artikel gestoßen.
Am Freitag ist sie zum letzten Mal erschienen: die werktägliche Printausgabe der taz. Ab dann gibt’s die Zeitung unter der Woche nur noch digital, gedruckt erscheint nur noch die Wochenausgabe am Samstag.
Menschen, die die friedliche Revolution in der DDR erlebt haben, erinnern sich in diesen Tagen an die Zeit im Herbst 1989. Für Angela Kunze-Beiküfner sind die Ereignisse eng verknüpft mit ihrer eigenen Geschichte und Biographie. Heute ist sie Studierendenpfarrerin in Magdeburg. Im Oktober 89 war sie in der Berliner Gethsemane-Kirche und hat gefastet. Gewaltfreier Protest.
Im Sozialkaufhaus Wittenberg werden Möbel und Hausrat zu kleinen Preisen an Leute mit wenig Geld verkauft. Die Räume in einem Innenhof mitten in der Lutherstadt gehören zum Diakonischen Werk im Evangelischen Kirchenkreis Wittenberg. Menschen finden hier Sessel, Lampen und manchmal auch Lebenshilfe, sagt Geschäftsführerin Barbara Qadduri.
Der evangelische Pfarrer Dieter Borchert hat sein gesamtes berufliches Leben in der Altmark verbracht. In den 1990er Jahren hat er in Leipzig Theologie studiert, aber dann:
Sieben Orte gehören zur staatlichen Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt. Die Stiftung bewahrt und erinnert an die Verbrechen während der nationalsozialistischen Diktatur und an die Menschenrechtsverletzungen in der DDR. Eine der sieben Gedenkstätten ist die Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen.
Noch in diesem Jahr wird eine 14 Tonnen schwere Glocke für das neue Geläut des Magdeburger Domes gegossen. Credamus ihr lateinischer Name, auf Deutsch: Lasst uns Glauben! Künftig die zweitschwerste Glocke in Deutschland nach der Petersglocke im Kölner Dom.
Hafenfest Tangermünde, Spargelfest Osterburg, Magdeburger Messe oder Eisleber Wiese. Pfarrer Klaus Zebe kommt herum im Land. Er ist Zirkus- & Schaustellerseelsorger der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Seine Gemeinde ist unterwegs und er fährt hinterher. Er tauft und konfirmiert, verheiratet und beerdigt. Und hört zu zwischen Autoscooter und Kettenkarussell.
Resettlement; auf Deutsch: Umsiedlung. Das Resettlement-Programm der UNO ist so eine Art Rettungsdienst. Menschen, die als Flüchtlinge anerkannt sind, die es richtig hart getroffen hat und die besonders schutzbedürftig sind, für die gibt es das Resettlement-Programm. Die Flüchtlingsabteilung der UNO ermöglicht es diesen Menschen, legal in Länder einzureisen, die dabei freiwillig mitmachen. Deutschland war seit Jahrzehnten dabei. Pro Jahr sind zwischen 200 und 1.000 Menschen auf diesem Weg nach Deutschland gekommen, also relativ wenig.
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat das geplante Ende des Aufnahmeprogramms Neustart im Team, kurz: NeST, kritisiert. NeST hat besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen bisher einen sicheren und legalen Weg aus Flüchtlingslagern zu uns nach Deutschland ermöglicht. Worum es bei NeST geht, weiß Kirchenreporter Thorsten Keßler:
Wenn ein Mensch stirbt, bleibt immer was zurück, der Nachlass. Fotoalben, vergilbte Briefe oder Kisten auf dem Dachboden und so weiter. Seit ein paar Jahren hat sich da aber was verändert. Es gibt noch einen zweiten Nachlass im Internet. Da sind unzählige Chat-Nachrichten und E-Mails, gespeicherte Sprachnotizen, Musik-Playlists, mehrere Social-Media-Profile und oft hunderttausende Fotos. Digitale Spuren eines Lebens, das aufgehört hat, aber irgendwie noch da ist, zumindest online.
In Weißenfels endet heute das Heinrich-Schütz-Musikfest. Schütz gilt als der bedeutendste deutsche Komponist des Frühbarocks. Er wurde in diesen Tagen vor 440 Jahren im thüringischen Köstritz geboren, hat seine Kindheit in Weißenfels verbracht, war Hofkapellmeister in Dresden und ist im Alter nach Weißenfels zurückgekehrt. Sein ehemaliges Wohnhaus ist heute Museum. In diesem authentischer Schütz-Ort dürft ihr selbst aktiv werden. Wie genau, hat Kirchenreporter Thorsten Keßler von Museumschef Maik Richter erfahren:
„Ich bin ganz begeistert“, sagt er, „Hier haben wir ja verschiedene Perspektiven, die aber alle sagen: Soziales wollen wir nicht ausspielen gegen Wirtschaftliches und auch nicht gegen Umwelt“. Er ist Besucher beim Klimatag, den die Klima-Allianz am Dienstag veranstaltet hat. Kannste Dir noch auf YouTube anschauen. Es war tatsächlich so: Da haben Menschen miteinander diskutiert, um herauszufinden, was wichtig ist, damit alle verantwortlichen Klimaschutz machen können.
Der demographische Wandel stellt auch die Kirchen vor Herausforderungen. Zwar verlieren sie mehr Gemeindeglieder durch Tod, als durch Austritte, aber die Zahl der Taufen und Wiedereintritte ist deutlich geringer. Die ostdeutschen Kirchen kennen die Erfahrungen als Minderheit schon lange und sind den westdeutschen Bundesländern in dieser Beziehung voraus, findet Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer. Er ist der leitende Geistliche der Evangelischen Landeskirche Anhalts.
Ein Feiertag fällt weg. Ein Arbeitstag mehr. Vielleicht mehr Wachstum. Mehr Leistung. So zumindest stellt sich das die CDU-Politikerin Gitta Connemann vor. Sie würde den Reformationstag streichen – einen christlichen Feiertag, der vielen gar nicht mehr als solcher auffällt. Die Kirchen sind leer, sagt sie. Warum also ein freier Tag?
Das Gedenken „500 Jahre Bauernkrieg“ geht in Thüringen diesen Monat zu Ende. Aber vorher gibts noch einige Highlights. Schon jetzt sieht die Bilanz ganz gut aus. Allein bei der Landesausstellung in Mühlhausen gab’s bisher über 500 oft ausgebuchte Führungen.
Wer am letzten Montag durch die Quedlinburger Innenstadt gelaufen ist, hatte die Chance eine gratis Portion warme Suppe geschenkt zu kriegen. Der gemeinnützige Verein Tafel hatte zum Tafeltag 250 Portionen Linseneintopf an Passanten verteilt. Sie wollten damit deutlich machen, wie wichtig Solidarität, Lebensmittelrettung und das Engagement von Ehrenamtlichen sind.
Jetzt wird’s also fair und gerecht beim Bürgergeld, findet jedenfalls die Bundesregierung. Der Name wird geändert (Bürgergeld heißt dann Grundsicherung), und die Regierung will den sogenannten „Totalverweigerern“ zeigen, wo der Hammer hängt.
Die „Paul Millns Band“ spielt heute Abend um 7 in der Marienkirche in Bad Berka. Der Sänger, Songschreiber und Pianist gehört zu den wohl besten Blues-Musikern Englands. Mit rauchiger Stimme und britischem Humor präsentiert Paul Millns seine Arrangements. Die Texte drehen sich auch um politische und soziale Themen und um das, was zählt im Leben.
Die „Paul Millns Band“ spielt heute Abend um 7 in der Marienkirche in Bad Berka. Der Sänger, Songschreiber und Pianist gehört zu den wohl besten Blues-Musikern Englands. Mit rauchiger Stimme und britischem Humor präsentiert Paul Millns seine Arrangements. Die Texte drehen sich auch um politische und soziale Themen und um das, was zählt im Leben.
Morgen ist internationaler Welthospiztag. Das Motto „Hospiz – Heimat für alle“ spiegelt wider, dass die Hospiz- und Palliativbewegung Menschen in ihrer letzten Lebensphase unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe, sozialem Status oder sexueller Orientierung begleitet.
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat das geplante Ende des Aufnahmeprogramms Neustart im Team, kurz: NeST, für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge kritisiert. NeST hat diesen Menschen bisher sicheren und legalen Weg aus Flüchtlingslagern zu uns nach Deutschland ermöglicht.
Vor fünf Monaten, am 6. Mai, war der erste Tag der neuen Bundesregierung. Und direkt an dem Tag hat Innenminister Alexander Dobrindt (von der CSU) das Programm „Neustart im Team“ ausgesetzt; mit sofortiger Wirkung.
Vor fünf Monaten, am 6. Mai, war der erste Tag der neuen Bundesregierung. Und direkt an dem Tag hat Innenminister Alexander Dobrindt (von der CSU) das Programm „Neustart im Team“ ausgesetzt; mit sofortiger Wirkung.
Früher war der Mariannenhof im Börde-Ort Etingen nahe Oebisfelde ein Vierseitenhof mit Ställen, Schuppen, einer Riesenscheune und einem Wohnhaus. Heute gehört das Ensemble zur Evangelischen Stiftung Neinstedt. Hier wohnen bis zu 13 Menschen mit Beeinträchtigungen. In den Ställen leben heute Kaninchen und hinter der riesigen Scheune ist der Inklusionsgarten.
Zum vierten Mal hat sie gestern zum Klima-Tag eingeladen, die Deutsche Klima-Allianz, zu der auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland gehört. Die spannenden Gespräche der verschiedenen Verbände mit Politiker:innen aus Regierung und Opposition waren erfrischend konstruktiv, wie auch einer der Besucher feststellt:
Zum vierten Mal hat sie gestern zum Klima-Tag eingeladen, die Deutsche Klima-Allianz, zu der auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland gehört. Die spannenden Gespräche der verschiedenen Verbände mit Politiker:innen aus Regierung und Opposition waren erfrischend konstruktiv, wie auch einer der Besucher feststellt:
Bei einem Fachtag für Haupt- und Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden hat sich die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland jüngst mit Rassismus in ihren Reihen beschäftigt.
Wie sensibel sind wir für Rassismus? Und wie offen, vielfältig und antirassistisch ist die evangelische Kirche? Dazu gabs letzte Woche einen Fachtag im evangelischen Landeskirchenamt in Erfurt. Eingeladen war auch der Thüringer Demokratiepreisträger Oumar Diallo.
Wie sensibel sind wir für Rassismus? Und wie offen, vielfältig und antirassistisch ist die evangelische Kirche? Dazu gabs letzte Woche einen Fachtag im evangelischen Landeskirchenamt in Erfurt. Eingeladen war auch der Thüringer Demokratiepreisträger Oumar Diallo.
In Gardelegen wird heute Nachmittag das Mahnmal „die Tür ins Nichts“ eingeweiht. Die Tür aus Stahl erinnert an Opfer des Bombenangriffs auf die Stadt in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges im März 1945. Schülerinnen und Schüler aus Gardelegen und Mieste waren an der Entstehung des Mahnmals beteiligt.
Bisher erinnern in Erfurt 9 auffällige, große „Denknadeln“ an jüdische Opfer der Nazidiktatur. Jetzt sind 15 Stolpersteine verlegt worden für weitere Erfurter Opfer des Holocaust. Elly Dora und Nathan Meyerstein wohnten in der Schmidtstedterstraße 57.
Das Gedenken „500 Jahre Bauernkrieg“ geht in Thüringen diesen Monat zu Ende. Aber vorher gibts noch einige Highlights. Schon jetzt sieht die Bilanz ganz gut aus. Allein bei der Landesausstellung in Mühlhausen gab’s bisher über 500 oft ausgebuchte Führungen.
Pfarrer beim Militär. Klingt erstmal widersprüchlich, aber schon in der Antike gab es Feldprediger und heute evangelische, katholische und jüdische Militärseelsorge. Bernhard Felmberg ist Evangelischer Bischof für die Seelsorge in der Bundeswehr oder kurz: Militärbischof:
Am 9. Oktober 1989 liefen in Leipzig 70.000 Menschen friedlich um den Ring. Schon 1 Jahr später kam die Wiedervereinigung. Diesen „Beitritt“ hatte die im März 1990 erste und letzte frei gewählte DDR-Volkskammer so entschieden.
Sie sind bei Übungen dabei, begleiten Auslandseinsätze und sie hören zu, wenn Soldatinnen und Soldaten nicht mehr weiterwissen: Militärseelsorgerinnen und -seelsorger. Wie das genau aussieht, erzählt der Leiter der Militär-Seelsorge, Militärbischof Dr. Bernhard Felmberg.
Violet Affleck, die Tochter vom Schauspieler-Paar Ben Affleck und Jenifer Garners hat vor den Vereinten Nationen gesprochen. Warum?
Karlsruhe, Osnabrück, Hannover, Hamburg, Nürnberg, Düsseldorf, München, Dresden, Berlin – in all diesen Städten und noch mehr haben sich letzte Woche Menschen getroffen und zusammen Pudding gegessen – mit Gabeln. Ja, geil!
Vier Frauen und Männer haben jüngst bei der Evangelischen Erwachsenenbildung eine Weiterbildung zum Kirchenhüter oder zur Kirchenhüterin abgeschlossen. Mit dabei war Mario Krokotsch aus Neundorf bei Staßfurt. Er hütet die evangelische Petri-Pauli-Kirche und ist der erste Kirchenhüter der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Kirchenreporter Thorsten Keßler hat ihn besucht:
Bisher erinnern in Erfurt 9 auffällige, große „Denknadeln“ an jüdische Opfer der Nazidiktatur. Jetzt sind 15 Stolpersteine verlegt worden für weitere Erfurter Opfer des Holocaust. Elly Dora und Nathan Meyerstein wohnten in der Schmidtstedterstraße 57. Andrea Terstappen aus der Evangelischen Redaktion war dabei.
Die Getreideernte ist dieses Jahr durchschnittlich. Also: besser als befürchtet und besser als in den letzten Jahren. Die waren trocken, heiß, unberechenbar. Diesmal war’s okay. Es gibt Jahre, da wächst wenig. Und es gibt Jahre, da wächst viel. Und beides ist nicht nur menschliche Leistung. Sondern auch viel Glück.
Am 9. Oktober 1989 liefen in Leipzig 70.000 Menschen friedlich um den Ring. Schon 1 Jahr später kam die Wiedervereinigung. Diesen „Beitritt“ hatte die im März 1990 erste und letzte frei gewählte DDR-Volkskammer so entschieden.
Viele Kirchengemeinden feiern heute Erntedankfest. Die Kirchen sind geschmückt mit Getreideähren, Obst und Gemüse. Auch die geflochtene Erntekrone gehört oft zur Dekoration dazu. Genau genommen ist aber Erntedank kein typisch kirchliches Fest. Dank für die Ernte wird in vielen Kulturen und Religionen gefeiert. Warum im christlich geprägten Deutschland der Termin Anfang Oktober ausgewählt wurde, weiß Kirchenreporter Thorsten Keßler.
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