Hambacher Forst

Es gibt ja immer ein erstes Mal. Ich habe heute das erste Mal gehört, dass die Polizei „HIT-Teams“ hat. HIT-Teams – Höhen-Interventions-Teams. Die sollen Menschen aus den Bäumen holen, Umweltschützer, die teilweise seit mehreren Jahren im Wald leben, um den Hambacher Forst in Nordrheinwestfalen vor der Abholzung zu bewahren.

Teilhabe statt Kaffeesatz

Die Arbeitgeber sehen die Arbeiter wie einen Becher Kaffee. Am liebsten schöpfen sie oben die Crema ab. Der Kaffee ist auch okay, aber unten im Becher da bleibt der Kaffeesatz. Der bleibt aus Sicht der Arbeitgeber wohlbemerkt – einfach über. – So beschreibt die Arbeitsmarktexpertin Lena Becher vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung der Hochschule Koblenz die Sicht vieler Arbeitgeberverbände auf die Menschen.

Was tun mit rechtsextremen Lehramtsstudenten

An der Uni Bremen gibt es zurzeit einen heftigen Streit. Eine Studentin, die auf das Grundschullehramt studiert, soll der rechtsradikalen Szene angehören. Der Allgemeine Studentenausschuss ASTA hat ein Foto der Studentin und ihren Namen an seine Tür geheftet. Darunter stehen drei Worte: „Völkisch – Nationalistisch – Rechtsradikal“.

Rechts-Sprech

In allen Staaten zu allen Zeiten hat es Ausgrenzungen gegeben. Je brutaler die Herrscher, desto stärker die Herabsetzung von „anderen“. Damit das eigene Volk glaubt, andere seien schlechter, haben die Herrscher einen Trick angewandt. Sie haben die anderen für „unrein“ erklärt. Und zwar so lange, bis die anderen nicht mehr als Menschen galten sondern als Tiere.

Weltfriedenstag

Der 1. September gilt vielen im Osten Deutschlands als Weltfriedenstag, eingeführt 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone zur Erinnerung an den deutschen Überfall auf Polen und den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die alte Bundesrepublik kennt den 1. September eher als Antikriegstag. 1957 hatte der DGB unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen am 1. September aufgerufen. Bis heute engagieren sich in Ost und West Leute gegen Krieg und Rüstung und für Frieden und Versöhnung.

Wett-Küssen

Heute schon geküsst? Ja, nein, vielleicht? Aber ganz sicher nicht vor einem Kuss-Schiedsrichter. In China geht es richtig zur Sache, wie die Frankfurter Rundschau berichtet. Da gibt es öffentliches „Um die Wette küssen“. QIXI heißt das. Dabei küssen sich Paare öffentlich auf einem Platz und eine Juri aus ausgewählten Kussexperten bewertet die Küsse. Zum Beispiel: Wie lange der Kuss denn so währt, aber nicht die Länge allein entscheidet. Wie innig küssen sich die zwei, wie überzeugend, wie glaubhaft und liebevoll sieht das Küssen bei den jeweiligen Paaren aus?

Ökumenischer Weltkirchenrat wird 70

Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Das ist seit Jahrzehnten das politische Ziel vom Ökumenischen Weltrat der Kirchen, dem ÖRK. Über eine halbe Milliarde Christen gehören ihm an. Und das, obwohl die Katholische Kirche kein offizielles Mitglied des ÖRK ist. Diese Woche nun wird der ÖRK 70 Jahre.

Jüdischer Humor

In der Schweiz gibt es demnächst eine Ausstellung, die sich jüdischen Witzen widmet. Ei, ei, ei! Geht das? Darf man das? Gibt es das – einen jüdischen Humor? – Charles Levinsky, der die Ausstellung in Zürich mitorganisiert, meint in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung auf alle Fälle, ja.

Neuer Chef von Amnesty International

Wenn einem Menschen auf der Welt Leid zugefügt wird, dann wird dieses Leid allen Menschen zugefügt. Das ist die Überzeugung der Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“. Am Donnerstag dieser Woche hat ihr neuer Generalsekretär, Kumi Naidoo in Südafrika sein Amt angetreten.

Brückenverantwortung

Das war wirklich grausig mit der Brücke bei Genua diese Woche. Es werden wohl immer noch Menschen vermisst. Die Zahl der Toten liegt weit über 20. Sich das vorstellen – kann man gar nicht. Es haben auch einige den Sturz überlebt, sind mit dem sprichwörtlichen „blauen Auge“ davongekommen.

US-Zeitungskampagne

Es gibt einen Namen, da höre ich mittlerweile am liebsten weg. Ich lass ihn deshalb einfach weg. Die Geschichte um die es geht, hat aber trotzdem mit ihm zu tun. – In den USA haben sich jetzt 350 Zeitungen zusammengetan, kleine Lokalblätter und große überregionale Zeitungen wie die New York Times.

Freihandel für Menschenhandel

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) setzt sich im Moment fantastisch für den afrikanischen Kontinent ein. Er fordert von Brüssel: Öffnet die Märkte für alle afrikanische Güter“. Landwirtschaftliche Produkte müssten zoll- und quotenfrei nach Europa eingeführt werden können.

Kontrolle und Vertrauen

Wieviel darf Dein Partner oder deine Partnerin eigentlich von Dir wissen? Alles? Oder nur das, was Du so ganz von Dir selber erzählst? Wann öffnest Du Dich am leichtesten, erzählst von Dir selber? Wenn jemand fragt, oder eher genau dann, wenn Dich keiner fragt, sondern auch mal einen Moment schweigt, Dir Zeit lässt zum freien, willigen Erzählen?

Haseloffs Sommerinterview

Da hat der Landesvater von Sachsen-Anhalt ja einen rausgehauen in der Sommerpause. Was Ministerpräsident Haseloff diese Woche der Mitteldeutschen Zeitung in die Feder diktiert hat, das war abstoßend, unmenschlich, unchristlich. Die Kritik schwankt zwischen „naiv“ und „verlogen“.

E-Sport

Sagt Dir „E-Sport“ irgendwas? Gilt zwar in Deutschland nicht als offizielle Sportart. Also beispielsweise hat der deutsche olympische Sportbund „E-Sport“ nicht in die Liste der Sportarten aufgenommen, in anderen Ländern ist das aber anders. Der Boom ist in vollem Gange: USA, Brasilien, China, Frankreich, England. Veranstalter füllen Hallen und verdienen Milliarden über Sponsoring und Werbung.

Kein Paradies auf Erden

Kosten Dich Streit und Ärger ausgerechnet mit den Menschen, die du am meisten liebhast, immer besonders viele Nerven? Mir geht das so. Egal ob mit der Partnerin oder mit den Kindern. Wenn es da knallt oder wenn sogar mal Tränen fließen – da geh ich total auf dem Zahnfleisch. Schlafe schlecht. Und so.

Was ist der Mensch

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst? Das ist ein Bibelspruch. Er fällt mir manchmal ein, wenn ich an außergewöhnlich schönen Orten bin. Im Urlaub, auf einem Berg, beim Wandern, wenn der Blick ins Weite geht. Die Welt ist so groß, aber in den Augen Gottes ist jeder einzelne Mensch wert- und würdevoll.

Recht den Elenden und Armen

Könige sollen sich nicht mit Wein betrinken und Fürsten nicht mit Bier. Das gibt eine Mutter ihrem Sohn mit auf den Weg, der König werden soll – so erzählt es die Bibel. Du könntest nämlich, meint sie, wenn du betrunken bist, vergessen, was Deine Aufgabe ist: Tu deinen Mund auf und richte in Gerechtigkeit und schaffe Recht den Elenden und Armen.

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