Zu gut für die Tonne
Du machst den Kühlschrank auf, ziehst einen Joghurt raus, guckst aufs Datum. Mist abgelaufen! Du machst den Deckel auf. Sieht normal aus, riecht normal, trotzdem kommt kurz dieser Gedanke: Lieber weg damit.
Du machst den Kühlschrank auf, ziehst einen Joghurt raus, guckst aufs Datum. Mist abgelaufen! Du machst den Deckel auf. Sieht normal aus, riecht normal, trotzdem kommt kurz dieser Gedanke: Lieber weg damit.
In der Stadtkirche von Rastenberg im Kreis Sömmerda lagert seit acht Jahren ein ganz besonderes Fass Whisky. Der Orgelförderverein rettet damit seine historische Orgel. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit Vereinsmitglied Frank Koch gesprochen über Engel, die mittrinken.
1923 – ein Dorf in der Altmark. In der Küche wird ein Brief aus Chicago vorgelesen, schon zum zehnten Mal. Der Onkel schreibt: Arbeit gibt es für jeden, Fleisch jeden Tag, und die Häuser sind höher als der Kirchturm. Amerika. Das Land, wo Milch und Honig fließt. Milch und Honig. Aus heutiger Sicht klingt das ziemlich bescheiden.
Der Hund liegt auf dem Sofa, bekommt einen Namen, ein Körbchen und zu Weihnachten vielleicht sogar ein Geschenk. Das Schwein landet als Schnitzel auf dem Teller. Beides sind Tiere. Und trotzdem ziehen die meisten Menschen da eine ziemlich klare Grenze.
„Bin gut angekommen.“ Früher war das eine klassische Nachricht, heute reicht schon ein Blick aufs Handy. Jeder Siebte teilt seinen Standort nicht nur mit freunden sondern auch dauerhaft mit der Partnerin oder dem Partner. Bei den Jüngeren fast jeder Vierte. Ihr seht, ob euer Partner noch im Büro ist, schon auf dem Heimweg oder nachts sicher zu Hause angekommen ist.
Heute ist wieder so ein Tag. Du könntest noch mit Freunden los. Aber eigentlich klingt Sofa gerade viel besser. Also absagen, Jogginghose an, Handy auf lautlos. Und endlich will niemand etwas von dir. Einfach Alleinsein, schön!
Wer den VfL Halle 96 mal spielen gesehen hat, weiß: Diese Fans sind keine klassischen Ultras. Immer gute Stimmung egal wie es steht und ziemlich laut für so einen kleinen Verein; aber so ganz ernst nehmen sie sich nicht. Von den Liedtexten bis zum Spruchband, alles immer irgendwie mit einem Augenzwinkern.
Vor zwei Minuten lag der Ehering noch am Waschbecken, direkt neben der Seife. Jetzt kniet jemand auf den Fliesen und schraubt den Abfluss ab. Badematte hoch, hinter die Waschmaschine geleuchtet, Handtücher ausgeschüttelt. Keine Spur. Der Ring ist wie vom Erdboden verschluckt.
Irgendwann kommt bei vielen Paaren dieser Satz: Wir könnten doch auch kaufen. Statt jeden Monat Miete zu überweisen, lieber die Rate fürs eigene Haus oder die eigene Wohnung zahlen. Und plötzlich geht es um die nächsten dreißig Jahre.
„Bin gut angekommen.“ Früher war das eine klassische Nachricht, heute reicht schon ein Blick aufs Handy. Jeder Siebte teilt seinen Standort nicht nur mit freunden sondern auch dauerhaft mit der Partnerin oder dem Partner. Bei den Jüngeren fast jeder Vierte. Du siehst, ob dein Partner noch im Büro ist, schon auf dem Heimweg oder nachts sicher zu Hause angekommen ist.
Mehr als zwanzig Jahre lang hing in der Dorfkirche von Andisleben bei Erfurt ein Stahlnetz unter der Decke. Es sollte Putzreste auffangen, die von einem barocken Deckengemälde heruntergebröckelt sind. Jetzt wurde dieses Bild restauriert. Ina Tuchscheerer ist Vorsitzende des Gemeindekirchenrats. Sie erzählt, wie sich das Dorf sein Bild zurückgeholt hat.
Samstag, achtzehn Uhr, die Feier beginnt um acht. Du hast vor Wochen zugesagt. Aber jetzt sitzt du auf der Bettkante und weißt: Du willst da nicht hin. Nen richtigen anderen Grund zum Absagen hast du nicht. Eine Ausrede wäre schnell gefunden. Die Wahrheit ist kürzer: keine Lust.
Zwanzig Jahre in derselben Firma, dann kommt der Brief. Die Abteilung wird gestrichen, die Zahlen geben es nicht mehr her. An seinem letzten Tag steht ein Kollege im Flur und schimpft: Der Mensch zählt hier überhaupt nichts mehr. In dieser Firma wird nur noch ums Goldene Kalb getanzt.
Mehr als zwanzig Jahre lang hing in der Dorfkirche von Andisleben bei Erfurt ein Stahlnetz unter der Decke. Es sollte Putzreste auffangen, die von einem barocken Deckengemälde heruntergebröckelt sind. Jetzt wurde dieses Bild restauriert. Dario Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat mit der Vorsitzenden des Gemeindekirchenrats Ina Tuchscheerer gesprochen, darüber, wie sich das Dorf sein Bild zurückgeholt hat.
Dreihundert Kilometer für eine Gießkanne Wasser. So sieht Grabpflege aus, wenn die Eltern oder Großeltern in der alten Heimat begraben sind. Dann kommt Post vom Friedhof. Die Liegezeit läuft ab und eine Entscheidung steht an: Verlängern ja oder nein.
Zwei Kaffee zum Mitnehmen. Dann dreht sich das Kartenlesegerät zu euch: Trinkgeld: zehn Prozent, fünfzehn Prozent, 20 Prozent. Die Verkäuferin schaut, hinter euch wartet die Schlange. Drei Knöpfe, eine Sekunde und irgendwie fühlt es sich plötzlich an wie eine kleine Prüfung.
Die Sonnencreme ist noch nicht mal leer, da liegen im Supermarkt schon wieder die Lebkuchen. Spekulatius und Dominosteine gleich daneben. Und wie jedes Jahr: großes Augenrollen. Bei einer Umfrage letztes Jahr sagten haben fast drei von vier Befragten gesagt: Weihnachtsgebäck ab September, das ist zu früh.
Eine Woche nach der Wahl in Sachsen-Anhalt. Wahrscheinlich weißt du inzwischen nicht nur, wie dein Ort gewählt hat, sondern auch dein Bruder, deine beste Freundin oder der Kollege am Schreibtisch gegenüber. Und wahrscheinlich war da auch die ein oder andere Entscheidung dabei, bei der du dir denkst: Wie kannst du nur?
Morgens um sieben vibriert das Handy. Und vibriert. Und vibriert. Dreihundert Benachrichtigungen über Nacht. Der Grund liegt ein paar Stunden zurück: abends auf dem Sofa, irgendein Video, ein fremdes Gesicht. Jemand tippt einen Kommentar, richtig gemein, richtig persönlich. Zehn Sekunden, abgeschickt, vergessen. Jetzt antwortet ihm das halbe Internet wütend. Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
Zwei Kaffee zum Mitnehmen. Dann dreht sich das Kartenlesegerät zu dir: Trinkgeld: zehn Prozent, fünfzehn Prozent, 20 Prozent. Die Verkäuferin schaut, hinter dir wartet die Schlange. Drei Knöpfe, eine Sekunde und irgendwie fühlt es sich plötzlich wie eine kleine Prüfung an.
Weißt du noch, wo du am 11. September 2001 warst? Viele können diese Frage erstaunlich genau beantworten. Welcher Raum, welcher Fernseher, wer danebenstand. Am Freitag war das 25 Jahre her.
Wenn irgendwo in Thüringen eine Kirchturmuhr stehen bleibt oder die Glocke nicht mehr läutet, klingelt bei Steffen Willing das Telefon. Sein Betrieb in Gräfenhain bei Ohrdruf betreut rund 1.800 Kirchtürme in ganz Deutschland. Er erzählt, wie es oben im Turm aussieht. Und wonach es riecht.
Seit zwölf Jahren machst du die Kasse im Verein. Du organisierst das Sommerfest, schließt auf und ab, springst immer ein, wenn jemand fehlt. Und diesen Sommer merkst du plötzlich: Du willst nicht mehr. Nur weißt du auch: Wenn du aufhörst, findet sich vielleicht niemand.
Umzugstag. Vierter Stock, kein Aufzug. Ausgerechnet die Kiste mit den Büchern kommt zum Schluss; die schwerste von allen. Oben wuchtet der Schwager sie in den Flur, wischt sich mit dem Ärmel über die Stirn und stöhnt: „Im Schweiße meines Angesichts!“ Er sagt das halb stolz und halb als Klage. Es ist ein Bibelzitat, fast Wort für Wort.
Wenn irgendwo in Thüringen eine Kirchturmuhr stehen bleibt oder die Glocke nicht mehr läutet, klingelt bei Steffen Willing das Telefon. Sein Betrieb in Gräfenhain bei Ohrdruf betreut rund 1.800 Kirchtürme in ganz Deutschland. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit ihm gesprochen – darüber, wie es oben im Turm aussieht. Und wonach es riecht.
Fünfzehn Jahre lang wartet euer Hund an der Tür, wenn ihr nach Hause kommt. Jeden Morgen dieselbe Runde, jeden Abend liegt er neben euch auf dem Sofa. Und irgendwann kommt dieser letzte Gang zum Tierarzt. Am nächsten Morgen sollt ihr wieder ganz normal zur Arbeit.
In drei Tagen ist die Trauerfeier, und du sollst reden. Alle erwarten warme Worte über einen Menschen, der oft ziemlich kalt war. Vor dir liegt das leere Blatt. Was schreibst du?
Der Maler packt zusammen, die Wände sind frisch gestrichen. Dann senkt er die Stimme: „Bar ginge auch. Ohne Rechnung wird’s ein gutes Stück billiger.“ Er wartet. Du rechnest kurz im Kopf.
41 Millionen Menschen in Deutschland spielen Videospiele. Nicht nur Jugendliche: Der durchschnittliche Gamer ist inzwischen ungefähr 40. Bis heute treffen sich Hunderttausende von ihnen auf der Gamescom in Köln. Trotzdem hält sich hartnäckig ein Vorwurf: Zocken ist Zeitverschwendung.
Supermarkt, kurz vor Feierabend. Eine zweite Kasse macht auf, und der Letzte der Schlange sprintet als Erster hin. Hinter ihm sagt eine Frau, halblaut, aber gut hörbar: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
Fünfzehn Jahre lang wartet dein Hund an der Tür, wenn du nach Hause kommst. Jeden Morgen dieselbe Runde, jeden Abend liegt er neben dir auf dem Sofa. Und irgendwann kommt dieser letzte Gang zum Tierarzt. Am nächsten Morgen sollst du wieder ganz normal zur Arbeit.
Seit gestern geht es endlich wieder los. Die Bundesligasaison ist gestartet. Und für Millionen Fans heißt es wieder jedes Wochenende: Wie spielt mein Verein? – „Mein Verein, unsre Jungs“ … das sagt sich erstaunlich selbstverständlich. Denn während im Leben vieles kommt und geht, bleibt der Fußballverein oft ein Leben lang derselbe. Egal ob Meisterschaft, Abstieg oder zehn Jahre Mittelmaß. Das Lieblingsteam wechselt niemand einfach so.
Ein Folkfestival in Galicien, Anfang August. Auf der Bühne steht eine Band, die Klezmer spielt. Und plötzlich fliegen Steine. Dobranotch wurde von Musikern aus St. Petersburg gegründet und spielt Balkanmusik, russische und auch jüdische Musik. Vorher hatten die Veranstalter gefragt: Wir unterstützen Palästina, im Publikum werden Fahnen zu sehen sein. Ist das okay? Die Band sagte: kein Problem. Nur politische Statements auf der Bühne geben, das wollen sie nicht.
Im Gemeinderat stöhnen alle, wenn sie die Tagesordnung sehen: wieder die Umgehungsstraße. Im Sportverein ist es die Beitragserhöhung, in der Familie das Erbe. Jedes Mal Streit, jedes Mal das selbe Thema: Der Stein des Anstoßes eben. Aber: Wer hat den Stein da eigentlich hingelegt?
Die Sommerferien sind vorbei. Und gefühlt waren wieder alle irgendwo. Am Strand, in den Bergen, am See oder beim Städtetrip. 274 Millionen mehrtägige Reisen haben die Deutschen vergangenes Jahr gemacht. So viele Inlandsreisen wie nie.
Abends auf dem Sofa, zwei schnelle Klicks und morgen klingelt der Paketbote. Einkaufen war noch nie so bequem. Nur: Während das Paket kommt, macht irgendwo in Deutschland gerade wieder ein Laden zu, für immer zu.
Das ist dir vielleicht selbst letzte Woche passiert: Du bist schon um zwei Uhr mit allem fertig. Die Mails sind beantwortet, die Aufgaben erledigt, für heute steht nichts mehr an. Feierabend wäre eigentlich logisch. Nur sitzen um dich herum alle noch vor ihren Bildschirmen. Also bleibst du auch.
Eine Tasche. Mehr nimmst du nicht mit, sonst fällst du auf. Kein Fotoalbum, kein Abschiedsbesuch bei Oma. Denn Abschied verrät dich. Sommer 1961. Wer aus der DDR raus will, geht durch Berlin, das letzte Schlupfloch. Allein am letzten Tag waren es rund 2.400 Menschen. Dann, über Nacht: Stacheldraht quer durch die Stadt. Später Beton. Am Donnerstag war das 65 Jahre her.
Der große Bruder baut die Falle am Nachmittag: ein Becher Wasser, oben auf der Kinderzimmertür, fein ausbalanciert. Dann kommt sein Kumpel vorbei. Zwei Stunden später hat er den Becher vergessen und tappt in seine eigene Falle. Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird heute gefeiert: Schulaufnahme oder Einschulung mit Zuckertüten, die größer sind als die Kinder dahinter. Und Montag früh steht dann der allererste Schulweg an.
Abends auf dem Sofa, zwei schnelle Klicks und morgen klingelt der Paketbote. Einkaufen war noch nie so bequem. Nur: Während das Paket kommt, macht irgendwo in Deutschland gerade wieder ein Laden zu, für immer zu.
Beim größten Metal-Festival der Welt, dem Wacken Open Air, wurde in der ersten Augustwoche nicht nur Musik gemacht: Auf dem Parkplatz der Wackener Dorfkirche wurde auch getrunken – für den guten Zweck. Genauer: für zwei gute Zwecke gleichzeitig. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit Pastorin Alisa Mühlfried gesprochen; und mit einem 78-Jährigen, den in Wacken alle nur Opa Günni nennen.
Beim größten Heavy Metal-Festival der Welt, dem Wacken Open Air wurde in der ersten Augustwoche eine Menge Musik gemacht und einiges an Bier konsumiert. Auch auf dem Parkplatz der Wackener Dorfkirche wurde getrunken – für den guten Zweck. Genauer: für zwei gute Zwecke gleichzeitig, erzählen Wacken-Pastorin Alisa Mühlfried und der Gründer des Vereins Lautstark gegen Krebs.
Holy Ground – heiliger Boden: So nennen Metal-Fans das Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. Vor gut einer Woche ist dort das größte Metal-Festival der Welt zu Ende gegangen – zum 35. Mal, 85.000 Besucher. Und mitten im Getümmel stand eine Tür die ganze Woche offen: die der Dorfkirche. Pastorin Alisa Mühlfried von der evangelischen Kirchengemeinde Wacken erzählt von der Stille im wohl lautesten Dorf Deutschlands.
Lisa vom Kundenservice ist immer freundlich, antwortet in Sekunden, macht nie Feierabend. Kein Wunder: Lisa ist keine Person, Lisa ist ein Programm. Genau das muss sie dir jetzt sagen. Seit ein paar Tagen gelten die Transparenzregeln des EU-KI-Gesetzes. Chatbots müssen sich beim ersten Kontakt als KI zu erkennen geben. Täuschend echte KI-Videos brauchen ein Kennzeichen, ungeprüfte KI-Texte auch. Wer trickst, riskiert bis zu 15 Millionen Euro Strafe.
Ein Sternekoch serviert sein Menü. Noch vor dem ersten Bissen fragt ein Gast: „Haben Sie auch Ketchup?“ „Perlen vor die Säue“, murmelt der Koch. Vergebene Liebesmühe für dieses Publikum.
Holy Ground – heiliger Boden: So nennen Metal-Fans das Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. Vor gut einer Woche ist dort das größte Metal-Festival der Welt zu Ende gegangen – zum 35. Mal, 85.000 Besuchern. Und mitten im Getümmel stand eine Tür die ganze Woche offen: die der Dorfkirche. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit Pastorin Alisa Mühlfried von der evangelischen Kirchengemeinde Wacken gesprochen – über die Stille im wohl lautesten Dorf Deutschlands.
Stellt euch vor ihr lauft von der Arbeit nach Hause. Zwischen zwei Autos sehr ihr einen ordentlich gefalteten Zwanzig-Euro-Schein. Weit und breit niemand zu sehen. Ihr hebt ihn auf. Und jetzt?
Er druckst den ganzen Abend herum. Beim Essen, beim zweiten Bier. Dann kommt es raus: dreitausend Euro braucht er. Nur für ein paar Monate. Du bist der Einzige, den er fragen kann. Ihr kennt euch seit der Schulzeit.
Mit der Gießkanne durch den eigenen Garten schleichen. Im Dunkeln, damit es keiner sieht. So weit sind wir in diesem Sommer schon gekommen. Über 80 Landkreise, Städte und Wasserversorger schränken die Wasserentnahme ein, quer durch Deutschland, von München bis Sachsen-Anhalt. Meistens heißt das: kein Wasser mehr aus Flüssen, Bächen und Seen pumpen. Manche Kreise gehen noch weiter: kein Rasensprengen und kein Blumengießen mehr. Mal gilt das nur tagsüber, mal rund um die Uhr. Aber wer erwischt wird, riskiert im Extremfall ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.
Beim Familienfest erzählt wieder jemand, wie großartig seine Firma läuft. Ein halbes Jahr später ist sie pleite. Dann sagt oft jemand mit einem kleinen Lächeln: „Hochmut kommt vor dem Fall.“ Aber woher stammt dieser Satz?
Wer an Blutkrebs erkrankt, braucht oft die Stammzellen eines fremden Menschen. Deshalb werden in der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Menschen erfasst, die bereit wären zu spenden. Auch auf dem Wacken Open Air, wo heute die ersten Fans anreisen, wirbt die DKMS um Spender. Simone Henrich von der DKMS gesprochen sagt, was jeder selbst gegen Blutkrebs tun kann und wie die Spendersuche in Wacken angefangen hat.
Ein Paar wünscht sich seit Jahren ein Kind. Sie haben alles versucht. Nichts hat funktioniert. Schließlich erklärt sich eine andere Frau bereit, das Kind für sie auszutragen. Nach neun Monaten gibt sie das Baby ab – so wird es vereinbart. Leihmutterschaft heißt das.
Wer einer Idee von Anfang an folgt, treu, lange bevor sie groß wird, der ist ein Jünger der ersten Stunde. Die ersten Fans von einer Band, die schon damals im Jugendzentrum kein Konzert verpasst haben. Oder der Mitarbeiter, der schon dabei war, als die Firma ihren Hauptsitz noch in der Garage hatte, das sind Jünger der ersten Stunde.
Wer an Blutkrebs erkrankt, braucht oft die Stammzellen eines fremden Menschen. Deshalb werden in der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Menschen erfasst die bereit wären zu spenden. Auch auf dem Wacken Open Air, wo heute die ersten Fans anreisen, wirbt die DKMS um Spender. Dario Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat mit Simone Henrich von der DKMS gesprochen – darüber, was jeder selbst gegen Blutkrebs tun kann und wie die Spendersuche in Wacken angefangen hat.
Jetzt in den Sommerferien geraten viele Tierheime an ihre Grenzen. Manche Tiere werden abgegeben, andere sogar einfach ausgesetzt. Wenn sie Glück haben, landen sie in einem Tierheim und bekommen noch einmal die Chance auf ein neues Zuhause.
Im Urlaub passiert manchmal etwas Merkwürdiges. Plötzlich erzählen Menschen Dinge, über die sie zu Hause jahrelang geschwiegen haben. Im Hotel, auf einer Wanderung oder am Strand entstehen Gespräche, die im Alltag nie stattfinden würden.
Die größte Kita Deutschlands ist kein Gebäude mit Personal und Warteliste. Sie heißt Oma und Opa. Fast jedes zweite Kind unter sechs wird in Deutschland von den Großeltern mitbetreut; mal spontan, mal jede Woche fest. Nach der Kita, weil beide Eltern arbeiten oder auch mal Zeit für sich brauchen. Ohne die Großeltern läuft in vielen Familien gar nichts.
Im Urlaub passiert manchmal etwas Merkwürdiges. Plötzlich erzählen Menschen Dinge, über die sie zu Hause jahrelang geschwiegen haben. Im Hotel, auf einer Wanderung oder am Strand entstehen Gespräche, die im Alltag nie stattfinden würden.
„Die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut.“ Der Spruch fällt meistens, wenn irgendwo Chaos herrscht. Im Büro, in der Politik, in einer Behörde: Die eine Abteilung verspricht etwas, die andere weiß von nichts. Kurz: Niemand hat den Überblick.
Stell dir vor, die Polizei würde sagen: Um schwere Straftaten gegen Kinder besser zu verhindern, schauen wir künftig in alle privaten Briefe. Wahrscheinlich würden viele sofort sagen: Das geht zu weit.
Ausgerechnet Fischstäbchen stehen gerade sinnbildlich für die Russlandpolitik der Europäischen Union. Eigentlich wollte die EU in dieser Woche ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland beschließen. Daraus wurde aber nichts. Immerhin konnten sich die Mitgliedstaaten darauf einigen, den bisherigen Preisdeckel für russisches Öl erstmal beizubehalten. Ohne diese Entscheidung wäre er am Mittwoch automatisch gestiegen, dann hätte Russland sogar mehr Einnahmen erzielt.
Fast überall in Deutschland verlieren die Kirchen Mitglieder. Viele Menschen hier in Ostdeutschland sind schon seit Generationen ohne Kirche aufgewachsen. Ausgerechnet bei Freiberg in Sachsen erlebt ein Pfarrer – Dr. Justus Geilhufe – volle Gemeinderäume, und steigende Taufzahlen.
Warum gibt es Gewalt, Krieg, Rassismus und Antisemitismus? Warum reicht es oft, dass jemand anders aussieht, anders glaubt oder anders lebt? Warum hassen Menschen andere Menschen? Studien aus der Sozialpsychologie und Gewaltforschung sagen grob: Hass und Gewalt entstehen besonders dort, wo Menschen sich bedroht, gedemütigt oder ihrer Kontrolle beraubt fühlen. Und mit der Idee, schuld daran müsse jemand anderes sein.
Da wartet jemand seit Monaten auf die Beförderung, die immer versprochen und nie ausgesprochen wird. Und ein Kollege zuckt mit den Schultern und sagt: „Alles hat seine Zeit“. Gemeint ist meistens einfach: Hab Geduld, es wird schon.
Fast überall in Deutschland verlieren die Kirchen Mitglieder. Viele Menschen hier in Ostdeutschland sind schon seit Generationen ohne Kirche aufgewachsen. Ausgerechnet bei Freiberg in Sachsen erlebt ein Pfarrer Dr. Justus Geilhufe aber volle Gemeinderäume, und steigende Taufzahlen. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit ihm gesprochen.
Du willst wissen, warum vor deiner Haustür monatelang gebaut wird, obwohl kaum etwas vorangeht. Oder weshalb ein Ministerium Millionen für etwas ausgegeben hat, das schief gelaufen ist. Oder wer sich mit wem getroffen hat, bevor eine wichtige Entscheidung gefallen ist. Genau für solche Fragen gibt es das Informationsfreiheitsgesetz.
Mit 18 ausziehen, auf eigenen Beinen stehen, erstes WG-Zimmer, erste eigene Küche – so sah lange das Bild vom Erwachsenwerden aus. Und jetzt zeigt eine neue Zahl: Jeder dritte 25-Jährige in Deutschland wohnt noch bei den Eltern.
Es wird als der große Skandal der WM 2026 in Erinnerung bleiben: Der Fall um den US-Stürmer Folarin Balogun. Balogun hat gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen. Eigentlich heißt das: mindestens ein Spiel Sperre. Im Fall Balogun hat die FIFA die Sperre aber dann zur Bewährung ausgesetzt, sodass er im Achtelfinale gegen Belgien doch spielen durfte. Grund dafür war wahrscheinlich der Anruf von Präsident Trump beim Fifa-Chef Gianni Infantino.
Mit 18 ausziehen, auf eigenen Beinen stehen, erstes WG-Zimmer, erste eigene Küche – so sah lange das Bild vom Erwachsenwerden aus. Und jetzt zeigt eine neue Zahl: Jeder dritte 25-Jährige in Deutschland wohnt noch bei den Eltern.
Wer den Cent nicht ehrt, ist des Euros nicht wert. Den Satz kennt jeder, so oder ähnlich. Er fällt beim ersten Sparschwein in der Kindheit oder wenn jemand 2 Cent auf dem Boden findet und aufhebt. Eine kleine Lehre vom Sparen, schnell gesagt und schnell geglaubt.
Tradition in der Kirche klingt erstmal harmlos. Nach alten Liedern, vertrauten Ritualen, vielleicht ein bisschen mehr Weihrauch. Aber bei den Piusbrüdern geht es um deutlich mehr. Sie lehnen zentrale Reformen der katholischen Kirche ab – darunter Religionsfreiheit, das moderne Verständnis von Kirche und die Ökumene – also die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche.
Das Thema Organspende ist zurück im Bundestag. Noch vor der parlamentarischen Sommerpause wird über die Widerspruchslösung diskutiert. Damit wäre grundsätzlich jeder Organspender, der nicht ausdrücklich Nein sagt. Friederike Spengler ist Regionalbischöfin von Gera-Weimar. Was findet sie bei der Organspende wichtig?
Vor zehn Jahren haben die Briten für den Brexit gestimmt. Für manche klang das damals nach Freiheit: weniger Brüssel, dafür mehr Kontrolle und mehr wirtschaftliche Chancen. Ein Land, das sich losmacht und dadurch stärker sein wollte. Heute, zehn Jahre später, sind diese Hoffnung gestorben.
Jemand wirkt freundlich, zuvorkommend, fast zu nett – und am Ende stellt sich heraus, dass hinter dem Lächeln etwas ganz anderes steckte. Dann fällt schnell der Satz: ein Wolf im Schafspelz.
Das Thema Organspende ist zurück im Bundestag. Noch vor der parlamentarischen Sommerpause wird über die Widerspruchslösung diskutiert. Damit wäre grundsätzlich jeder Organspender, der nicht ausdrücklich Nein sagt. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit der Regionalbischöfin von Gera-Weimar Dr. Friederike Spengler gesprochen – darüber was bei der Organspende wichtig ist.
Sonne, Pommes und Abkühlung. Gerade wenn‘s so warm ist wie aktuell, sind Freibäder und Badeseen die wenigen Orte, an denen es wirklich angenehm ist. Blöd, wenn da nicht alle reingelassen werden. Im Heidebad in Halle ist in der Woche eine Grundsatzfrage entstanden. Dort gilt seit Kurzem: Wer nicht ausreichend Deutsch versteht, kommt nicht rein.
Zu wenige Menschen haben einen Organspendeausweis. Deshalb wird im Bundestag noch vor der Sommerpause wieder über die Widerspruchsregelung gesprochen. Also über die Idee: Wer nicht ausdrücklich Nein sagt, ist Organspender. Menschen sterben, weil kein Organ da ist. Diese Widerspruchsregelung würde das Problem wahrscheinlich schnell beheben.
Diese Hitze ist tagsüber schon schlimm genug aber richtig gefährlich wird es oft nachts. Wenn die Temperatur nicht mehr unter 20 Grad sinkt, spricht man von einer Tropennacht. Und diese Nächte nehmen in Europa zu.
Europa merkt gerade einmal mehr, wie abhängig es digital immer noch ist. Auslöser ist ein Streit um zwei KI-Modelle aus den USA: Mythos und Fable 5. Mythos heißt das Modell, das gar nicht veröffentlicht wurde, weil es wohl sehr gut zum Hacken genutzt werden konnte. Anthropic, die Firma dahinter, hatte es nur ausgewählten Unternehmen zugänglich gemacht. Die konnten damit dann vor dem Release ihre Sicherheitslücken finden und schließen.
Manchmal fragt einfach jemand „wie geht’s“ und dann kommt alles auf einmal raus. Der Ärger über den Chef, die Sorge um die Mutter und alles was seit Wochen drückt. Hinterher fühlt sich alles leichter an. Es tut halt einfach gut, mal richtig sein Herz auszuschütten.
Zu wenige Menschen haben einen Organspendeausweis. Deshalb wird im Bundestag noch vor der Sommerpause wieder über die Widerspruchsregelung gesprochen. Also über die Idee: Wer nicht ausdrücklich Nein sagt, ist Organspender. Menschen sterben, weil kein Organ da ist. Diese Widerspruchsregelung würde das Problem wahrscheinlich schnell beheben.
Google will in den USA bis zu 64 Millionen Stechmücken freisetzen. Das klingt erstmal wie der Anfang von einem schlechten Film. Tatsächlich geht es um ein ernstes Problem: Stechmücken sind mit Abstand das tödlichste Tier der Welt. Sie übertragen Krankheiten wie Dengue, Zika oder Gelbfieber. Daran sterben weltweit jedes Jahr fast eine Million Menschen.
Anonym, abends, online und offen für alle. Das ist die Chatseelsorge der Evangelischen Kirche auf Chatseelsorge.de. Wir haben mit Pastor Achim Blackstein gesprochen. Der ist einer der digitalen Seelsorger und weiß, was es heißt, Menschen nicht nur im Pfarrhaus, sondern auch im Chat zu begleiten.
Glückwünsche gehen raus an Erfurt. Die Stadt ist laut Glücksatlas 2026 die glücklichste Großstadt Deutschlands. Irgendwas scheinen die da richtig zu machen. Mit 7,74 Punkten liegt Erfurt vor Augsburg und Düsseldorf. Gründe dafür sind vergleichsweise niedrige Mieten, hohe Umweltqualität und eine recht gute wirtschaftliche Lage. Auch Halle hat sich weiter verbessert: von Platz 14 im letzten Jahr auf Platz 12. Leipzig lag 2025 noch direkt dahinter auf Rang 15 – und ist jetzt nur noch auf Platz 24.
Am Küchentisch geht es um den Nachbarn, der schon wieder zu laut Musik hört – und im selben Moment dreht der eigene Sohn die Boxen auf. Manchmal sehen wir bei anderen ganz genau, was im eigenen Wohnzimmer gerade passiert und trotzdem nicht auffällt. Dafür gibt es eine Redewendung, die fast jeder kennt: den Splitter im Auge des anderen sehen, aber den Balken im eigenen nicht erkennen.
Anonym, abends, online und offen für alle. Das ist die Chatseelsorge der Evangelischen Kirche auf Chatseelsorge.de. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit Pastor Achim Blackstein gesprochen. Der ist einer der digitalen Seelsorger und weiß, was es heißt, Menschen nicht nur im Pfarrhaus, sondern auch im Chat zu begleiten.
Gibt es etwas, das du noch nie jemandem gesagt hast? Vielleicht einen Fehler, der dir nachhängt. Eine Angst, die dir peinlich ist? Oder eine Geschichte, bei der du nicht einmal weißt, wo du anfangen sollst.
Eins der krassesten Gebäude in Deutschland könnt ihr aktuell noch kostenlos besuchen. Noch, denn der Kölner Dom kostet bald Eintritt. Zwölf Euro für alle, die ihn als Sehenswürdigkeit besuchen wollen. Wer beten will oder zum Gottesdienst kommt, kann natürlich weiter kostenlos rein.
Seit Wochen wird wieder darüber debattiert, ob Menschen künftig noch länger arbeiten sollen. Rentenalter hoch, sagen die einen. Das sei nötig, weil immer weniger Jüngere für immer mehr Ältere zahlen. Die anderen sagen: Viele schaffen jetzt schon kaum bis zur Rente.
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