Heiligenverehrung bei Protestanten

Ein Wochenende, zwei kirchliche Feste: Gestern Reformationstag, heute Allerheiligen. Gestern evangelische, heute katholisch. Pfarrer Bernd Prigge aus dem Augustinerkloster Erfurt weiß, was Allerheiligen ist und warum Protestanten nicht mitfeiern.

Heiligenverehrung im Alltag

Der Mann, der den Evangelischen die Heiligenverehrung abgewöhnt hat, verdankt einer Heiligen sein Leben. So hat er es jedenfalls selbst erzählt. Sommer 1505, ein Gewitter bei Erfurt. Ein Blitz wirft den jungen Jura-Studenten zu Boden. Er hat Todesangst und schreit: „Hilf, heilige Anna! Wenn ich überlebe gehe ich ins Kloster“. Er überlebt und zwei Wochen später tritt er ins Kloster ein. Sein Name war Martin Luther, wurde gestern mit dem Reformationstag gefeiert.

Heiligenverehrung bei Protestanten

Ein Wochenende, zwei kirchliche Feste: Gestern Reformationstag, heute Allerheiligen. Heute feiern Evangelische Christen aber gar nicht. Dario Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat mit Pfarrer Bernd Prigge gesprochen, darüber, was Allerheiligen eigentlich ist und warum Protestanten nicht mitfeiern.

Protestanten und Heilige

Gestern der evangelische Reformationstag, das Hochamt des Protestantismus. Heute Allerheiligen, ein wichtiger katholischer Feiertag. Allerheiligen war vor über 500 Jahren womöglich auch der Grund dafür, dass Martin Luther seine Thesen am 31. Oktober veröffentlicht hat. Denn am 1. November soll Kurfürst Friedrich der Weise den Menschen seine Reliquiensammlung gezeigt haben. Die Stadt war also voller Menschen, denen Martin Luther seine Thesen präsentieren wollte. Welche Bedeutung Allerheiligen hat, erklärt Bernd Prigge, Pfarrer im Augustinerkloster Erfurt.

AfD gehackt – darfst du dich freuen_

Ein Datenleck ist normalerweise eine schlechte Nachricht. Aber diese Wochen klatschen viele Beifall. Hacker haben AfD-Server geknackt. Über 421.000 Mails stehen jetzt im Netz, offenbar bis zur Parteispitze. Die AfD spricht von ein paar alten Postfächern, aber es sind auch neuere E-Mails aus diesem Jahr dabei.

Wer hat an der Uhr gedreht

Heute Nacht gibt die Uhr uns eine Stunde zurück. Klingt nett, hat aber den Haken, dass es ab morgen schon gegen fünf dunkel wird. – Eigentlich will die Zeitumstellung ja kaum einer. 71 Prozent sind laut einer neuen DAK-Umfrage für die Abschaffung. Bei den Jüngeren kippt die Stimmung. Nur noch die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen will das Gedrehe loswerden. Vor einem Jahr waren es noch zwei Drittel.

Besondere Gottesdienste in Münchenbernsdorf

Sonntagmorgen, Glockenläuten, Kirchenbank – das ist die eine Art, Gottesdienst zu feiern. In Münchenbernsdorf bei Gera gibt es noch ein paar mehr. Pfarrerin Stefanie Schwalbe hat schon an vielen anderen Orten Gottesdienst gefeiert.

Besondere Gottesdienste in Münchenbernsdorf

Sonntagmorgen, Glockenläuten, Kirchenbank – das ist die eine Art, Gottesdienst zu feiern. In Münchenbernsdorf bei Gera gibt es noch ein paar mehr. Dario Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat Pfarrerin Stefanie Schwalbe gefragt, wo sie schon überall Gottesdienst gefeiert hat.

In getrennten Betten

Er schnarcht, sie bewegt sich im Schlaf. Sie liest bis eins, er steht um fünf auf. Einer braucht das Fenster offen, der andere friert. Irgendwann fällt dann diese Frage, die sich fast ein bisschen wie ein Geständnis anhört: Sollen wir vielleicht getrennt schlafen?

Ragebait

Samstagnachmittag, Kaffee bei Oma. Der Onkel rührt in seiner Tasse und sagt: „Die jungen Leute wollen ja heute alle nicht mehr arbeiten.“ Dann lehnt er sich zurück. Und wartet. Dafür gibt es ein Wort: Ragebait – Wutköder. Gerade auch zum Jugendwort des Jahres gekürt. Es kommt aus dem Internet: Posts, die einen absichtlich auf die Palme bringen sollen. Wut bringt Kommentare, Kommentare bringen Reichweite. Und Reichweite bringt Geld. Aber das Prinzip funktioniert auch ohne Handy im echten Leben.

Brennen für die Orgel: Whisky für die Orgelsanierung in Rastenberg

Die Evangelische Kirchengemeinde im thüringischen Rastenberg an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt brennt für die Orgel der Stadtkirche Unserer lieben Frauen. Im wahrsten Sinne des Wortes, sagt Frank Koch vom Orgelförderverein.

Aufgeben oder dranbleiben

Erst war dein Kind Feuer und Flamme. Das Instrument wurde gekauft, jede Woche geht es zum Unterricht. Und jetzt steht es plötzlich vor dir und sagt: „Ich will da nicht mehr hin.“ Vielleicht ist die Sache ganz einfach. Kindheit ist schließlich zum Ausprobieren da. Nicht jedes Hobby muss zur Leidenschaft fürs Leben werden. Und wenn du dein Kind jede Woche zum Klavierunterricht schleifst, obwohl es längst keine Freude mehr daran hat, lernt es vielleicht vor allem eines: Meine Eltern entscheiden, wann ich aufhören darf.

Ein Whiskyass renoviert die Orgel in Rastenberg

In der Stadtkirche von Rastenberg im Kreis Sömmerda lagert seit acht Jahren ein ganz besonderes Fass Whisky. Der Orgelförderverein rettet damit seine historische Orgel. Wir haben mit Vereinsmitglied Frank Koch gesprochen über Engel, die mittrinken.

Das Land, wo Milch und Honig fließt / Milch und Honig versprechen?

1923 – ein Dorf in der Altmark. In der Küche wird ein Brief aus Chicago vorgelesen, schon zum zehnten Mal. Der Onkel schreibt: Arbeit gibt es für jeden, Fleisch jeden Tag, und die Häuser sind höher als der Kirchturm. Amerika. Das Land, wo Milch und Honig fließt. Milch und Honig. Aus heutiger Sicht klingt das ziemlich bescheiden.

Ein Whiskyass renoviert die Orgel in Rastenberg

In der Stadtkirche von Rastenberg im Kreis Sömmerda lagert seit acht Jahren ein ganz besonderes Fass Whisky. Der Orgelförderverein rettet damit seine historische Orgel. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit Vereinsmitglied Frank Koch gesprochen über Engel, die mittrinken.

Standort mit dem Partner teilen?

„Bin gut angekommen.“ Früher war das eine klassische Nachricht, heute reicht schon ein Blick aufs Handy. Jeder Siebte teilt seinen Standort nicht nur mit freunden sondern auch dauerhaft mit der Partnerin oder dem Partner. Bei den Jüngeren fast jeder Vierte. Ihr seht, ob euer Partner noch im Büro ist, schon auf dem Heimweg oder nachts sicher zu Hause angekommen ist.

Ärger beim VfL Halle 96

Wer den VfL Halle 96 mal spielen gesehen hat, weiß: Diese Fans sind keine klassischen Ultras. Immer gute Stimmung egal wie es steht und ziemlich laut für so einen kleinen Verein; aber so ganz ernst nehmen sie sich nicht. Von den Liedtexten bis zum Spruchband, alles immer irgendwie mit einem Augenzwinkern.

Standort mit dem Partner teilen

„Bin gut angekommen.“ Früher war das eine klassische Nachricht, heute reicht schon ein Blick aufs Handy. Jeder Siebte teilt seinen Standort nicht nur mit freunden sondern auch dauerhaft mit der Partnerin oder dem Partner. Bei den Jüngeren fast jeder Vierte. Du siehst, ob dein Partner noch im Büro ist, schon auf dem Heimweg oder nachts sicher zu Hause angekommen ist.

Barock-Gema¨lde in der Andislebener Dorfkirche

Mehr als zwanzig Jahre lang hing in der Dorfkirche von Andisleben bei Erfurt ein Stahlnetz unter der Decke. Es sollte Putzreste auffangen, die von einem barocken Deckengemälde heruntergebröckelt sind. Jetzt wurde dieses Bild restauriert. Ina Tuchscheerer ist Vorsitzende des Gemeindekirchenrats. Sie erzählt, wie sich das Dorf sein Bild zurückgeholt hat.

Barock-Gema¨lde in der Andislebener Dorfkirche

Mehr als zwanzig Jahre lang hing in der Dorfkirche von Andisleben bei Erfurt ein Stahlnetz unter der Decke. Es sollte Putzreste auffangen, die von einem barocken Deckengemälde heruntergebröckelt sind. Jetzt wurde dieses Bild restauriert. Dario Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat mit der Vorsitzenden des Gemeindekirchenrats Ina Tuchscheerer gesprochen, darüber, wie sich das Dorf sein Bild zurückgeholt hat.

Trinkgeldmaschine

Zwei Kaffee zum Mitnehmen. Dann dreht sich das Kartenlesegerät zu euch: Trinkgeld: zehn Prozent, fünfzehn Prozent, 20 Prozent. Die Verkäuferin schaut, hinter euch wartet die Schlange. Drei Knöpfe, eine Sekunde und irgendwie fühlt es sich plötzlich an wie eine kleine Prüfung.

Lebkuchen im September

Die Sonnencreme ist noch nicht mal leer, da liegen im Supermarkt schon wieder die Lebkuchen. Spekulatius und Dominosteine gleich daneben. Und wie jedes Jahr: großes Augenrollen. Bei einer Umfrage letztes Jahr sagten haben fast drei von vier Befragten gesagt: Weihnachtsgebäck ab September, das ist zu früh.

Ein Leben nach der Wahl

Eine Woche nach der Wahl in Sachsen-Anhalt. Wahrscheinlich weißt du inzwischen nicht nur, wie dein Ort gewählt hat, sondern auch dein Bruder, deine beste Freundin oder der Kollege am Schreibtisch gegenüber. Und wahrscheinlich war da auch die ein oder andere Entscheidung dabei, bei der du dir denkst: Wie kannst du nur?

Wer Wind sät, wird Sturm ernten

Morgens um sieben vibriert das Handy. Und vibriert. Und vibriert. Dreihundert Benachrichtigungen über Nacht. Der Grund liegt ein paar Stunden zurück: abends auf dem Sofa, irgendein Video, ein fremdes Gesicht. Jemand tippt einen Kommentar, richtig gemein, richtig persönlich. Zehn Sekunden, abgeschickt, vergessen. Jetzt antwortet ihm das halbe Internet wütend. Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

Der Mann für die Kirchturmuhr

Wenn irgendwo in Thüringen eine Kirchturmuhr stehen bleibt oder die Glocke nicht mehr läutet, klingelt bei Steffen Willing das Telefon. Sein Betrieb in Gräfenhain bei Ohrdruf betreut rund 1.800 Kirchtürme in ganz Deutschland. Er erzählt, wie es oben im Turm aussieht. Und wonach es riecht.

Im Schweiße deines Angesichts

Umzugstag. Vierter Stock, kein Aufzug. Ausgerechnet die Kiste mit den Büchern kommt zum Schluss; die schwerste von allen. Oben wuchtet der Schwager sie in den Flur, wischt sich mit dem Ärmel über die Stirn und stöhnt: „Im Schweiße meines Angesichts!“ Er sagt das halb stolz und halb als Klage. Es ist ein Bibelzitat, fast Wort für Wort.

Der Mann für die Kirchturmuhr

Wenn irgendwo in Thüringen eine Kirchturmuhr stehen bleibt oder die Glocke nicht mehr läutet, klingelt bei Steffen Willing das Telefon. Sein Betrieb in Gräfenhain bei Ohrdruf betreut rund 1.800 Kirchtürme in ganz Deutschland. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit ihm gesprochen – darüber, wie es oben im Turm aussieht. Und wonach es riecht.

Sonderurlaub fürs Trauern

Fünfzehn Jahre lang wartet euer Hund an der Tür, wenn ihr nach Hause kommt. Jeden Morgen dieselbe Runde, jeden Abend liegt er neben euch auf dem Sofa. Und irgendwann kommt dieser letzte Gang zum Tierarzt. Am nächsten Morgen sollt ihr wieder ganz normal zur Arbeit.

Zocken nur Zeitverschwendung

41 Millionen Menschen in Deutschland spielen Videospiele. Nicht nur Jugendliche: Der durchschnittliche Gamer ist inzwischen ungefähr 40. Bis heute treffen sich Hunderttausende von ihnen auf der Gamescom in Köln. Trotzdem hält sich hartnäckig ein Vorwurf: Zocken ist Zeitverschwendung.

Ewige Treue

Seit gestern geht es endlich wieder los. Die Bundesligasaison ist gestartet. Und für Millionen Fans heißt es wieder jedes Wochenende: Wie spielt mein Verein? – „Mein Verein, unsre Jungs“ … das sagt sich erstaunlich selbstverständlich. Denn während im Leben vieles kommt und geht, bleibt der Fußballverein oft ein Leben lang derselbe. Egal ob Meisterschaft, Abstieg oder zehn Jahre Mittelmaß. Das Lieblingsteam wechselt niemand einfach so.

Bekenntnis oder Gewalt

Ein Folkfestival in Galicien, Anfang August. Auf der Bühne steht eine Band, die Klezmer spielt. Und plötzlich fliegen Steine. Dobranotch wurde von Musikern aus St. Petersburg gegründet und spielt Balkanmusik, russische und auch jüdische Musik. Vorher hatten die Veranstalter gefragt: Wir unterstützen Palästina, im Publikum werden Fahnen zu sehen sein. Ist das okay? Die Band sagte: kein Problem. Nur politische Statements auf der Bühne geben, das wollen sie nicht.

Sterbende Innenstädte durch Onlinehandel

Abends auf dem Sofa, zwei schnelle Klicks und morgen klingelt der Paketbote. Einkaufen war noch nie so bequem. Nur: Während das Paket kommt, macht irgendwo in Deutschland gerade wieder ein Laden zu, für immer zu.

Fertig mit der Arbeit

Das ist dir vielleicht selbst letzte Woche passiert: Du bist schon um zwei Uhr mit allem fertig. Die Mails sind beantwortet, die Aufgaben erledigt, für heute steht nichts mehr an. Feierabend wäre eigentlich logisch. Nur sitzen um dich herum alle noch vor ihren Bildschirmen. Also bleibst du auch.

Alles zurücklassen

Eine Tasche. Mehr nimmst du nicht mit, sonst fällst du auf. Kein Fotoalbum, kein Abschiedsbesuch bei Oma. Denn Abschied verrät dich. Sommer 1961. Wer aus der DDR raus will, geht durch Berlin, das letzte Schlupfloch. Allein am letzten Tag waren es rund 2.400 Menschen. Dann, über Nacht: Stacheldraht quer durch die Stadt. Später Beton. Am Donnerstag war das 65 Jahre her.

Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein

Der große Bruder baut die Falle am Nachmittag: ein Becher Wasser, oben auf der Kinderzimmertür, fein ausbalanciert. Dann kommt sein Kumpel vorbei. Zwei Stunden später hat er den Becher vergessen und tappt in seine eigene Falle. Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Trinken für Kirche und gegen Krebs in Wacken

Beim größten Metal-Festival der Welt, dem Wacken Open Air, wurde in der ersten Augustwoche nicht nur Musik gemacht: Auf dem Parkplatz der Wackener Dorfkirche wurde auch getrunken – für den guten Zweck. Genauer: für zwei gute Zwecke gleichzeitig. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit Pastorin Alisa Mühlfried gesprochen; und mit einem 78-Jährigen, den in Wacken alle nur Opa Günni nennen.

Trinken für Kirche und gegen Krebs in Wacken

Beim größten Heavy Metal-Festival der Welt, dem Wacken Open Air wurde in der ersten Augustwoche eine Menge Musik gemacht und einiges an Bier konsumiert. Auch auf dem Parkplatz der Wackener Dorfkirche wurde getrunken – für den guten Zweck. Genauer: für zwei gute Zwecke gleichzeitig, erzählen Wacken-Pastorin Alisa Mühlfried und der Gründer des Vereins Lautstark gegen Krebs.

Offene Kirche auf dem Wacken Open Air

Holy Ground – heiliger Boden: So nennen Metal-Fans das Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. Vor gut einer Woche ist dort das größte Metal-Festival der Welt zu Ende gegangen – zum 35. Mal, 85.000 Besucher. Und mitten im Getümmel stand eine Tür die ganze Woche offen: die der Dorfkirche. Pastorin Alisa Mühlfried von der evangelischen Kirchengemeinde Wacken erzählt von der Stille im wohl lautesten Dorf Deutschlands.

Kennzeichnung von KI

Lisa vom Kundenservice ist immer freundlich, antwortet in Sekunden, macht nie Feierabend. Kein Wunder: Lisa ist keine Person, Lisa ist ein Programm. Genau das muss sie dir jetzt sagen. Seit ein paar Tagen gelten die Transparenzregeln des EU-KI-Gesetzes. Chatbots müssen sich beim ersten Kontakt als KI zu erkennen geben. Täuschend echte KI-Videos brauchen ein Kennzeichen, ungeprüfte KI-Texte auch. Wer trickst, riskiert bis zu 15 Millionen Euro Strafe.

Offene Kirche auf dem Wacken Open Air

Holy Ground – heiliger Boden: So nennen Metal-Fans das Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. Vor gut einer Woche ist dort das größte Metal-Festival der Welt zu Ende gegangen – zum 35. Mal, 85.000 Besuchern. Und mitten im Getümmel stand eine Tür die ganze Woche offen: die der Dorfkirche. Dario Weilandt aus der Kirchenredaktion hat mit Pastorin Alisa Mühlfried von der evangelischen Kirchengemeinde Wacken gesprochen – über die Stille im wohl lautesten Dorf Deutschlands.

Wasserstopp im Garten

Mit der Gießkanne durch den eigenen Garten schleichen. Im Dunkeln, damit es keiner sieht. So weit sind wir in diesem Sommer schon gekommen. Über 80 Landkreise, Städte und Wasserversorger schränken die Wasserentnahme ein, quer durch Deutschland, von München bis Sachsen-Anhalt. Meistens heißt das: kein Wasser mehr aus Flüssen, Bächen und Seen pumpen. Manche Kreise gehen noch weiter: kein Rasensprengen und kein Blumengießen mehr. Mal gilt das nur tagsüber, mal rund um die Uhr. Aber wer erwischt wird, riskiert im Extremfall ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.

Metal-Fans gegen Blutkrebs

Wer an Blutkrebs erkrankt, braucht oft die Stammzellen eines fremden Menschen. Deshalb werden in der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Menschen erfasst, die bereit wären zu spenden. Auch auf dem Wacken Open Air, wo heute die ersten Fans anreisen, wirbt die DKMS um Spender. Simone Henrich von der DKMS gesprochen sagt, was jeder selbst gegen Blutkrebs tun kann und wie die Spendersuche in Wacken angefangen hat.

Wie freiwillig ist Leihmutterschaft

Ein Paar wünscht sich seit Jahren ein Kind. Sie haben alles versucht. Nichts hat funktioniert. Schließlich erklärt sich eine andere Frau bereit, das Kind für sie auszutragen. Nach neun Monaten gibt sie das Baby ab – so wird es vereinbart. Leihmutterschaft heißt das.

Ein Jünger der ersten Stunde

Wer einer Idee von Anfang an folgt, treu, lange bevor sie groß wird, der ist ein Jünger der ersten Stunde. Die ersten Fans von einer Band, die schon damals im Jugendzentrum kein Konzert verpasst haben. Oder der Mitarbeiter, der schon dabei war, als die Firma ihren Hauptsitz noch in der Garage hatte, das sind Jünger der ersten Stunde.

Metal-Fans gegen Blutkrebs

Wer an Blutkrebs erkrankt, braucht oft die Stammzellen eines fremden Menschen. Deshalb werden in der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Menschen erfasst die bereit wären zu spenden. Auch auf dem Wacken Open Air, wo heute die ersten Fans anreisen, wirbt die DKMS um Spender. Dario Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat mit Simone Henrich von der DKMS gesprochen – darüber, was jeder selbst gegen Blutkrebs tun kann und wie die Spendersuche in Wacken angefangen hat.

Offene Gepräche im Urlaub

Im Urlaub passiert manchmal etwas Merkwürdiges. Plötzlich erzählen Menschen Dinge, über die sie zu Hause jahrelang geschwiegen haben. Im Hotel, auf einer Wanderung oder am Strand entstehen Gespräche, die im Alltag nie stattfinden würden.

Nebenjob Kinderbetreuung

Die größte Kita Deutschlands ist kein Gebäude mit Personal und Warteliste. Sie heißt Oma und Opa. Fast jedes zweite Kind unter sechs wird in Deutschland von den Großeltern mitbetreut; mal spontan, mal jede Woche fest. Nach der Kita, weil beide Eltern arbeiten oder auch mal Zeit für sich brauchen. Ohne die Großeltern läuft in vielen Familien gar nichts.

Die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut

„Die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut.“ Der Spruch fällt meistens, wenn irgendwo Chaos herrscht. Im Büro, in der Politik, in einer Behörde: Die eine Abteilung verspricht etwas, die andere weiß von nichts. Kurz: Niemand hat den Überblick.

Fischstäbchen oder Ukraine

Ausgerechnet Fischstäbchen stehen gerade sinnbildlich für die Russlandpolitik der Europäischen Union. Eigentlich wollte die EU in dieser Woche ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland beschließen. Daraus wurde aber nichts. Immerhin konnten sich die Mitgliedstaaten darauf einigen, den bisherigen Preisdeckel für russisches Öl erstmal beizubehalten. Ohne diese Entscheidung wäre er am Mittwoch automatisch gestiegen, dann hätte Russland sogar mehr Einnahmen erzielt.

Evangelische Kirche letzte Vertreter demokratischer Werte in Dörfern

Fast überall in Deutschland verlieren die Kirchen Mitglieder. Viele Menschen hier in Ostdeutschland sind schon seit Generationen ohne Kirche aufgewachsen. Ausgerechnet bei Freiberg in Sachsen erlebt ein Pfarrer – Dr. Justus Geilhufe – volle Gemeinderäume, und steigende Taufzahlen.

Entmenschlichung verstehen

Warum gibt es Gewalt, Krieg, Rassismus und Antisemitismus? Warum reicht es oft, dass jemand anders aussieht, anders glaubt oder anders lebt? Warum hassen Menschen andere Menschen? Studien aus der Sozialpsychologie und Gewaltforschung sagen grob: Hass und Gewalt entstehen besonders dort, wo Menschen sich bedroht, gedemütigt oder ihrer Kontrolle beraubt fühlen. Und mit der Idee, schuld daran müsse jemand anderes sein.

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