Pogromnacht vor 80 Jahren – Sorge vor wachsendem Antisemitismus

Vor 80 Jahren brannten in Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte. In vielen Städten wird in den nächsten Tagen an die Reichspogromnacht erinnert. Morgen unter anderem in Halle, Quedlinburg, Bernburg und Wörlitz. Am Samstag in Magdeburg. Zunehmenden Antisemitismus in Deutschland beobachtet die Evangelische Kirche. Die Magdeburger Pfarrerin Waltraut Zachhuber klingt resigniert und kämpferisch zugleich!

Gedenken an NS-Opfer – 70.000ster Stolperstein verlegt

In dieser Woche hat der Kölner Künstler Gunter Demnig den 70.000sten Stolperstein verlegt. Jeder Einzelne dieser in den Boden eingelassenen Pflastersteine trägt eine Messingplatte mit einem eingravierten Namen. Jeder Stein erinnert an ein Opfer des Nationalsozialismus. An Juden, an Sinti und Roma, an politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas. Auch für die „Euthanasie“-Opfer stehen Stolpersteine, sagt die evangelische Pfarrerin Waltraut Zachhuber von der Magdeburger Stolpersteininitiative.

Magdeburg trägt Kippa – Mitteldeutsche Kirche unterstützt Solidaritätsaktionen mit Juden

In vielen deutschen Städten wollen Menschen heute zum Zeichen der Solidarität mit Juden die Kippa tragen: Die kreisförmige Kappe, mit der gläubige Juden ihren Hinterkopf bedecken. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland unterstützt die Solidaritätsaktionen in Erfurt und Magdeburg. Pfarrerin Waltraut Zachhuber gehört zu den Initiatoren von „Magdeburg trägt Kippa.“

Ajax Loader
Mehr laden