As slow as possible – John-Cage-Komposition klingt über 600 Jahre

Am Wochenende ist Orgeltag in Halberstadt, das als so etwas wie die heimliche Orgelhauptstadt gilt. Vor über 1.000 Jahren gab es im Dom vermutlich schon ein Instrument. Nachgewiesen ist die Existenz einer Dom-Orgel Mitte des 14. Jahrhunderts. Und seit 18 Jahren erklingt in der Burchardikirche ununterbrochen das John-Cage-Stück As slow as possible – so langsam wie möglich. Ende der Aufführung ist in über 600 Jahren. Im Jahr 2640. Verrückt, oder? Ein bisschen, sagt Domkantor Claus-Erhard Heinrich.

Zum Mitmachen: Orgel spielen bei der Nacht der Kirchen in Halberstadt

Ganz viel Musik für jeden Geschmack gibt es bei der Nacht der Kirchen am Samstagabend in Halberstadt. Unter anderem Gospels, Musik für Orgel und Saxofon und ein Blockflötenkonzert stehen auf dem Programm in den acht offenen Kirchen. Ein Höhepunkt ist die Dresdner Band Banda Internationale in der Martinikirche. Eine Mischung aus Einheimischen und Geflüchteten mit viel musikalischer Abwechslung, sagt Christian Lontzek:

Sintflut im Dom – Nacht der Kirchen Halberstadt unter dem Motto Hoffnung

Halberstadt feiert in diesem Jahr wieder eine Nacht der Kirchen. Alle zwei Jahre haben alle Kirchen der Stadt ab 17.30 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Alle Kirchen? Alle! Pfarrer Arnulf Kaus ist sich sicher:

Ein ganz besonderes Welterbe – noch 1000 Tage bis zum nächsten Klangwechsel bei ASLSP in Halberstadt

Kaum zu glauben, aber es ist so: Pizza und Orgelmusik haben etwas gemeinsam. Beide wurden von der Unesco gestern zum immateriellen Welterbe erklärt. Immaterielles Erbe ist Kultur, sind Fertigkeiten, Wissen oder Künste. Orgelbau- und Orgelmusiktradition ist das dritte deutsche immaterielle Welterbe auf der fast 400 Einträge umfassenden Liste.

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