Rabbi erschossen

In Israel ist ein Rabbi erschossen worden. Raziel Sheva war 35 Jahre alt. Er hatte sechs Kinder zwischen 10 Jahren und sechs Monaten. Er hat in einer nach israelischem Recht illegalen israelischen Siedlung gelebt, in einer Region, die Israel 1967 besetzt hat, im West-Jordan-Land bei Nablus, so wird jetzt berichtet. Aber spielt das eine Rolle? Wo ein Mensch erschossen wird. Spielt es eine Rolle wer er war, spielt das Motiv des Täters eine Rolle? Ja, für die Kinder und die Ehefrau, die verstehen wollen.

Stanfour: For All Lovers

Von „Stanfour“ haben wir in letzter Zeit ja nicht mehr so viel gehört, und es ist jetzt zehn Jahre her, dass sie mit ihrem Song „For All Lovers“ richtig durchgestartet sind. Oli Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat ihn sich ganz genau angehört und hat festgestellt: Das ist guter Alternative Rock mit gutem Text:

Harry Styles: Two Ghosts

Jetzt Musik von Harry Styles – einer der Newcomer aus dem vergangenen Jahr – Und er klingt in jedem seiner Songs ein bisschen anders: In seinem ersten Hit „Sign of the Times“ hat er mit ganz hoher Stimme gesungen {evtl. Anspielen}, mit „Two Ghosts“ zeigt er: Er kann auch ganz anders. Und er singt spannende Texte – findet Oli Weilandt aus der Evangelischen Redaktion:

Was glaubst du? – Vorsätze mit Freunden teilen

Hast Du zwischen den Jahren ein bisschen Zeit gehabt, Weihnachten zu verdauen? Nicht nur das gute Essen, sondern so insgesamt? Ich finde sie schön, die Tage zwischen dem eher leisen Weihnachten und den Silvester-Krachern. Zeit für Rückblick was war und Ausblick was kommt, oder besser, was kommen soll. Ein gutes Neues! Das wünscht man sich ja heute Nacht: den andern und auch sich selbst. Was wünschst Du Dir an Neuem? Und vertraust Du darauf, dass das, was du Dir heute so vornimmst, auch passiert? Dass Du Deinen Teil dazu beiträgst. Über Glück oder auch mal Pech können wir ja nicht verfügen, aber dass unsere Zukunft auch davon abhängt, was wir draus machen – naja, das stimmt halt auch.

Was glaubst du? – Brot und Rüstung

Was hast Du ausgegeben für Böller dieses Jahr? Nix, bisschen oder hast Du richtig ins Portemonnaie gegriffen? Die Evangelische Hilfsaktion Brot für die Welt empfiehlt ja, es nicht zu übertreiben mit den Silvesterböllern, stattdessen lieber einen Teil des Raketengeldes spenden für Menschen in armen Ländern. „Brot statt Böller“ heißt das Stichwort.

Barclay James Harvest: Hymn

Heute, für Heilig Abend, haben wir einen ganz besonderen Himmlischen Hit rausgesucht. Es ist der bekannteste Song von Barclay James Harvest. Das ist eigentlich kein Weihnachtslied, aber schon oft dafür gehalten worden. Die Band erzählt in „Hymn“ ja auch die Geschichte von Jesus und seiner Geburt – und noch viel mehr.

Was glaubst du? – Selige Weihnacht

Ich möchte ja echt mal wissen, bei wie viel Prozent der Familien, Heilig Abend und Weihnachten wirklich und wahrhaftig schön und friedlich und harmonisch ablaufen. Ohne Sorge, dass irgendwer gekränkt ist, einfach schön, entspannt und rund. So dass einmal alle selig zusammen sind. So, wie es in den Weihnachtsliedern besungen wird. Da kommt das Wort „selig“ ganz oft vor. Öfter als sonst im Jahr.

OneRepublic: Let’s Hurt Tonight

One-Republic-Sänger Ryan Tedder hat mal in einem Interview gesagt: „Bei unseren Aufnahmen ist immer unser Ziel, so ehrlich wie möglich zu sein. Manchmal reicht schon eine Akustikgitarre und der passende Gesang dazu.“ Und genauso ein Song ist „Let’s Hurt Tonight“. Oli Weilandt aus der Evangelischen Redaktion hat ihn sich ganz genau angehört:

Was glaubst du? – Frieden schaffen

Friedlich soll es werden – Heilig Abend und an Weihnachten. Hopefully. Weihnachten ist das Friedensfest der Christen. Jesu Geburt wird gefeiert und der hatte ja schließlich auch den Beinamen der „Friedensfürst“. Diesen friedliebenden Menschen hat man zwar gefoltert und gekreuzigt. Aber weil die Christen glauben, dass Jesus auferstanden ist, glauben sie bis heute, dass Frieden auf Erden möglich ist. Deswegen setzen Christen sich auch für Frieden ein.

Was glaubst du? – Pro Institutionen

Wie kommt das? Überall bricht zusammen, was die Menschheit nach dem zweiten Weltkrieg mühsam aufgebaut haben: Zusammenhalt, Bündnisse, an Frieden und Gerechtigkeit ausgerichtete Institutionen. In der EU haben doch einstmals erbitterte Feinde zusammengefunden. Oder der Welthandel. Am Ende des ausbeuterischen Kolonialismus haben sich arme und reiche Staaten in der WTO an einen Tisch gesetzt, um sich für gerechteren Welthandel einzusetzen. Im Moment bricht sie auseinander.

Was glaubst du? – Vaterunser

Auch wenn Du jetzt nicht gerade der total fromme Typ bist, das Vater-Unser, hast Du vermutlich doch schon mal gehört. Das Vater Unser ist jedenfalls von allen deutschen Texten der, den die meisten Leute auswendig können. Jetzt hat der Papst gemeint, die Übersetzung im Deutschen wäre leider falsch. Und zwar wegen der Textzeile: Und führe uns nicht in Versuchung. Franziskus meint – und der Gedanke ist – finde ich – erstmal gar nicht so falsch – Franziskus meint: Gott ist doch nicht so, dass er Leute in Versuchung führt. Das wäre wenn schon eher der Job des Teufels. Gott führt nicht in Versuchung, sagt der Papst und also müsste die Übersetzung falsch sein. Da hat die Evangelische Landesbischöfin Ilse Junkermann aber mal gleich scharf dagegengehalten.

Was glaubst du? – Der Mond

Die Trump-Nummer mit dem Mond ist scharf, oder? Der will da oben Dörfer bauen. Upps, sagen einige, quatsch, der will Helium 3 abbauen. Ist zwar noch zu teuer, könnte aber lohnend sein. Topenergiequelle. „Halt“ hat einer der führenden deutschen Astro-Geologen gerufen. Wenn das passiert, dann wird der Mond zu einer Großbaustelle ähnlich dem Tagebau in der früheren DDR oder heute in Nordrheinwestfalen, nur noch 1000 mal so schlimm. Lasst den Mond heile.

Was glaubst du? – Populismus

Was ist eigentlich Populismus? Ist das wenn sich Politiker am Willen des Volkes orientieren? Lateinisch Populus – das Volk. Wäre ja nicht schlecht. Wer sich am Willen des Volkes orientiert, müsste auf die Bürgerinnen und Bürger, auf Volksbegehren und Volksabstimmungen hören, den bundesweiten Volksentscheid fördern. Nein, das Wörtchen Popul ist nicht das Problem am Popul-ismus. Es ist der zweite Teil, der deutlich macht: hier wird das Volk belogen, dass sich die Balken biegen.

Was glaubst du? – Gedenktag trauernder Eltern

Manche Menschen trifft es ja richtig hart. Wenn Du Kind verlierst – das finde ich gehört zum Härtesten. Ich meine jetzt vor allem wirklich ein Kind, ein kleines Kind oder ein Baby. Wenn es stirbt. Das muss einen doch fast wahnsinnig machen. Und es ist wohl so, dass viele von den darüber trauernden Eltern oft lange gar nicht darüber sprechen können, dass das Jahre nachwirkt.

Was glaubst du? – Welthandelsorganisation WTO in Buones Aires

Denkst Du in der Zeit vor Weihnachten mehr an Menschen in Not, als sonst so? Unterm Jahr. Die Bereitschaft der in Deutschland lebenden Menschen, die Not in der Welt durch Geldspenden zu lindern, ist groß. Und im Dezember am größten. Die Politik tut da eindeutig zu wenig. Ab heute treffen sich in Buones Aires die Verantwortlichen für Handelsbeziehungen von über 160 Ländern der Erde – zum Treffen der Welthandelsorganisation WTO. Und?

Brot für die Welt auf der Weltklimakonferenz in Bonn

Die Evangelische Hilfsaktion Brot für die Welt legt bei der Cop 23 in Bonn den Finger in die Wunde. Ganze Staaten werden im Meer versinken. Das wissen wir – erklärt die Chefin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Das stehe fest.

Adele: Water under the bridge

Nachdenklich ist Adele in diesem Hit: Wenn Du nicht der richtige für mich bist. „Water under the Bridge“ – „Wasser unter der Brücke“ hieße das wörtlich. Gemeint ist mit diesem Bild das Gleiche, was wir in Deutsch mit „Schnee von gestern“ ausdrücken. Wie der Schnee schmilzt, so bleibt auch das Wasser unter der Brücke nicht das Gleiche. Es flieht – verschwindet – und Adele fragt hier, ob es der Liebe auch so ergeht.

Songmissverständnisse

Wenn einer Ihrer Lieblingssongs im Radio läuft, singen Sie dann auch manchmal aus voller Kehle mit? Im Auto geht das ja besonders gut, da stört’s ja auch keinen, wenn man mal schief singt – oder gar nicht so genau weiß, um was es genau geht. Aber das passiert ziemlich häufig, sagt Michael Behrendt, zum Beispiel bei den Boomtown Rats …

Der Kirchentag geht zu Ende: eine Bilanz aus Berlin

Die Evangelischen Christen haben ihr großes Fest zum 500. Reformationsjubiläum fünf Tage lang gefeiert. Heute geht der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag in Wittenberg zu Ende. Die lokalen Kirchentage auf dem Weg hier bei uns im Lutherland haben eigene Schwerpunkte gesetzt, der große Kirchentag aber hat in Berlin stattgefunden. Oli Weilandt zieht Bilanz zum Kirchentag in der Hauptstadt:

Kirchentag: Berlin, Erfurt, Magdeburg, Jena

In Berlin und acht weiteren Städten feiern über 100.000 Protestanten in dieser Woche das 500ste Reformationsjubiläum. Sogenannte „Kirchentage auf dem Weg“ gibt es auch in Erfurt und Jena/Weimar. Für uns dabei sind vier Reporter aus unserer Evangelischen Redaktion: Oli Weilandt, was ist los in Berlin …

Ramelow zu Genozid in Namibia

Vor wenigen Minuten ist die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Namibia zu Ende gegangen. Eine Woche lang haben sich über 300 evangelische Delegierte aus rund 90 Staaten getroffen und 500 Jahre Reformation gefeiert. Auch kritische Themen haben die Kirchenleute dabei angesprochen – wie den Völkermord am Volksstamm der Hereros während der deutschen Kolonialzeit. Aus Thüringen dabei war auch unser evangelischer Ministerpräsident, Bodo Ramelow.

Maßanzüge vom Mönchsbruder

Wer sich seinen Rock passend auf den Leib schneidern lassen will, muss dafür etwas tiefer in die Tasche greifen. Auch bei Bruder Gerhard ist das so. Der preisgekrönte Maßschneidermeister ist Franziskanermönch und lebt im Kloster Frauenberg hoch oben über der Stadt Fulda. Adlige, Politiker, Industrielle und Persönlichkeiten aus der gehobenen Geistlichkeit zählen zum Kundenstamm und werden am Hintereingang der Werkstatt zunächst mal von Bruder Schneiders Ziege Gerdi begrüßt. Ein Länderreport von Oliver Weilandt

Die Flotte Lotte

Die Flotte Lotte gründete 1930 den ersten Damenfußballclub Deutschlands und heute ist der Deutsche Fußballbund richtig stolz auf die Erfolge der deutschen Fußballerinnen. Die spielen bei Fußballeuropa- und Weltmeisterschaften meistens ganz oben mit. Vor 70 Jahren allerdings, da hatte der DFB noch kein Interesse an ballverliebten Frauen, da nämlich gab es den Frauenfußball offiziell noch gar nicht. Aber es gab Lotte Specht, die Gründerin des 1. Deutschen Damenfußballklubs aus Frankfurt am Main. Oliver Weilandt hat die heute 89jährige „Flotte Lotte“ in ihrer Wohnung besucht und sich erzählen lassen wie das denn alles war damals …

Rasenspezialist Rainer Ernst

Fußball ist des Deutschen liebster Sport. Alles schön und gut. Aber haben Sie schon mal darüber nachgedacht wer am meisten darunter zu leiden hat? Wer wird da denn niedergetreten, zerrissen, ausgetrocknet, nass gemacht und oft genug, wenn die dunklen Wintertage kommen, kampflos vom Platz getragen? Genau: Die Rede ist vom Rasen, der leidenden Voraussetzung eines jeden Fussballspiels. Oliver Weilandt hat Rainer Ernst, Deutschlands Fussballrasenspezialist Nummer Eins, in seiner turbulentesten Woche, nämlich der vor dem Anpfiff begleitet.

Razzia an der Eisenbahnüberführung EÜ3027

Mit Menschenhandel lässt sich mittlerweile mehr Geld verdienen, als an der Prostitution und im Drogengeschäft: Illegale Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitslöhne von drei Mark, Korruptionsskandale in den Behörden – all das zählt zu den Hintergründen der kriselnden Bauwirtschaft. Für „Die Reportage“ hat Oliver Weilandt die längste Baustelle Deutschlands, die ICE-Neubautrasse von Köln nach Frankfurt am Main besucht und sich an einer Eisenbahnüberführung über die Landstraße 3027 nur an das gehalten, was die Augen sehen und die Ohren hören können.

Doppelte Staatsbürgerschaft

Mobilisierung bis zur bittren Neige – Alltag einer Unterschriftenaktion gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. Ein Metzgereitransporter dieselt auf die Frankfurter Fußgängerzone Zeil, vor das alte Kaufhaus Schneider. Auf dem Bauzaun vor dem Kaufhaus kleben Wahlplakate neben bunten Graffities. Hier hält der Wagen. Der Fahrer im feldgrauen Bundeswehrparka kuppelt einen Anhänger ab, der wie eine Würstchenbude auf dem Wochenmarkt aussieht. Einige wenige Aufkleber der Christlichen Demokratischen Union aber machen schnell klar, daß hier nicht Wurst und Fleisch aus Deutsche Landen verkauft werden. Es ist der Auftakt der CDU-Unterschriftenaktion gegen die dopplte Staatsbürgerschaft. Ohne Worte öffnet der Endfünfziger nur ein Fenster an dem Wagen und legt zwei Ablagekörbchen aus. Links ein Flugblatt, grob kopiert: ,,Ja zur Integragtion – Nein zur doppelten Staatsbürgerschaft. Rechts Unterschriftenlisten und Stifte. Sonst deutet […]

Der Hiroshimaarzt Dr. Shountaro Hida

Dr. med. Shuntaro Hida, 1917 in Hiroshima geboren, ist in mehrfacher Hinsicht ein außergewöhnlicher „hibakusha“. Er gehört zu den wenigen Ärzten, die den Atombombenabwurf überlebt haben: Mit großem Einsatz war er seit 1945 in internationalen Gremien für die Belange der »hibakusha« und für seine Vision einer atomwaffenfreien Welt tätig. Guido Grünewald hat ihn den »Botschafter« der Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki genannt. Ferner hat Dr. Hida seine auch auf deutsch erschienenen Memoiren verfaßt (Der Tag, an dem Hiroshima verschwand. Erinnerungen eines japanischen Militärarztes, Bremen 1989, Donat Verlag). Es ist bemerkenswert, daß das nukleare Inferno nicht am Anfang seiner Erinnerungen steht, sondern deren Schlußpunkt bildet. Dr. Hida, der heute noch zweimal in der Woche strahlengeschädigte Patienten in Tokio fachlich betreut, gibt in seinem Buch mit der […]

Drehorgelmuseum

Und es gibt sie doch: Diese kleinen und schönen Überraschungen. Seit meinem Sonntagsspaziergang in der Nähe von Neustadt am thüringischen Rennsteig weiß ich es genau. Da nämlich liegt die schönste Fassung der ,,Stillen Nacht“ in einem Museum für mechanische Musikinstrumente. Sie ist einen Meter groß, aus gewalztem Stahl und in der Adventszeit von Roland Eger in das riesige Grammophon geklemmt. Sein Wohnzimmer hat der ehemalige Fernfahrer zu einem Museum gemacht und zu was für einem….