Wartburgexperiment: drei SchriftstellerInnen sollen sich von der Lutherbibel inspirieren lassen

2021 luthert es mal wieder: vor 500 Jahren hat Luther die Bibel ins Deutsche übersetzt – auf der Wartburg. Daran soll dieses Jahr ein „Wartburg-Experiment“ erinnern, sagt Thomas Seidel von der Internationalen Lutherstiftung. Eine Autorin und zwei Autoren sollen dort schreiben.

Die Orgel ist Instrument des Jahres 2021

Die Orgel wird ja oft die „Königin der Instrumente“ genannt. Jetzt ist die Orgel auch das „Instrument des Jahres 2021“. Kirchenmusikdirektor Theophil Heinke hat das Glück eine echte Top-Orgel zu spielen: die größte Barockorgel Thüringens in der evangelischen Stadtkirche Waltershausen. Eine Ehre für ihn.

100 Tage bis zum ökumenischen Kirchentag in Frankfurt (Main)

In 100 Tagen beginnt in Frankfurt der ökumenische Kirchentag. Eigentlich, denn Kirchentage mit Zehntausenden Besucherinnen und Besuchern sind zurzeit natürlich undenkbar, sagt Ilka Issermann.

Ed Sheeran: Bad Habits

Ed Sheeran hat ja das Image, irgendwie ganz einfach und ehrlich und humorvoll und auch bodenständig geblieben zu sein. Nur, dass auch mal ganz anders und strange und überraschend und abgedreht und durchgeknallt sein wollte, ganz bewusst, das kann ich auch gut verstehen. Seinen Song „Bad Habits“ („schlechte Angewohnheiten“) hat er nach fast zweijähriger Pause genau dazu genutzt – in der Rolle eines unartig schrillen Vampirs.

Coldplay: Higher Power

Mit ihrem Song „Higher Power“ – „Höhere Macht“ ist der britischen Band um Chris Martin einer der großen Super-Sommer-Hits 2021 gelungen . Wer diese Höhere Macht ist, scheint aber gar nicht so wichtig. Es geht um das mitreißende Gefühl einer lebendig machenden Kraft, die nicht von dieser Welt scheint und die Dir trotzdem in einem anderen Menschen begegnet.

Welshly Arms: I Will Overcome

Was genau da überwunden werden muss? Davon erzählen Welshley Arms in „I Will Overcome“ nichts. Aber schließlich findet jede und jeder auch einen anderen Abgrund – sei es ein Abgrund in sich selbst, oder in einem geliebten Menschen, oder einen Abgrund, in den Du einfach unverschuldet geraten bist ohne Chance, da selbst wieder rauszukommen. Welshly Arms halten dagegen, singen und erzählen von der Hoffnung und dem Glauben, dass das Leben mehr ist, als jede schmerzvolle Bitternis im Jetzt.

Dennis Lloyd: Alien

Der israelische Singer-Songwriter Nir Tibor ist hierzulande kaum bekannt. Dass er unter seinem Künstlernamen Dennis Lloyd aber schon zahlreiche Fans hatte, ist ihm erst aufgefallen, als ihn plötzlich Musikproduzenten aus verschiedenen europäischen Staaten und den USA angerufen haben. Nevermind, Never Go Back und sein Song vom einsamen Alien haben es hierzulande in die Charts geschafft und sich über Wochen gehalten.

The Weeknd: Save your Tears

Der kanadische Singer-Songwriter The Weeknd hatte sich mit seinem Song „Save your Tears“ Anfang 2021 einfach provokativ unschön selbst inszeniert. Warum? Spitze Wangenknochen, geliftete Lider, bizarr bis abstoßend. The Weeknd versucht sich wieder mal selbst als anstößiges Kunstwerk zu inszenieren. Und der Song: „Save Your Tears“ („Behalt Deine Tränen für Dich“) – gibt es da einen Zusammenhang?

Justin Bieber: Anyone

Justin Bieber. Das Forbes-Magazin führt ihn auf Platz 2 der bestbezahlten Promis unter 30 Jahren. Geboren ist Justin Bieber im kanadischen London, im Staat Ontario. Besoffen Autorennen fahren und zwischenzeitig in Haft kommen – vielleicht kommt sowas auch davon, wenn man zu schnell zu viel Geld verdient. In seinem Song „Anyone“ aber singt Bieber von dem, was wirklich wichtig ist.

Ed Sheeran: Afterglow

Jeder Mensch sollte einen solchen Moment erleben: einen Moment, an dem er oder sie sich wünscht, die Zeit möge für einen Moment still stehen. Aller Druck: weg! Alle Sorgen: weg! Selbst der Tod: ohne Stachel! Das ist das Ostergeschenk schlechthin – egal, wann in Deinem Leben Du dieses Geschenk, diesen Moment findest: Wenn Du sagen kannst: Oh Augenblick, verweile doch – du bist so schön. Das besingt Ed Sheeran in Afterglow.

Tate McRae: You Broke Me First

Mit „You Broke Me First“ – „Du hast mich zuerst gebrochen“ – hat Tate McRae als 17-Jährige im Jahr 2020 ihren Durchbruch auf der internationalen Bühne geschafft. Was heißt Bühne. Die Bühne bestand aus einem Häuserdach. Das Video zum Song ist mit dem Handy aufgenommen. Tate, die auch schon große Preise für ihre Tanzkunst eingeheimst hat, gilt schon jetzt als deutsch-kanadisches Supertalent. Und ihr Song? Tja, der ist im Unterschied zu ihrer Karriere eigentlich ein bisschen zu traurig.

Miley Cyrus + Dua Lipa: Prisoner

Nice Couple, oder? Also jetzt erstmal rein musikalisch: Miley Cyrus und Dua Lipa. Persönlich sind die beiden Frauen hoffentlich keine Gefangenen, keine „prisoners“, wie der Titel ihres gemeinsamen Songs andeuten könnte. Auch wenn ihr Video zu dem Song „Prisoners“ – Gefangener – ziemlich viel nackte Haut und lustvoll lutschende Zungen zeigt.

Tom Grennan: Little Bit of Love

England, 100 Kilometer nördlich von London, 2012. Der 17-jährige Schüler Tom Grennan büffelt für den Highschool-Abschluss, spielt aber ziemlich viel Fußball. Sein Papa schafft auf dem Bau, die Mama in der Schule. Der Verein schmeißt ihn raus. Er gibt sich die Kante und singt in der Kneipe Karaoke. Das ist der Anfang von Tom Grennans Musikkarriere. Der im Februar 2021 veröffentlichte Song „Little Bit of Love“ erzählt von dieser Zeit – und von dem Verhältnis von Tom zu seinem jüngeren Bruder.

Ava Max: Who’s Laughing Now

Ava Max hat mit ihrem Debut-Album „Heaven & Hell“ (also „Himmel und Hölle“), schon im Titel angezeigt, dass sie nichts auslassen will. Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt. Bei Ava Max scheint es immer ums Ganze zu gehen. So auch in ihrem Song „Who’s Laughing Now?“, zu übersetzten wohl am besten mit der wütend provokanten Frage: „Wer lacht denn jetzt zuletzt?“.

Phil Collins: Another Day In Paradise

Im ersten Moment musste ich überlegen: Another Day in Paradisse – heißt das: ein anderer Tag im Paradies, oder ein weiterer Tag im Paradies? Oder meint Phil Collins so was wie „eines Tages im Paradies“? – Eine Paradiesgeschichte ist die Begegnung, von der Collins schöne und zugleich traurige Ballade singt, nicht gerade.