Künstliche Masse vs. Biomasse
Noch dieses Jahr könnte es passieren: Dann ist ein besonderer Zeitpunkt erreicht. Dann könnten die vom Menschen hergestellten Dinge mehr wiegen als die gesamte Biomasse der Erde.
89.0 RTL ist der Sender mit der einen starken UKW-Frequenz auf dem Brocken. In dem jungen Programm senden wir die kurze, knackige Rubrik “Was glaubst du?”, die dort samstags um 06:05 und 07:05 läuft, sonntags um 5 nach 6, 7, 8 und 9 und mittwochs bis freitags um 03:05.
Noch dieses Jahr könnte es passieren: Dann ist ein besonderer Zeitpunkt erreicht. Dann könnten die vom Menschen hergestellten Dinge mehr wiegen als die gesamte Biomasse der Erde.
Durch Corona wird sich die Zahl der Menschen, die hungern, von heute bis zum Jahresende von 250 Millionen auf über 500 Millionen Menschen, die hungern, verdoppeln.
Manchmal tut es gut, zu wissen: Es gibt Dinge, die gibt es auch dieses Jahr im Advent: Zum Beispiel das „Friedenslicht aus Bethlehem“. Seit vielen Jahren wird es von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern von der Geburtsgrotte in Bethlehem geholt, nach Wien gebracht und von dort weiterverteilt, also von Laterne zu Laterne weitergegeben.
Ich habe eine gute Nachricht. Meine gute Nachricht steckt im Ergebnis einer Studie vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Das Bruttoeinkommen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen wäre Corona bedingt insgesamt eigentlich um drei Prozent gesunken. Aufgrund der getroffenen sozialpolitischen Maßnahmen liegt die Verringerung jedoch im Schnitt nur bei 1,1 Prozent.
Wenn Du einen Adventskranz hast, zündest Du heute die dritte Kerze an. Und vielleicht nicht nur die, denn jetzt im Dezember, wo’s draußen so dunkel und kalt ist, ist es doch besonders schön, ein paar Kerzen anzuzünden, denn die strahlen eben eine besondere Stimmung aus, Ruhe und Wärme, machen uns manchmal nachdenklich und rufen Erinnerungen hervor.
Also ich gebe zu: Was Weihnachtsvorbereitungen angeht, da bin ich nicht unbedingt der Beste. Meine Vorsätze vom vergangenen Jahr, dieses Mal schon im September alle Weihnachtsgeschenke zu planen und im Oktober zu kaufen, spätestens im November – naja, sind halt Vorsätze geblieben.
Um einen weltweiten Zugang zu Impfstoffen gegen COVID-19 zu gewährleisten, müssen alle Regierungen einen vorübergehenden Verzicht auf einige Regeln zum Schutz des geistigen Eigentums beschließen. Das finden die Nicht-Regierungs-Organisationen Amnesty International und Human Rights Watch. Sie bitten die Welthandelsorganisation (WTO), die internationalen Schutzrechte für geistiges Eigentum im Fall von Corona-Impfstoffen aufzuweichen.
Kannst Du nach dem offiziellen Buchstabier-Alphabet buchstabieren? Anton, Berta, Cäsar, Dora, Emil und dann kommen irgendwann Julius und Nordpol. – Wieso eigentlich Nordpol? Der passt ja nun in die Reihe von Vornamen so gar nicht rein. Weil die Nazis 1934 „N wie Nathan“ verboten haben. Genauso „D wie David“. Weil es jüdische Namen sind. Und bei der Überarbeitung der Buchstabier-Tafel wurden 1950 zwar viele der gestrichenen Namen wieder aufgenommen, aber nicht alle.
Es ist alles teurer geworden: Was hat Milch vor 10 Jahren gekostet? Strom zum Beispiel ist kontinuierlich gestiegen. Und hier: Briefmarken! Gefühlt muss ich alle paar Monate neue 10-Cent-Marken kaufen.
Was machst Du, um in Weihnachtsstimmung zu kommen? In diesem Jahr lohnt es sich ganz besonders, den Himmel zu beobachten, denn dieses Jahr kommt der „Stern von Bethlehem“.
Es ist alles teurer geworden: Was hat Milch vor 10 Jahren gekostet? Strom zum Beispiel ist kontinuierlich gestiegen. Und hier: Briefmarken! Gefühlt muss ich alle paar Monate neue 10-Cent-Marken kaufen.
Heute gibt es in vielen Städten Deutschlands Demonstrationen für Abrüstung. Die Initiative „Abrüsten statt Aufrüsten“ hat Demonstrationen in 80 Städten angekündigt. Es soll Stände zur deutschen Verteidigungspolitik geben. Anlass ist die erwartete Verabschiedung des Bundeshaushaltsgesetzes 2021.
Also ich bin nun wirklich kein Merkel-Fan. Ich finde, sie hätte politisch einiges anders machen können. Schon vor vielen Jahren habe ich manchmal gedacht, sie ist manchmal so ungelenk, macht seltsame Körperbewegungen, ihren Reden klingen manchmal so abgelesen. Und wahrscheinlich haben das viele gedacht, gerade in den ersten Jahren. Aber mit der Zeit denke ich immer mehr: Angela Merkel ist einfach so.
„Seit vorgestern brennt in der Bruchbude an der Ecke Licht. Blick durchs vorhanglose Fenster: Ein Mann spielt liebevoll mit einem ca. 3-jährigen Mädchen. Auf dem blanken Boden. Im Hintergrund weitere Kinder.“ – Das hat Markus Geiger am Donnerstag getwittert. Inzwischen hat er tausende Likes und hunderte Retweets.
Es breitet sich aus, kriecht immer näher heran: das Gefühl, dass hier bei uns zwei Welten aufeinanderprallen immer unversöhnlicher – auch innerhalb von Familien. Diejenigen, die die Pandemie für Quatsch und diejenigen, die die Pandemie für gefährlich halten. Da prallen aber nicht nur zwei Meinungen aufeinander.
„Sorry, das kann ich jetzt leider noch nicht ins System eingeben“ – Wann hast Du so einen Satz zum letzten Mal gehört? Vielleicht, als Du jemanden von irgendeinem Callcenter am Telefon hattest?
Es ist Advent, die Zeit der Erwartung auf Weihnachten. Uiuiui. Wie soll das bloß alles laufen dieses Jahr. Aber egal, wer sich dann mit wem und wem nicht trifft. Weihnachten ist größer als Corona. Kaputt macht Corona Weihnachten nicht. Es tötet – ja! Aber es wird nicht die letzte Herausforderung der Menschheit sein. Die Zahl der Coronatoten hat die Million überschritten. Aber es wird einen Ausweg geben. Würden wir das nicht glauben, bräuchten wir auch kein Weihnachtsfest feiern.
Es gab ja früher Fernsehshows, in denen irgendwelche Leute mit schlimmen Schicksalen von angeblich einfühlsamen Moderatoren nach Strich und Faden vorgeführt worden sind. Über schlechten Sex, Gewalt, Mord und Totschlag geplaudert haben, in Weinkrämpfen zusammengebrochen oder untereinander übereinander hergefallen sind.
Für alle, die mit der Weihnachtsplanung noch gewartet haben auf die offiziellen Regeln und Verordnungen zu den Kontaktbeschränkungen an Weihnachten – jetzt sind sie da. Weihnachten im engsten Familien- oder Freundeskreis mit maximal 10 Personen. Rund ¾ der Menschen in Deutschland wollen ihre Weihnachtsbesuche auch entsprechend einschränken. Trotzdem finden das einige mindestens doof, manche auch richtig schlimm.
„Unsere Welt ist krank. Und das Leiden tritt an vielen Orten gleichzeitig vor unsere Augen. Krieg, Gewalt und Flüchtlinge an so vielen Orten, das Schreien und Leiden der Schöpfung, der Hunger und die Ungerechtigkeit in den ärmsten Ländern. Viele dieser Leiden wären vermeidbar oder könnten durch großen politischen Einsatz geringer werden“, mit diesen Worten hat der Evangelische Landesbischof von Mitteldeutschland Friedrich Kramer am Donnerstag die digitale Parlamentssitzung der Mitteldeutschen Kirche eröffnet.
Ui, wie peinlich und unangenehm: Ein Radiosender in Frankreich hat die Tage hunderte Nachrufe veröffentlicht – auf Menschen, die noch gar nicht gestorben sind. Auch besonders Prominente Persönlichkeiten hatte der Sender quasi für tot erklärt, zum Beispiel die britische Königin Elisabeth II., den brasilianischen Fußballer Pelé und die französische Schauspielerin Brigitte Bardot.
Heute ist Totensonntag, oder wie es offiziell heißt „Ewigkeits-Sonntag“. Der Sonntag vor dem Ersten Advent. Das Kirchenjahr geht zu Ende. Das Leben zieht sich aus den Pflanzen zurück. Das Licht zieht sich zurück, indem die Tage kürzer, die Nächte länger werden. Von der Natur weiß man, dass nach dem Winter der Frühling kommt, dass das Leben zurückkommen wird. Auf den Herbst und den Winter folgen bei uns der grüne Frühling und der heiße Sommer. So ist das schon seit Jahrhunderten, Jahrtausenden – gefühlt immer.
Krass eigentlich, wie die Verkaufszahlen für Webcams dieses Jahr durch die Decke gegangen sind. Manche Hersteller kommen gerade kaum noch mit der Produktion hinterher und bitten um etwas Geduld bei der Wartezeit. Es ist eben wichtig, sich einfach auch sehen zu können, wenigstens per Videokonferenz. Naja, und darin siehst Du ja manchmal nur so mittel gut aus.
Ich schätze, Du kennst dieses Geräusch. Und jetzt um diese Uhrzeit, Samstagmorgen um kurz nach 7, möchtest Du das eigentlich nicht hören: Ein Laubbläser direkt vor Deinem Schlafzimmerfenster. In Wirklichkeit sind es sogar zwei Laubbläser. Drei! Es sind drei!
Ich raff das noch gar nicht so richtig. Die Sache mit dem digitalen Geld. Aber irgendwie ist da einiges im Gange. Bitcoin. Das war für mich immer eine spinnerte Idee. Seit einiger Zeit wird dieses erfundene digitale Geld, das man nicht anfassen kann, an der Börse gehandelt. So wie Autokonzerne, oder Rohstoffe. Im Moment aber passiert was, das geht weit darüber hinaus…
„Boah, man, lasst mich doch alle in Ruhe mit der Politik!“ Naja, es gibt noch so ein paar ähnliche Sätze in der Richtung: „Die Politiker sollte man alle …“, und dann folgt irgendwas wie: „… in die Wüste schicken“, „abschaffen“, „auf den Mond schießen“ oder so. Die Sache hat nur einen Haken: Politik ist immer.
Dass eine zweite Corona-Welle kommt, war ziemlich wahrscheinlich. Das haben Epidemiologen schon im März gesagt. Man weiß das von anderen Pandemien. Hättest Du das gerne öfter gehört im April, im Juni, im August? Oder lieber nicht?
Eins war nie glaubhaft an Donald Trump: Das Wahlziel, „die da oben“ in Washington hinwegzufegen, dem Establishment der Reichen den Garaus zu machen. Donald Trumps Ziel war es immer, dazuzugehören. Selber an die Spitze dieses Establishments zu kommen. Das war der größte Widerspruch, die größte Lüge seiner vierjährigen Amtszeit.
„Wäre die Zeit nicht günstig für eine Solidaritätssonderzahlung der Vermögendsten?“ – Die Frage ist nicht von mir, sondern von Herbert Grönemeyer. Er findet, diejenigen, die richtig viel Kohle haben, sollten jetzt diejenigen unterstützen, die gerade wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen kein Geld verdienen können. Er hat dabei vor allem die Sängerinnen und Musiker, Schauspielerinnen, Tänzer, Veranstaltungstechniker und alle anderen im Blick, die im Bereich Kultur arbeiten.
Gestern war „Ausgesetzt-ohne-Kompass-Tag“. Au mann, es gibt echt nichts, was es nicht gibt, dachte ich zuerst. Das ist aber früher tatsächlich öfter vorgekommen. Seeräuber und Rabauken wurden bestraft, indem man sie auf einsamen Inseln aussetze – ohne Kompass und ohne Chance, wieder nach Hause zu finden.
Also, wenn man in diesem November-Lockdown-Light … naja, ist kein light, für viele ist er sauhart, von light kann keine Rede sein. Aber, also, wenn man in diesem November-Lockdown Geburtstag hat und noch dazu einen nicht ganz unbedeutenden runden – und ich weiß wovon ich rede, weil ich nämlich heute einen solchen habe – dann ist das nicht schön.
„Ich hab ein gutes Gefühl, lass uns das so machen“ – manchmal ist es einfach so, Dein Bauchgefühl entscheidet. Und es ist dann auch richtig. Oft genug geht das aber auch nicht. Da machst Du vielleicht lange Pro- und Contra-Listen, um eine begründete Entscheidung zu fällen. Und manchmal sind Angelegenheiten so komplex, da hast Du erstmal gar nicht genug Wissen, um überhaupt die Situation zu begreifen.
Diskriminierungen sind nicht nur fies, unanständig, rassistisch, sind auch verboten und strafwürdig. Nur, was wenn Dich eine Maschine diskriminiert?
Einige Wissenschaftler haben gerade wieder untersucht, wie Menschen am besten lernen – in der Schule, in der Ausbildung, in der Uni. Analog versus digital, persönlich anwesend oder virtuell zusammengeschaltet. Vortrag oder selbst erarbeiten.
Vom Fünfer springen. Das war okay. Damals im Freibad. Über dem Fünfer kam der Siebeneinhalber. Ich hoch. vorne an der Kante. Ja, nein, doch, hin und her. Irre hoch fand ich das. Nee, oh man. Komm trau Dich. Wieder an die Kante. Aber dann:
Die chinesische Regierung hat das Virus im Griff. Knallharte Lockdowns. Abgeriegelte Städte, Ausgangssperren. Totalüberwachung. Zwangsimpfung. Aber: Das hat’s gebracht. In China ist jetzt wieder Party und die Wirtschaft brummt. Erschreckend oder fantastisch?
Hattest Du eigentlich was schön Gruseliges geplant für heute? Ein bisschen Halloween-Party machen, zumindest im kleinen Kreis. Und die Kids ziehen von Haus zu Haus, wollen Süßes, weil’s sonst Saures gibt. Ist das wirklich so ne gute Idee dieses Jahr?
Es gibt eine Lehre aus der Corona-Pandemie. Die hat der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Ghebreyesus formuliert. Nicht dass sie neu ist, diese Lehre, diese Quintessenz der weltumspannenden Pandemie. Sie ist schon älter die Einsicht, die Erkenntnis. Sie lautet: No one is safe, until we are all save; zu Deutsch: Keiner ist sicher, solange wir nicht alle sicher sind. – Keiner ist sicher, solange wir nicht alle sicher sind.
Guten Morgen. Wenn Du gerade mal auf die Uhr schaust und Dich wunderst, warum Du eigentlich schon so früh wach bist: Mit Dir ist alles normal, ist nur die Zeitumstellung.
Stell Dir vor Du bist Jude. Was wäre anders? Du würdest da wohnen, wo Du jetzt wohnst, wahrscheinlich das gleiche tun, was Du jetzt gerade tust. Du würdest lachen, wenn man Dich kitzelt, Du würdest bluten, wenn Du Dir beim Apfel schälen in den Finger schneidest. Und wenn man Dich bedroht, dann hättest Du Angst. Oder Du würdest Dich wehren. Je nachdem, was für ein Typ du bist.
Als Du die Tage gehört hast, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Corona hat, was hast Du gedacht? Hattest Du Mitleid? – Und bei US-Präsident Donald Trump? So sehr er Corona immer geleugnet hat, das wünscht man keinem? Oder dachtest Du „Der hat’s verdient!“? – Ui, darf man das sagen?
Manchmal ist das ja einfach so, da geht’s mit Dir durch und Du regst Dich tierisch auf. Vielleicht sogar über Kleinigkeiten. „Der hat sie ja wohl nicht mehr alle!“ ist da vielleicht noch die harmlosere Variante von dem, was Dir an Beschimpfungen einfallen würde.
Franziskus heißt homosexuelle Partnerschaften willkommen. Upps. Äh, Donnerwetter! Sie bewegt sich also doch, die katholische Kirche. – Was für ein Papst! Seine ersten Worte im Amt waren damals: „Buona sera“ – „Guten Abend“! Cooler Auftritt. An seinem Geburtstag lädt er Obdachlose zu sich zum Essen ein und während Europa seine Grenzen zur Flüchtlingsabwehr verstärkt, geht er zu ihnen, nimmt drei syrisch-muslimische Familien mit zu sich nach Hause und wäscht ihnen die Füße.
„In allem Schlechten steckt immer etwas Gutes“ – ja, klar, Kalenderspruch Nummer 291 oder so, das ist doch abgedroschen. Und klingt doch wie Hohn in den Ohren der Leute, die seit Monaten nicht wissen, wie es eigentlich weitergehen soll, weil Corona ihr Geschäft komplett an die Wand gefahren hat.
„Hier ist eine Grenze erreicht! Es geht schließlich ums Prinzip!“ – Sagst Du das manchmal? Oder könntest Du das sagen. so nach dem Motto: „Ich gebe gern auch mal nach, aber in diesem Punkt nicht. Sonst würde ich meine Überzeugungen verraten. Nein, meine Prinzipien werde ich nicht über Bord werfen“.
Es ist schon ziemlich oldschool, und so ganz freiwillig mach ich das auch nicht, aber ich bin gerade ohne Smartphone unterwegs. Stattdessen hab ich mein 10 Jahre altes Handy wieder rausgekramt.
Oh man, ich hatte so viele Ideen und gute Gedanken – heute Nacht. War das im Traum, oder war ich wach? Irgendwas dazwischen, schätze ich. Zu dumm nur, dass ich mich jetzt nicht mehr dran erinnern kann.
Dieser Teebeutel dürfte wohl der berühmteste Teebeutel der Geschichte werden. Nicht der erste Teebeutel. Der ist auch berühmt. Den hatte im Jahr 1904 der US-amerikanische Teehändler Thomas Sullivan erfunden. Obwohl: „Erfunden“ ist eigentlich schon übertrieben. Gefunden, wäre richtiger.
Der Song der eben gerade gelaufen ist, weißt Du noch, wie der angefangen hat? Hatte der ein langes Intro oder ging’s direkt los?
Jedes Jahr wieder mag ich ihn – den Herbst. Dieses Jahr aber noch mehr als sonst. Klar, ich habe die vielen Sommer-Sonnen-Tage genossen. Kaum getrübt von wolkenverhangenen Regentagen, höchstens von den Nachrichten über brennende Landstriche und trockene Brunnen bei uns in der Gemeinde.
Es gibt manchmal Situationen, in denen machst Du etwas, weil Du denkst, die anderen denken etwas, das die gar nicht denken. Ich sage es nochmal: Es gibt manchmal Situationen, in denen machst Du etwas, weil Du denkst, die anderen denken etwas, das die gar nicht denken. Also zum Beispiel: Du bist abends mit Deiner Arbeit eigentlich durch, gehst aber lieber nicht pünktlich nach Hause, weil die anderen oder die Chefs sonst bestimmt denken, Du bist nicht engagiert genug. Wer hingegen abends noch am längsten da ist, bekommt schon mal ein Lob und extra Dank.
Impfstoff gegen Covid-19: Da ist im Moment ein Wettlauf unter den Großmächten im Gange. Der fühlt sich an wie das große Wettrüsten im Kalten Krieg. Nur geht es dieses Mal nicht darum, die Menschheit zu vernichten, sondern darum, sie zu retten.
Wir zählen mal durch. Wer hat dieses Wochenende frei? 1 – ja, 2 – ja, 3 – ja, 4 – nein. Jeder vierte arbeitet regelmäßig auch am Wochenende. Und jeder fünfte arbeitet mindestens die Hälfte der Werktage abends. Da ist die freie Zeit umso kostbarer.
Also manchmal ist das ja total nice, wie schnell manches geht: Heute bestellt, morgen hast Du das Paket. Den besten Freund auf dem anderen Kontinent einfach per Videocall sehen. Du kommst spät heim, also schnell ein Fertigessen aus dem Supermarkt und ab in den Ofen.
Jetzt haben wir also wieder einen neuen Krieg auf der Erde. Der Kampf um die Enklave Bergkarabach. Ein paar Hundert Zivilisten sind schon getötet worden in den letzten zwei Wochen. Ich will das nicht mehr.
Wie ist das bei Dir im Büro? Locker im Hoodie und alle duzen sich? In jungen Startups ist es ja quasi Standard, dass sich auch auf der Arbeit alle gut verstehen, man gerne auch über Privates plaudert, den Feierabend noch zusammen verbringt, also irgendwie alle auch freundschaftlich verbunden sind.
„Beim Geld hört die Freundschaft auf“ – Gilt das für Dich? Wenn ein guter Freund von Dir finanziell in der Klemme sitzt, leihst Du ihm dann was? Kann ja schon mal passieren, gerade dieses Jahr, in dem wegen Corona manche echt nicht mehr genug Kohle haben. Ich meine jetzt nicht fünf oder zehn Euro, sondern größere Beträge. Sagen wir, 1.000 Euro. Leihst Du die Deinem Freund oder hast Du Sorge, dass das Eure Freundschaft belastet?
Sie stehen ja schon längst wieder da, vor den Kassen im Supermarkt, in großen Regalen und hübschen Verpackungen, die echt Lust drauf machen, sie zu kaufen: Nikoläuse, Plätzchen und Lebkuchen. Da fällt es ja schon manchmal schwer, einfach so an denen vorbeizugehen.
„Ossi“ und „Wessi“ – benutzt Du diese Wörter noch? Heute, am 30. Jahrestag der Deutschen Einheit? Teilst Du Menschen manchmal immernoch in die Schubladen ein „kommt aus dem Westen“ oder „kommt aus dem Osten“, merkt man doch? Oder spielt das für Dich keine Rolle?
Streitest Du Dich manchmal gerne? Also, ich meine jetzt nicht so hässliche Streits, bei denen alle schlechte Laune haben und unsachliche Sätze von sich geben, die keinem helfen. Ich meine dieses Sich-mal-richtig-schön-streiten. Über eine Sache. Über das, was denn nun die Wahrheit ist. Darüber, was jetzt richtig ist.
Es gibt ja so Momente, da ist einfach mal alles gut. Da hast Du alles erledigt, keine Sorgen, bist völlig glücklich, zufrieden, entspannt, mit Menschen zusammen, die Du gerne hast, Du bist völlig im Flow.
Na, seid Ihr glücklich zusammen? Oder denkst Du, bei den anderen Pärchen läuft’s doch viel besser. Was wohl deren Geheimrezept ist?
Bei aller Diskussion um den Klimaschutz wird manchmal fast vergessen: Besonders gut kannst Du das Klima schützen, wenn Du Energie sparst und weniger wegwirfst. Also zum Beispiel Reparieren statt Neukaufen.
„Das Reißverschlussverfahren ist quasi ein öffentlicher IQ-Test“ – hab ich mal gelesen. Sehr geiler Satz! Ich musste gleich drüber nachdenken, wann meine letzte Reißverschlussverfahrenssituation war.
So, Samstagfrüh, auf geht’s! Jetzt wird angepackt. Es ist ja einiges im Haushalt zu erledigen: Einkaufen, Straße kehren, Aufräumen, Putzen, nochmal im Baumarkt vorbei – und im Möbelhaus. Ja, muss ja gemacht werden. Bleibt ja unter der Woche immer liegen.
Bei aller Diskussion um den Klimaschutz wird manchmal fast vergessen: Besonders gut kannst Du das Klima schützen, wenn Du Energie sparst und weniger wegwirfst. Also zum Beispiel Reparieren statt Neukaufen.
Variante 1: Abschreiben! Hey, Ihr könnt mich doch nicht einfach so abschreiben nach all dem, was ich für Euch getan habe. Variante 2: Abschreiben ist verboten – wen ich dabei erwische, der kriegt sofort eine „6″. Variante 3: Abschreiben spart Steuern, das ist das Beste, was Dir passieren kann. Variante 4: Die Kunst des Abschreibens war im Mittelalter hoch angesehen.
Mal angenommen, es passiert eine schreckliche Katastrophe: Das komplette Nachbardorf brennt ab und alle Menschen in dem Dorf werden auf einen Schlag obdachlos und verlieren alles, was sie haben. Also eigentlich ist es gar kein Dorf, sondern eher eine Stadt, denn da wohnen über 12.000 Menschen.
Du triffst jemanden und ihr findet Euch sympathisch, interessant, ein offenes Gespräch entsteht. Aber dann hakt es irgendwie. Du verstehst nicht gleich wieso. Erst diese gemeinsame Wellenlänge und dann im Gespräch plötzlich ein Aneinander-Vorbei. Wieso? Komisch. Schade.
Was machst Du dieses Wochenende? Genießt Du noch mal das schöne Wetter, bevor’s vorbei ist? Bis Dienstag wird’s nochmal richtig sonnig, und pünktlich zum Herbstanfang wird’s dann kühler. Dieses Jahr ist der Herbstanfang am 22. September um genau 15 Uhr 30. Dann steht die Sonne genau senkrecht über dem Äquator. Ab dann werden die Tage bei uns auf der Nordhalbkugel kürzer als 12 Stunden, die Nächte werden länger.
Wie erlebst du das so? Haben junge Leute genug Mitspracherecht? Also ich meine vor allem Kinder und Jugendlich unter 18? Werden deren Interessen genug berücksichtigt, zum Beispiel in den vergangenen Monaten seit Corona?
Das ist ein typisch menschliches Phänomen: Du kannst es wissen, Du willst es aber nicht wissen. Logisch wissen alle, dass der Klimawandel zu einem großen Teil menschengemacht ist. Aber: „Okay, und weiter“ – das ist dumm, aber menschlich. Seit den 80ger Jahren ist klar, dass die Menschheit nicht schlau mit den Ressourcen der Erde umgeht. Aber: „Okay und weiter.“
Wie gut bist Du darin, einen Fehler einzugestehen? Und wie gut darin, anderen deren Fehler zu verzeihen? Und was ist eigentlich, wenn Du vorher schon weißt, Du wirst wahrscheinlich Fehler machen, spielst Du dann von Anfang an mit offenen Karten?
Die Nord-Stream 2 Pipeline einfach so im Meer liegen lassen. Knapp 1.100 Kilometer sind verlegt. Ca.150 fehlen noch. Die Amerikaner würden jubeln, die Balten, die Polen, die Ukrainer. Dieses Projekt, das Deutschland mit Erdgas aus Russland beliefern soll, ist außerhalb Deutschlands richtig unbeliebt.
Stell Dir vor, es gibt kein Geld mehr, also auch nicht auf dem Konto. Du bekommst kein Geld dafür, wenn Du etwas arbeitest, aber Du musst auch nichts bezahlen, wenn Du im Supermarkt was zu essen holst.
Was wollen diese Leute, die da vor dem Reichstagsgebäude auf der Treppe standen, mit ihren Fahnen von vorvorgestern? Wollen die wirklich den Kaiser Wilhelm wiederhaben oder Adolf Hitler, der die halbe Welt in Schutt und Asche gelegt hat?
Nur wegen Corona Bordelle und Prostitutionsbetriebe zuzumachen, das geht ja gar nicht – meint der „Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen“. Das andauernde Verbot von Sexarbeit erweise sich als „systematisches Ausblutenlassen einer ganzen Branche“. Bordelle würden durch das Corona bedingte Berufsverbot kaputt geschädigt.
Die Zustimmung ist echt hoch: Die meisten Menschen in Deutschland finden nach wie vor genau richtig, wie die Politik die Ausbreitung von Corona eindämmt: 60 % stimmen zu. 10 % finden die Corona-Regeln übertrieben, 28 % sind für härtere Verordnungen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen. Andere Institute kommen zu ähnlichen Ergebnissen.
In Amerika geht es echt so was von rund im Moment. Erschreckend. Dieses Thema Rassismus droht das Land richtig zu spalten. Also wir in Deutschland oder auch in Europa haben keinen Grund uns da irgendwie überheblich zu zeigen. Rassisten töten auch in Deutschland.
Wenn jemand mit Fieber krank im Bett liegt, ist er krank, keine Frage. Bei noch viel übleren anderen Krankheiten ist die Sache eh klar. Gute Besserung! Aber wie ist es bei Krankheiten der Psyche? Nimmst Du das genauso ernst wie eine Entzündung am Fuß oder gar wie eine langwierige körperliche Krankheit?
Es gibt eine hochinteressante neue Studie. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben an 1.800 Probanden festgestellt, dass das Leben in der Stadt im Vergleich zum Leben auf dem Land erhebliche Unterschiede mit sich bringt. Die Stadtprobanden waren nachweislich im Durchschnitt größer, eindeutig produktiver und unbestreitbar intelligenter, als ihre Kolleginnen und Kollegen vom Land.
Ob die Menschen wohl jemals alles verstehen werden? Ich meine, wie ist das bei Dir: Willst Du immer mehr wissen, immer weiter dazulernen? Genau darum geht’s ja in der Wissenschaft: Erkenntnisse immer wieder überprüfen, zum Beispiel mit neuen Techniken, die man früher gar nicht zur Verfügung hatte.
Wenn Du gerade fertig mit der Schule bist und nicht direkt weiter machen willst mit Ausbildung oder Uni, dann kannst Du ja ein Freiwilliges Jahr einschieben. Wahrscheinlich denkst Du gleich an irgendeine soziale Einrichtung. Aber auch die Bundeswehr bietet ab September einen neuen 12-monatigen „Freiwilligen Wehrdienst“ an.
Brutale Randale, Bilder von Steinewerfern und genauso von zuschlagenden Polizisten mit Schlagstöcken – die tun mir weh. Das geht mir manchmal durch Mark und Bein.
„Irgendwas ist ja immer“ – Den Spruch bekommst Du ja manchmal zu hören, wenn Du jemandem erklärst, warum Du leider etwas zu spät bist – und der andere nicht so richtig Verständnis hat. Zum Beispiel.
Bei mir steigt jetzt schon die Spannung in Bezug auf die US-amerikanischen Wahlen. Die sind erst am 3. November, aber trotzdem. Es ist wichtig, ob Donald Trump ein zweites Mal gewählt wird – nicht nur für die Wirtschaft, sondern für die Weltordnung, in der wir leben.
So ein bisschen ist ja doch was dran an den Klischees. Die Deutschen sind ja im Vergleich zu anderen jetzt nicht die fröhlichsten Zeitgenossen, das haben zum Beispiel die Spanierinnen und Spanier schon mehr drauf.
Wenn Malle coraonaverseucht, Deine sonstigen Lieblingsurlaubsländer Risikogebiete und die Ostseestrände wegen Überfüllung gesperrt sind, guck doch mal nach, was das nächstgelegene Kloster so draufhat in Sachen Urlaub und Erholung.
Du sitzt im Restaurant oder zu Hause und wartest. 5, 10, 15 Minuten, hm. Du hast Dich schön gemacht, gute Klamotten angezogen, Deine Seele ist vorbereitet, das Herz bubbert. Bestellt und nicht abgeholt. Bestellt und nicht abgeholt. Das ist verletzend und tut richtig weh. Du rufst an. Nichts. Auch am nächsten Tag. Nichts. Dein Date existiert nicht mehr. Und das alles, obwohl ihr Euch schon kanntet. Es wr die Rede von Kindern. Brutal!
Du sitzt im Restaurant oder zu Hause und wartest. 5, 10, 15 Minuten, hm. Du hast Dich schön gemacht, gute Klamotten angezogen, Deine Seele ist vorbereitet, das Herz bubbert. Bestellt und nicht abgeholt. Bestellt und nicht abgeholt. Das ist verletzend und tut richtig weh. Du rufst an. Nichts. Auch am nächsten Tag. Nichts. Dein Date existiert nicht mehr. Und das alles, obwohl ihr Euch schon kanntet. Es wr die Rede von Kindern. Brutal!
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