Politik zum Wohl aller
Wie ging es Dir diese Woche, als die Ampel-Parteien die Inhalte vom Koalitionsvertrag veröffentlicht haben? Ganz spontan – was hast du als erstes gedacht? „Immer das Gleiche“ oder „endlich Aufbruch“?
89.0 RTL ist der Sender mit der einen starken UKW-Frequenz auf dem Brocken. In dem jungen Programm senden wir die kurze, knackige Rubrik “Was glaubst du?”, die dort samstags um 06:05 und 07:05 läuft, sonntags um 5 nach 6, 7, 8 und 9 und mittwochs bis freitags um 03:05.
Wie ging es Dir diese Woche, als die Ampel-Parteien die Inhalte vom Koalitionsvertrag veröffentlicht haben? Ganz spontan – was hast du als erstes gedacht? „Immer das Gleiche“ oder „endlich Aufbruch“?
Erster Advent. Hast Du schon die ganze Wohnung weihnachtlich dekoriert, oder fängst Du damit erst heute ganz gemütlich an? Oder beschränkt sich das bei Dir auf eine Lichterkette oder eine Kerze? Ist auch gut.
Diese Novembertage, die späten, wenn es in den Nächten friert und tagsüber die Sonne den frühen Nebel vertreibt – das ist die Zeit zum Dichten.
Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Das sind drei Leitbegriffe, die den christlichen Kirchen sehr am Herzen liegen. Frieden – das betrifft die Außen- und Sicherheitspolitk der neuen Ampel-Koalition. Gerechtigkeit – betrifft die Sozial- und Menschenrechtspolitik und die Bewahrung der Schöpfung – die betrifft die Klimapolitik der neuen Ampel- Koalition.
Wie lange kannst Du Deinen Beruf ausüben, bis Du sagst: „Ich kann nicht mehr“? Und wie lange kannst Du trotzdem weitermachen, weil es nicht nur um Dein Gehalt geht und dass Du Deine Familie versorgen kannst, sondern weil Du gebraucht wirst, weil ohne Dich direkt Menschen sterben?
Du kannst genau all das machen, was Du darfst. Du kannst das Maximum ausreizen. Aber Du musst nicht. Du kannst Dich auch freiwillig selbst begrenzen, die Sicherheit hochschrauben. Weil es sinnvoll ist. Weil es wichtig ist. Für Dich und für andere.
Manchmal treffen zwei Sachen, die eigentlich nichts miteinander zu tun zu haben, ganz komisch zusammen. Zwei Meldungen zum Beispiel wie diese:
„I want you to panic“ – „Ich will, dass Ihr Panik bekommt“ – hat Greta Thunberg im Januar 2019 gesagt, gerichtet an die Hauptverantwortlichen im Davoser Wirtschaftsforum – und: „Ihr sollt die Angst spüren, die ich jeden Tag spüre“.
Kurioser Fall: Peanuts vor Gericht! In Hannover haben die Eltern eines Mädchens, das eine extreme Erdnussallergie hat, verlangt, dass ihre sechsjährige Tochter eine erdnussfreie Grundschule besuchen darf.
„Gott wohnt nicht in von Menschen gemachten Tempeln“, das hat der mitteldeutsche Regionalbischof Christian Stawenow von der Evangelischen Kirche gesagt. Gott wohnt nicht in von Menschen gemachten Tempeln, damit meinte der Gottesmann auch die eigenen Kirchen. Gott wohnt nicht in den evangelischen Gotteshäusern. Das ist überraschend. Aber…
Es ist kalt. Abends draußen, im Nieselregen, auf dem Weg nach Hause – nass und saukalt. Ohne warme Kleidung und was Warmes zu essen und zu trinken, das willst Du nicht. Ohne überhaupt irgendetwas zu essen und zu trinken, das geht gar nicht. Und trotzdem ist es gerade so, seit Wochen, für inzwischen tausende Menschen, eingesperrt im Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus.
Heute vor 60 Jahren, am 14. November 1961, ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entstanden. Das Ministerium sollte vor allem ärmeren Staaten bei der Entwicklung helfen.
Klar, es gibt Menschen, die haben medizinische Bedenken gegen die Impfung. Aber das ist nicht die Mehrheit – insgesamt nicht und auch unter denen, die sich bisher nicht haben impfen lassen. Der Göttinger Soziologe Berthold Vogel sagt: 50 bis 60 Prozent der „Impfgegnerschaften“ seien politisch motiviert.
Weil er einen jungen Iraner durch ein 10-tägiges Kirchenasyl vor der Abschiebung schützte, wurde Stefan Schörk, Pfarrer der Evangelisch-methodistischen Kirche im bayerischen Pegnitz, diese Woche vom Amtsgericht Bayreuth zu zwei Jahren Bewährung und einer Geldauflage von 1.500 Euro verurteilt.
Stell Dir mal bitte gerade folgende Leute bildlich vor: Menschen, die Elektro-Schaltschränke zusammenbauen, die die Abwasserleitung in deinem Haus reparieren, die in der Werkstatt dein Auto reparieren und die Entwicklungsabteilung für Windenergieanlagen leiten. – Gut, und jetzt stell Dir die Leute vor, die Dich in der Arztpraxis an der Anmeldung begrüßen, die Dich im Modegeschäft beraten, die im Seniorenheim die Menschen pflegen, und die in der Kita arbeiten.
Am Donnerstag war’s wieder so weit: 11.11., 11 Uhr 11, helau und alaaf, tuff-tää. Ich geb’s ja zu, Du merkst es schon, ich bin echt nicht so der Karnevals-Fan. Aber ich bin ungern ne Spaßbremse, also wer so’n richtiger Jeck ist, nur zu, habt Spaß, feiert, tanzt, trinkt, lacht, super. Normalerweise. Aber jetzt gerade? Nee, also, ich krieg das echt nicht zusammen. Da haben wir gerade die höchste Zahl an Corona-Neu-Infektionen weltweit, wir haben richtig nasskalt-graues November-Wetter, bei dem man sich schon außerhalb der Pandemie ruck-zuck ne Erkältung holt, die Krankenhäuser schlagen Alarm, weil sie absehbar und vorhersehbar in wenigen Tagen mehr als am Limit sind – und dann wird gefeiert, Arm in Arm, und geschunkelt, und „Auf, trinke’mer noch einen!“.
Es gibt unsterbliche Helden. Solche wie Robin Hood, selbstlos im Einsatz für die Armen und Ausgestoßenen. Unerschrocken im Kampf gegen den korrupten Sheriff von Nottingham. Jeanne D‘Arc, Spiderman. Braveheard, der sein Herz gibt für die Freiheit der Schotten, gegen die staatliche Bevormundung durch England. Wer diese Typen liebt so wie ich, will auch immer selbst ein bisschen so sein wie diese Kämpfer gegen die staatliche Macht.
Die Überhitzung des Planeten wird das Menschsein beenden, wie wir es bisher gekannt haben. Das Zeitalter des Homo Sapiens ist zu Ende.
Der Yellowstone Nationalpark in den USA, der Nationalpark Iguaçu in Brasilien, Stonehenge in England – alles besondere Orte, die als Unesco-Welterbestätten ausgezeichnet sind. Aktuell gibt es 1.154 in 167 Ländern. Allein in Deutschland sind es 51, darunter der Limes, der Naumburger Dom, die Wartburg, das Bauhaus in Weimar, Dessau und Bernau, aber auch das Wattenmeer und das Erzgebirge.
Was hat die Menschheit nicht alles hingekriegt? Feuer, Licht, das Rad, Telefonieren, zum Mond fliegen, Impfstoff gegen eine Pandemie erfinden? Klar, es gibt auch große Gefahren, die scheinen wir nicht in den Griff zu kriegen: Nuklear-Kriege, Flucht-Ursachen, die Erdüberhitzung.
Auf die Straße gehen, demonstrieren, streiken, protestieren, bringt’s das überhaupt? Das kannst Du Dich schon fragen, wenn Du siehst, wie klein die Schritte sind, die auch bei der diesjährigen Klimakonferenz gemacht werden, obwohl doch klar ist, dass das Ruder weltweit endlich mal richtig rumgerissen werden muss, um das Überleben der Menschen zu retten – und dabei nicht so rumreißen, dass zig Leute über Bord gehen. Auf den Protesten von Fridays for Future und anderen wird all das doch seit Jahren gefordert, und trotzdem läuft’s so langsam. Also was bringt alles protestieren?
„Detektion von Toxizität und Aggressionen in Postings und Kommentaren im Netz“ – kurz: „DeTox“. Das ist ja mal voll der Name für ein Forschungsprojekt. Den Forschenden der Uni Darmstadt geht es darum, wie man quasi vergiftete und aggressive Postings automatisch erkennen kann, also Hass, Hetze, Desinformation, Beleidigungen und Bedrohungen.
Der kluge Papst Franziskus hat Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Weltreligionen eingeladen: Ein Imam aus Ägypten, Juden, Hindus, Buddhisten, Sikhs. Sie alle gemeinsam haben an die Klimakonferenz im Schottischen Glasgow appelliert. Sie verurteilen die unermessliche menschlicher Gier und rufen dazu auf, unseren Kindern keine Wüste zu hinterlassen, wo wir doch ursprünglich einen Garten geerbt haben. Die Religionen der Erde mahnen die Politik zur Bewahrung der Schöpfung.
Wie kommt das, dass uns die Bilder von den Covid-Opfern in Italien, die damals nachts in Särgen auf Lastwagen zu den Friedhöfen transportiert worden sind, so geschockt haben? Ich glaube, es lag daran, dass wir dachten, das könnte auch uns passieren. Das war nicht nur Mitleid, das war Angst.
200.000 Quadratkilometer. Wie groß ist das? Also die Fläche von Deutschland ist ungefähr 360.000 Quadratkilometer. Großbritannien hat ungefähr 240.000, Belarus hat 207.000. Okay, also ungefähr so groß wie die Fläche von Belarus ist so groß wie alle Dachflächen dieser Erde zusammen. Das hat ein internationales Forscherteam ausgerechnet.
Guckst Du Dir auch manchmal gern alte Fotos an? Auf manchen Smartphones kommen ja automatische Rückblicke. Da sucht das Programm dann selbständig Zusammenstellungen raus. Mal Porträts von den Gesichtern, die Du am häufigsten fotografiert hast, mal Fotos, die in verschiedenen Jahren an einem bestimmten Tag gemacht worden sind, also zum Beispiel am 31. Oktober 2017 beim Reformationsausflug zur Wittenberger Schlosskirche oder 2020 Halloween-Schminken mit den Kindern.
Liest Du regelmäßig Deine Lokalzeitung? Oder gibt’s die gar nicht mehr? Es ist ja schon seit einiger Zeit so: In vielen westlichen Industriestaaten sterben viele Zeitungen, vor allem die kleinen. „Schade“ denken manche. „So what“ sagen andere. Jonas Heese, Gerardo Pérez Cavazos und Caspar David Peter sagen dazu: Dann leben die Menschen teurer und gefährlicher!
Mit wie vielen Leuten hattest Du in den vergangenen Tagen zu tun, auf die Du lieber verzichten würdest? Und mit wieviel unangenehmen Menschen hast Du immer wieder zu tun?
Abschottung ist eine Illusion. Die scheidende Kanzlerin hatte das 2015 verstanden. Die Menschen, die es unter Einsatz ihres Lebens bis an die Grenzen der Europäischen Union geschafft haben, sind eine Realität. Der Respekt, den Merkel weltweit genießt, geht auch auf ihren Mut zurück, damals dieser Realität entsprechend gehandelt zu haben.
Wann hast Du die guten Ideen? Wann führst Du die besten Gespräche? Nachts um 4 oder tagsüber?
Ich freue mich schon drauf, demnächst Plätzchen zu backen. Schreibt @Cassie auf Twitter: „Wenn du Plätzchen gebacken hast und dir selbst nur die gönnst, die bisschen verbrannt sind oder hässlich aussehen, hast du ein Problem mit Selbstliebe“.
An was denkst Du, wenn Du an eine Insel denkst? Wie sieht die aus? Eine ist 480 Meter lang und 160 Meter breit: die Insel Hashima. Das ist japanisch und heißt „Grenzinsel“. Sie liegt 3 Kilometer südwestlich von Nagasaki, und ihr gebräuchlicher Spitzname ist Gunkanjima – Kriegsschiff-Insel.
Hast Du den Großen Zapfenstreich am Mittwoch gesehen? Also, das erste, was ich davon gesehen hatte, war ein kurzer Videoausschnitt mit Fackelträgern vor dem Reichstag. Und dann die riesen Diskussion: Auf Twitter trendeten die Hashtags #Soldaten, #Bundeswehr, #Zapfenstreich und: #Wehrmacht.
Ich weiß gerade gar nicht mehr so richtig, wo ich es gesehen oder gehört habe, aber mal wieder wurde über das Gendern in der Sprache diskutiert. „Mal wieder“, denn in den Wochen vor der Bundestagswahl kam das Thema auch immer wieder in den Triellen, Wahlarenen und wie sie alle heißen vor.
Herbstferien-Zeit. Das Wetter ist ja so mittel, vielleicht doch noch mal weg ins Warme? Oder für die Wintermonate nen Urlaub buchen?
Es ist echt kühl geworden die letzten Tage. Der meteorologische Herbstanfang war schon am 1. September, vor 1 ½ Monaten, in zwei Wochen werden die Uhren wieder umgestellt. Es wird dunkel.
Eigentlich redet man nicht so drüber. Aber wenn wir mal in ner Schulklasse so durchzählen, mit vielleicht so 25 bis 30 Leuten: 2 davon haben jemanden zuhause, den sie pflegen. Wahrscheinlich die Oma oder den Opa, oder die Ur-Oma. Hätte ich echt nicht gedacht, aber für eine neue Studie haben Sozialwissenschaftler junge Leute zwischen 16 und 39 gefragt, und das ist ein Ergebnis. Und von den Befragten, die bis jetzt noch niemanden pflegen, können sich 68 Prozent vorstellen, jemanden aus der Familie zu pflegen. Warum redet man trotzdem nicht drüber?
Und jetzt eine der zukunftsweisenden Technologien! Meine Damen und Herren, wir präsentieren Ihnen: Algen. – Was? Ja, Du hast richtig gehört. Algen sind die Zukunft – als Alternative zu Photovoltaik und Solarthermie. Genauer gesagt: Mikroalgen. Die können nämlich Energie und Wärme zum Betrieb von Häusern liefern.
Wenn Du findest, dass jemand anderes so richtig Mist erzählt, dann denkst Du sowas wie „der hat ja wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank“ – oder wahlweise auch noch wesentlich schlimmere Dinge. Die sag ich jetzt mal nicht, weil … naja, ich weiß nicht, ob mir das nicht später dann doch sehr unangenehm wäre, wenn ich das jetzt alles aussprechen würde.
„Können wir bitte mal aufhören, an neue, nachhaltigere Lösungen vollkommen weltfremde Perfektionsansprüche zu stellen, während wir bis zum Hals in einem klebrigen Status-Quo-Morast stecken und uns so benehmen, als sie der besser?“ – Ähm, um was geht’s?
Wenn Du mitbekommst, dass in Deiner Familie oder im Freundeskreis jemand ungerecht zu jemand anderem ist, was machst Du dann? Sagst Du was? Oder hältst Du Dich raus, das sollen Deine Geschwister mal schön untereinander klären?
Super viele Leute waren am Freitag wieder auf der Straße beim weltweiten Klimastreik. Nicht nur junge Leute, sondern auch mittelalte und alte. Trotzdem ist für viele ältere das Thema Klimaschutz bei der Wahl nicht so entscheidend. Wie kann das sein? Die Frage ist: Wieviel Erderwärmung willst Du persönlich noch erleben?
Meine Güte, wie ich diese Spät-Sommer-Sonnen-Tage liebe. Das Korn gemäht, der obligatorische Anruf von Opa Otto, dass die Äppel jetzt von den Bäumen müssen. Und dann kommen sie. Die Kraniche. Die Glücksvögel. Die Göttervögel. Von der Ostsee über Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, teils östlich, teils westlich am Brocken vorbei, über Niedersachsen und Hessen, den Rhein entlang, bis nach Südeuropa.
Wir wählen in Deutschland zwar nicht direkt die Kanzlerin oder den Kanzler, aber die Kandidaten Laschet, Scholz und Baerbock stehen ja trotzdem mega im Mittelpunkt der Bundestagswahl: Wer wäre wohl von den dreien am geeignetsten?
Anna Nicole Heinrich ist in Deutschland auf eine sogenannte Erkundungstour aufgebrochen: von Flensburg bis Freiburg, vom Flutgebiet im Westen über Frankfurt am Main bis Frankfurt an der Oder. Dass die junge Frau einen Monat nur mit Öffis unterwegs war und kein einziges Mal in einem Hotel geschlafen hat ist für die Vorsitzende eines großen Parlaments nicht ganz gewöhnlich. Auch nicht für die Vorsitzende eines Kirchenparlaments. Die Präsidentin, oder Präses – wie es bei Kirchens heißt – ist mehrere Jahrzehnte jünger als ihre Vorgängerin und sorgt in der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland schon jetzt für frischen Wind.
Findest Du, dass man 17.000 deutsche Arbeitsplätze gefährden darf? Das fordert die evangelische Hilfsaktion Brot für die Welt. Hammer, oder? Aber: Beim Weltklima geht es um Millionen Menschen, die ihr Hab und Gut, um Hunderttausende, die ihr Leben verlieren. 17.000 Arbeitsplätze sind gefährdet, wenn wir in Deutschland auf Kohlekraftwerke verzichten. Das ist ein „tragbares Opfer“ sagt Brot für die Welt. Zumal allein in Deutschland mindestens in gleicher Höhe neue Arbeitsplätze durch erneuerbare Energien entstünden.
Findest Du Politik eigentlich interessant und spannend? Macht Dir das Freude zu verfolgen, welche Konzepte die Parteien haben, wie die Abgeordneten im Bundestag streiten – oder im Wahlkampf? Oder ist das für Dich eher so ödes Zeug, und Du blickst nicht durch, und schläfst bei den Wahlsendungen vorm Fernseher ein?
Es gibt Bilder, die zeigen wie Löwen und Lämmer friedlich beieinander liegen. Das sind paradiesische oder himmlische Verhältnisse.
„Das geringste Übel wählen“ – so beschreiben das ja einige. Wenn sie nächste Woche bei der Bundestagswahl abstimmen, dann wählen sie „das geringste Übel“. Das klingt ja schon ziemlich resigniert. Halt so „Naja, die Parteien, die zur Wahl stehen, sind ja im Endeffekt alle nicht so doll“. Ist auch in Ordnung, das so zu machen.
Wenn Du am Montagmorgen zum Zahnarzt musst, hältst Du Dich am Sonntagabend vermutlich mit Knowi etwas zurück, oder? Du willst ja nicht stinken. Vielleicht kaust Du auch am Montag auf dem Weg zum Zahnarzt noch ein frisches Kaugummi. Das gleiche gilt auch für’s Büro – und extrem für Raucher: nach der Pause schnell noch ein kleines Kaugummi bubbeln gegen Mundgeruch – das ist einfach praktisch sympathisch frisch.
Ich sag zwei Stichworte, und Du sagst, an was du zuerst denkst: „Auto“ und „Verbrauch“. – Okay? – Lass mich raten, du hast an Benzin oder Diesel gedacht. Oder vielleicht an den Strom, falls Du ein Elektroauto hast.
„Merkt Ihr schon was? Wann genau sterben wir denn alle gleichzeitig heute?“ – Also, man kann sich schon mal lustig machen darüber, dass ja angeblich alle Geimpften vorgestern sterben sollten. Das haben ja ernsthaft einige Menschen geglaubt: Leute, die an Verschwörungen rund um Corona glauben. „Um 0 Uhr oder um 23:59? Und welche Zeitzone eigentlich?“ – Macht schon Spaß zu lesen, wie sich viele andere darüber im Netz lustig machen.
Es gibt Ski-Langlauf-Fans, Ski-Routen-Läuferinnen, Ski-Wanderer und die Raser, die die Alpenpisten möglichst schnell runterdonnern. Bei fast allen aber gehört das Après-Ski zum Skiurlaub dazu. Oder besser gesagt: „gehörte“. Denn in Österreich wird es ein unbeschwertes Feiern wie im März 2020 im Corona-Hot-Spot-Ort Ischgl nicht mehr geben. Österreich hat dazugelernt. Die Gäste – so die Tourismusministerin Elisabeth Köstinger – müssen sich in der kommenden Saison gerade beim Après-Ski auf strenge Zugangsbeschränkungen einstellen.
Maximaleventualbedarf. Geiles Wort, oder? Maximaleventualbedarf. Wer’s erfunden hat, ist nicht so ganz klar, aber ich hab’s die Tage in einer Diskussion um Autos gelesen. Dazu eine direkte Frage: Wie groß muss Dein Auto sein – mindestens?
Dass die Internetriesen viele Daten über uns sammeln, is eh klar. Dass sie aber mehr über uns wissen, als wir selbst, das kann richtig wehtun.
„Generell kann man sagen: Je deformierter das Unfallauto ist, desto mehr wird sich drumherum versammelt“, erzählt Rettungssanitäter Kevin Grigorian in einem Interview. Und die Leute sind da nicht zum Helfen – sondern zum Gucken. Oder sie filmen sogar, wie da schwerverletzte Menschen Todesängste haben. Sanitäterinnen und Sanitäter haben immer öfter richtig Probleme, sich um die Verletzten zu kümmern. Dann müsse erst die Polizei kommen und die Unfallstelle abriegeln.
Maskendeals, Whire-Card-Skandal, Aserbaidschan-Connection. Jetzt legt Amnesty-International den Finger in eine neue offene Wunde der Regierungsarbeit: Das Bundeskriminalamt (BKA) hat von verschiedenen Firmen Überwachungs-Software gekauft und eingesetzt. Unter anderen auch die Software „Pegasus“ des Technologieunternehmes NSO-Group Technologies. „Pegasus“ allerdings wird laut Amnesty in vielen Ländern immer wieder systematisch zur Verfolgung von Journalistinnen, Menschenrechtsaktivisten und Oppositionspolitikerinnen eingesetzt.
Kannst Du Risiken gut einschätzen? Zum Beispiel beim Abstand-Halten beim Autofahren an: Geschwindigkeit, Reaktionszeit, Straßenverhältnisse, heißt soundsoviel Abstand, oder es rumst. In Bezug auf Terroranschläge müsste das eigentlich ähnlich sein:
Heute vor genau 20 Jahren? Also ich war gerade zuhause und hatte schon ne Weile mit nem Kumpel telefoniert. Und dann sagt er plötzlich: „Ey, mach mal den Fernseher an! Das ist ja krass!“. Und ich bin mir sicher, er kann sich noch genauso dran erinnern.
Welche Themen sind für Dich entscheidend bei der Bundestagswahl? Geht’s Dir nur darum, welche Politik für Dich persönlich die beste wäre? Oder auch für andere?
Ui, das geht wieder mal an den Kern der typisch-deutschen Debattenkultur. Annalena Baerbock hat eine Plattform für anonyme Hinweise gegen Steuerhinterziehung ins Spiel gebracht. Und schon prasselt die Kritik – vor dem Wahlkampf – von allen Seiten auf sie nieder: dem Denunziantentum sei Tor und Tür geöffnet – so die Linke. Misstrauen werde geschürt – so die FDP. Die SPD sieht in dem Vorschlag der grünen Kanzlerkandidatin eine Quelle für Missgunst, Unterstellungen und Denunziation.
„Bedeutet unser Leben nichts?“ – das wurde Dr. Nikolai Huke gefragt. Warum? Er hat in einem Forschungsprojekt der Uni Kiel untersucht, wie Menschen in Flüchtlingsunterkünften gelebt haben während der Corona-Pandemie. Und die Menschen dort haben das gefragt: „Bedeutet unser Leben nichts?“
Dieser Claus Weselsky, der Chef von der Lokführer-Gewerkschaft, das ist der einzige mutige Deutsche. Der zieht den Streik durch nach allen Regeln der Kunst und des Rechts. Dieser GDL-Chef, der lässt sich weder von der Bahn noch von der angeblichen Ablehnung der angeblich entnervten Öffentlichkeit kleinkriegen. Der sorgt dafür, dass die Leute für ihre Arbeit auch anständig entlohnt werden. Angstfrei, mit Macht und langem Atem für das einzutreten, wovon man überzeugt ist; so ist das richtig.
In Frankfurt am Main auf einer sehr belebten und lebendigen Straße nicht weit vom Hauptbahnhof steht seit kurzem ein neues Denkmal. Ein Waisen-Karussell: eine sechseckige Holzkiste zum Draufsetzen auf einer Drehscheibe, wie man sie von manchen Spielplätzen kennt. Auf den Seiten der Holzkiste stehen kurze Sätze wie: Auf Wiedersehen Mutter, Auf Wiedersehen Vater – oder – bis bald mein Kind!
„Für die Mobilitätswende brauchen wir weniger, kleinere, leichtere und in der Nutzung geteilte Autos“ – das ist mal ne Ansage. Merle Groneweg hat das gesagt, die eine Studie für PowerShift, Misereor und Brot für die Welt erstellt hat. Es reiche nicht, die Antriebstechnik von Benzin und Diesel auf Elektro umzustellen, wir brauchen weniger davon. Und zu dem Ergebnis kommt sie nicht nur aus Gründen von Klima- und Umweltschutz, sondern auch zum Schutz von Menschenrechten.
Andi denkt darüber nach, ein Lastenrad zu kaufen. Dann könnte er auch größere Einkäufe ohne Auto erledigen. Er schreibt auf Twitter: „Aber wir haben hier keinen Platz dafür“. Guter Punkt.
Zwei Typen gibt es, wenn es um die Bearbeitung von Stress geht: Typ A setzt von vornherein Prioritäten und macht das Wichtigste zuerst. Typ B macht erst das Kleinzeug weg, um sich dann in Ruhe dem Wichtigen zu widmen.
Was würdest Du gerne mal ändern? Und was hält Dich davon ab, das zu tun? Beispiel: deine Wohnung endlich so einrichten, wie’s Dir eigentlich gefällt. Bei @frankstengel war es auch so. Die Wohnung hat ihm und seiner Frau schon länger nicht richtig gefallen. In letzter Zeit – das schreibt er in einem Tweet – habe seine Frau angefangen, die gemeinsame Wohnung umzugestalten. Warum auf einmal?
Kennst Du das? Dass Du eine Sache einfach voll versemmelst? Du hattest Dir das ganz anders gedacht, aber dann lief die Sache, step for step immer weiter in die falsche Richtung. Wie konnte das passieren? Hättest Du früher die Reißleine ziehen müssen? Solltest jetzt sofort und in diesem Moment Stop sagen zu dieser Entwicklung? Geht nicht mehr?
Einige Städte machen das schon. Pfandflaschenringe um Pfosten, Straßenschilder oder öffentliche Papierkörbe aufhängen. Jetzt zieht Frankfurt am Main nach.
Es ist ja schon richtig, wenn Du in manchen Dingen so ne gewisse Anspruchshaltung hast. Wenn Du irgendwo etwas kaufst, möchtest Du dass es gut ist und funktioniert. Wenn Du ins Restaurant gehst, möchtest Du freundlich bedient werden und gutes Essen – und bei einer Pandemie? Naja, da sollten alle gut versorgt werden. Und bei so ’ner Pandemie heißt das auch über die Grenzen Deutschlands hinaus – weltweit.
Der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Glogowski ist 1999 zurückgetreten, weil er sich bei seiner Hochzeit das Bier von einer Brauerei hat sponsern lassen. Klingt unglaublich, oder?
Ich weiß ja nicht, ob Du zu den Leuten gehörst, die in den Lockdown-Monaten von zuhause gearbeitet haben, aber falls ja, ist die Frage: Was ziehst Du denn jetzt auf der Arbeit an?
Diese Sache mit dem Recht haben – die ist verdammt verflixt. Es gibt den Spruch: Nichts ist schlimmer in einer Ehe, als immer Recht zu behalten. Behältst Du immer Recht, bist du rechthaberisch? Behält Dein Partner, oder Deine Partnerin immer Recht, bist Du mucksch und fühlst Dich auf Dauer untergebuttert?
Wann bist Du das letzte Mal mit ’nem Schiff gefahren? Mit einer der Elbfähren im 89.0-RTL-Sektor übergesetzt? Vielleicht hast Du da auch den Hinweis gesehen: „Die auf dem Schiff vor dem Kapitän geschlossenen Ehen haben nur Gültigkeit für die Dauer der Fahrt!“.
Ob und wie sich das Christsein und das Soldatsein vereinbaren lassen, oder sich widersprechen, das macht sich in Deutschland aktuell an der Frage fest, ob es angesichts der staatlichen Würdigung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan einen sogenannten „Großen Zapfenstreich“ geben soll. Der „Große Zapfenstreich“ ist ein militärisches Ritual, bei dem der getöteten und verletzten Soldatinnen und Soldaten gedacht und den aus dem Einsatz Heimgekehrten gedankt wird.
Jeder, der ein bisschen Gripps im Kopf hat, konnte doch wohl vorhersehen, dass die Taliban zügig auf Kabul vorrücken; da hätte man die Ortskräfte sofort evakuieren müssen. So blöd kann die Politik gar nicht gewesen sein, das nicht vorherzusehen! Wie können die Politiker denn jetzt sagen: wir sind alle überrascht worden?
Es ist egal um welches Thema es geht: kein einziges hält sich lang auf Platz 1 des allgemeinen Interesses. Nach ein paar Wochen verlieren die Menschen an jedem Thema das Interesse: Rechtsextremismus, Hungersnöte, ein Eisbärbaby, Afghanistan, eine Dürre, eine Flutkatastrophe, Inzidenzen, Lockdowns oder Corona-Varianten. Nach ein paar Wochen entsteht dieses Gefühl: „Ich kann’s nicht mehr hören“.
Was sind Chemtrails? Na, die Dinger aus einer dieser Verschwörungserzählungen, die angeblichen Kondenzstreifen mit Chemikalien. – Und was ist ein Cem-Trail? Das ist die Wahlkampftour von Grünen-Politiker Cem Öszdemir.
Also 1 Billion Dollar, das ist schon sehr, sehr viel Geld. Tausend Milliarden Dollar, das ist zwar nur die Hälfte von dem, was der US-amerikanische Präsident Joe Biden für die Erneuerung der Infrastruktur ausgeben wollte. Aber es war ein Triumpf: Biden hat es geschafft, dass im Senat auch 19 Republikaner seinem Infrastrukturpaket zugestimmt haben, obwohl Ex-Präsident Trump ihnen mit persönlicher Rache gedroht hatte.
So, ich glaube, jetzt is’ es soweit: Jetzt kannst Du jede Woche einen anderen Wahlcheck machen. Vor ungefähr einer Woche ging der Klimawahlcheck an den Start, jetzt ist der Sozial-O-Mat gestartet. Ist ja ne ganz coole Sache. Statt die Wahlprogramme alle durchzulesen, einfach zwischendurch mal mit Wahlentscheidungstools checken, was die Parteien so vorhaben – und was nicht.
Du scrollst durch Deine Timeline, und weil ja gerade einige im Urlaub sind, gibt’s wieder ne Menge Fotos. „Babybadespaß“ – und der kleine Sohnemann Deiner Schwester lacht Dir mit ’nem Quietsche-Entchen entgegen“.
Ich finde Spionagefilme cool. Bond sowieso, aber auch solche, die wahre Begebenheiten in spannende Filme umsetzen. „Der Spion“ lief gerade im Open Air bei uns. Ein völlig unbedarfter Londoner Kaufmann ist da sozusagen aus Versehen zum Spion geworden und hat sich mit einem hohen russischen Beamten befreundet. Der Film erzählt, wie die beiden 1962 letztlich die Kuba-Krise zu einem guten Ausgang gebracht und die Welt … aber ich will ja nicht spoilern.
Hast Du einen Überblick darüber, in welchen Punkten genau sich die Parteien in ihren Wahlprogrammen unterscheiden und zu welcher Partei Du am besten passt? – Naja, ganz ehrlich: Wer arbeitet sich tatsächlich durch die Wahlprogramme komplett durch?
Die Universität Glasgow hat eine Studie gemacht mit alt gewordenen Profi-Fußball-Spielern. Eine Studie zum Thema Demenz. Was könnte da wohl bei rausgekommen sein? Was meinst Du? Sind Fußballspieler bis ins hohe Alter eher fit im Kopf, oder sind sie überdurchschnittlich vergesslich? Wobei Demenz ja nicht nur einfach Vergesslichkeit ist. Aber umgangssprachlich versteht man das ja meistens so.
Urlaub im zweiten Corona-Jahr – das ist immer noch alles andere als „normal“. Viel weniger reisen ins Ausland, und es wird viel diskutiert über die Regelungen, wer sich nun wie wann bei der Rückkehr testen oder in Quarantäne begeben muss. – Und bevor die Reise losgeht?
Geredet wird über den Klimawandel jede Menge. Nur: was läuft real? Im ersten Halbjahr 2021 sind in Deutschland rund ein Drittel mehr Braun- und Steinkohle verbrannt worden, als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Wenn Du aus dem Urlaub zurück kommst, was ist das größte Problem, was ist der größte „Erholungskiller“ nach den gechillten Urlaubstagen? Die Krankenkasse KKH wollte das genauer wissen und hat eine Umfrage dazu in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Liegengebliebene Arbeit, Wäschewaschen und das Sichten von Post sind die drei größten „Erholungskiller“.
Ich finde, manchmal nervt das Smartphone total. Ausgerechnet an dem Tag, an dem Du was Wichtiges erledigen willst, Dich mal nur auf eine Sache konzentrieren möchtest, rappelt das Ding ständig. Hier ne Nachricht, da ne Frage, Eilmeldung, blablabla.
Die heiße Wahlkampf-Phase kommt langsam ins Rollen. Und auch wenn manche Politiker wie der bayrische Ministerpräsident Markus Söder von der CSU von einem Schlaftabletten-Wahlkampf spricht. Das, was man die heiße Phase nennt, wird kommen. Oft genug wünscht man sich allerdings auch, dass sie möglichst schnell vorbei geht. Statt zu arbeiten, beschimpfen sich die Politikerinnen und Politiker vor den Kameras, dass es nur so kracht. Dabei ist es ja immer noch deren Hauptjob, für alle gute Gesetze zu machen.
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