Diakonie und Diskutieren über Politik
Es ist schon was Besonderes: Die Diakonie Mitteldeutschland, die zur Evangelischen Kirche gehört, sagt in Bezug auf eine Partei: Die ist keine gute Wahl, die passt nicht zu unseren Werten: die AfD. Warum?
Was sind Deine Themen? Was ist Dir wichtig? Nach welchen Kriterien entscheidest Du, wenn es um komplizierte persönliche oder politische Fragen geht? Kurz gesagt halt: Was glaubst Du?
Die Kirche will, dass die Menschen sich solche Fragen weiter stellen. Nach den Antworten will sie mit den Hörern gemeinsam suchen.
Deshalb heißt es bei uns: Was glaubst Du? evangelisch for you.
Es ist schon was Besonderes: Die Diakonie Mitteldeutschland, die zur Evangelischen Kirche gehört, sagt in Bezug auf eine Partei: Die ist keine gute Wahl, die passt nicht zu unseren Werten: die AfD. Warum?
Heute endet die Woche der Meinungsfreiheit. Das Motto in diesem Jahr: „Was ist wahr?“ Eine ziemlich große Frage für eine Zeit, in der Bilder, Stimmen und Videos täuschend echt gefälscht werden können.
Es ist wieder Zeit, den Bollerwagen auszupacken: Am Donnerstag ist Vatertag, Herrentag, Männertag. Gutes Wetter, ein paar Kumpels und einige Flaschen Bier, mehr brauchen wir Männer am Donnerstag nicht. Was zum Grillen wär noch gut, ja! Und dann los. Am besten gleich morgens.
Heute ist Muttertag. Für viele ist das ein netter Anlass: Blumen, Frühstück ans Bett, vielleicht ein Anruf. Ein Tag, an dem Mütter mal im Mittelpunkt stehen sollen. Das klingt erstmal schön. Und oft ist es das auch.
Stell dir vor, du wächst auf an einer Grenze. Auf der einen Seite: dein Dorf und auf der anderen: schon ein anderes Land. Früher war das eine Schranke, Stempel, manchmal Stacheldraht. Heute fährst du einfach rüber. Ich red nicht über Ost und West, ich red über Europa oder die EU.
Wie misst man eigentlich, wie gut es einer Gesellschaft geht? Wann ist ein Land erfolgreich? Einige klassische Wirtschaftskennzahlen sind ganz bekannt: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Beispiel oder das Bruttonationaleinkommen (BNE).
Wenn es wirklich schwer wird, sagen viele erst mal: „Ich will niemandem zur Last fallen. Ich komm schon klar irgendwie“. Gleichzeitig zeigt eine neue repräsentative Umfrage: Die große Mehrheit in Deutschland hält Seelsorge für wichtig. 81 Prozent sagen, sie kann in Krisen ein verlässlicher Anker sein. Also dann, wenn Trauer da ist, Krankheit, Einsamkeit, familiäre Konflikte oder psychische Belastungen.
Wo ist eigentlich Dein Zuhause und wie groß ist es? Ich meine jetzt nicht, wie groß Deine Wohnung oder dein Haus ist, sondern eher so geografisch. Ist Dein Zuhause Deine Adresse? Dein Ort? Dein Bundesland? Dein Land? – Astronaut Alexander Gerst hat gesagt, als er auf der Raumstation war, da hat er erlebt, wie sich das geändert hat.
Weißt du schon wie du später mal gepflegt werden willst? Von der Familie, von Freunden oder professionell? Am besten brauchst du das gar nicht. Aber so läuft es bei den wenigsten.
Sagst Du gerne Deine Meinung? Oder lieber nicht, weil Du denkst oder weißt, dass Deine Meinung nicht so gut ankommt? Laut der bekannten Allensbach-Umfrage hatten Jahrzehnte lang rund 80 Prozent der Menschen das Gefühl, ihre Meinung frei sagen zu können. Aber seit ein paar Jahren sind die Zahlen schlechter, zuletzt haben 46 Prozent gesagt, sie empfinden Meinungsfreiheit. Das ist weniger als die Hälfte.
Wir sollten echt öfter über Freiheit sprechen. Freiheit ist eigentlich was Großes. Wenn Du entscheiden kannst und die Zwänge nicht übermäßig groß sind.
Konflikte sind unangenehm. Es gibt Momente, da merkst du sofort: Jetzt wird’s heikel. Ein Satz liegt in der Luft, ein Thema kippt, jemand ist verletzt oder genervt. Und oft ist dann der erste Impuls: lieber nicht. Bloß keinen Streit jetzt.
Wenn Du sagst „Das kann ich mir nicht leisten“, wie meinst Du das? Komische Frage, ist doch klar: Man hat nicht genug Geld, um sich eine bestimmte Sache kaufen zu können. Dann hab ich gleich die nächste komische Frage: Was meinst Du denn, wenn Du sagst, Du hast dafür nicht genug Geld?
Ehrlich sein gilt als etwas Gutes. Klartext reden. Nichts beschönigen. Sagen, was ist. Viele wünschen sich genau das, in Freundschaften, in Beziehungen, im Job.
Heute vor 40 Jahren gab es eine der heftigsten Explosionen ever: Im Atomkraftwerk Tschernobyl explodierte der Reaktor. Die 1.000 Tonnen schwere Decke des Gebäudes wurde dabei in die Luft gesprengt, radioaktive Gase und Stoffe reichten kilometerweit in die Atmosphäre, verteilten sich im direkten Umfeld und über die Winde in Europa und darüber hinaus.
Was für ein Gesetzes-Hammer in Großbritannien. Wer nach dem 1. Januar 2009 geboren wurde, soll dort nie legal Tabak kaufen können. Das Parlament hat das Gesetz aber verabschiedet, und das ist der Start für die erste „rauchfreie Generation“.
Die Rente. Auch wenn die Hoffnung seit Jahren irgendwie bröckelt, steht sie in Deutschland bisher noch für ein großes Versprechen: Jahrzehntelang arbeiten, einzahlen und am Ende reicht es für ein Leben in Würde.
Mehrere Wohlfahrtsverbände sind entsetzt und empört: Da arbeitet seit Monaten eine Gruppe von Bund, Ländern und Kommunen an Vorschlägen, wie der Staat im Bereich Kinder- und Jugendhilfe Kosten sparen könnte. Dann hat jemand dem Paritätischen Wohlfahrtsverband ein Dokument zugespielt, in dem auf gut 100 Seiten Vorschläge zur „Effizienzsteigerung“ stehen – und der hat es veröffentlicht. Denn viele Vorschläge sorgen auch nach Meinung der Diakonie nicht für sinnvolle Effizienzsteigerung, sondern würden krasse Einschnitte bedeuten.
Diese Woche ist wieder viel über Familienpolitik gesprochen worden, auch im Bundestag. Und dabei taucht ein alter blinder Fleck auf: Väter kommen oft gar nicht richtig vor. In Gesetzen, in Debatten, in Bildern von Familie. Da gibt es die Mutter mit Kind. Und irgendwo daneben vielleicht noch den Vater. Aber eher als Helfer als als gleichwertige Bezugsperson.
Wäre das eine Lösung? Wenn es eine krasse Person gäbe, die mal „mit starker Hand durchgreift“? Ungefähr jeder fünfte Mensch in Deutschland kann sich einen solchen Führer vorstellen. Vielleicht auch eine Führerin? Die Autoritarismus-Studie von 2024 und auch der aktuelle Deutschland-Monitor zeigen, ungefähr ein Fünftel der Bevölkerung findet autoritäre Konzepte gut.
Marie-Louise Eta ist neue Cheftrainerin bei Union Berlin. Die erste Frau überhaupt, die ein Männerteam in der Bundesliga trainiert. Eigentlich könnte die Geschichte ziemlich einfach sein: Eine kompetente Trainerin bekommt einen Job, den sie sich erarbeitet hat. Fertig.
Vor ein paar Tagen hat’s mich gepackt: Staubsauger raus, Eimer raus, Putzlappen und los ging der Frühjahrsputz. Auch durch die Fenster kann man nun wieder durchschauen. Dann einmal die kleine Terrasse leerräumen, das Laub vom Winter fegen, das Unkraut weg, Tische und Stühle drauf, alles abwischen. Yuhu! Dann erstmal chillen auf der Liege auf der Wiese und kurz die Augen zu – und da hab ich’s gerochen: Es riecht nach Frühling. Und das ist keine Einbildung!
Kommst Du Dir manchmal irgendwie so … ausgeliefert vor? Was kannst Du schon machen, wenn in der Welt Kriege stattfinden, die Auswirkungen auf den Weltmarkt und am Ende auf Dich hat. Für Neukunden und Bestandskunden mit monatlich flexiblen Preisen wird nach Öl und Gas auch Strom schon teurer – weil auch aus Gas Strom erzeugt wird und – vereinfacht gesagt – die teuerste Erzeugungsform den Strompreis bestimmt. Kannst Du da wirklich nichts machen?
Familie mitversichern, ohne extra Beitrag? Das gehört in Deutschland für viele einfach dazu. Wenn ein Elternteil nicht arbeitet, Kinder betreut oder Angehörige pflegt, läuft die Krankenversicherung oft über den Partner mit. Noch.
Wie kommst Du denn gerade klar mit der Welt? Viele Menschen bewegt, was in und rund um den Iran-Krieg passiert. Sie machen sich Sorgen. Weltpolitisch, aber auch die persönlichen Auswirkungen auf die Preise. Und die anderen Krisen sind ja auch noch da. Wie kommst Du klar?
So schnell können sich die Zeiten ändern: Früher, also vor 3 Jahren ungefähr, war KI vor allem ein bisschen Magie auf dem Bildschirm. Eine Frage eingeben, ein Bild erzeugen, einen Text schreiben lassen. Praktisch, schnell, irgendwie faszinierend.
„Sprunginnovation“ – Das klingt nach was Neuem, nach bahnbrechender Erfindung. So ist das Wort auch gemeint. Und es gibt noch ein weiteres Merkmal: Eine Sprunginnovation verändert das Leben nachhaltig zum Besseren.
Entwicklungshilfe klingt erstmal nach etwas Fernem. Nach Projekten irgendwo weit weg, mit denen der eigene Alltag wenig zu tun hat. Brunnenbau, Bildung, Gesundheitsversorgung, Krisenprävention. Alles wichtig, passiert aber eben nicht hier. Vielleicht wird deshalb genau dort oft zuerst gekürzt.
Der Konzernverein RB Leipzig polarisiert seit Jahren. Für manche ist der Klub sportlich stark, modern und erfolgreich. Für viele andere steht er für das Gegenteil von dem, was Fußball für sie sein sollte: Konzernmacht statt gewachsener Tradition.
Wir Menschen können etwas, das ist richtig gut: Wir können uns in andere Menschen hineinversetzen. Wir können uns vorstellen, was jemand anderes fühlt und denkt. Das klappt mehr oder weniger gut. Je nachdem formulieren wir dann selbst etwas so oder so.
Ostern ist das große Trotzdem des Christentums. Da steht nicht einfach: Am Ende wird alles gut. Sondern erstmal etwas ganz anderes: Da ist der Tod, Scheitern, Angst, ein Grab. Und Menschen, die glauben, dass jetzt wirklich alles vorbei ist.
Huch, jetzt ist plötzlich schon Ostern, und Du hast es irgendwie vercheckt? Naja, macht ja nichts, wenn entweder Deine Familie schon alles organisiert hast – oder wenn Du jetzt einfach ein langes, freies Wochenende hast. Aber wenn jetzt Ostern ist, dann sind auch die sieben Wochen davor zu Ende, also die Zeit, in der Du mal bewusst was anders hättest machen können. Auch nicht schlimm. Denn bei den Fastenaktionen, die es so gibt, sind eigentlich eh gute Anregungen dabei, die Du auch jetzt noch machen kannst. Oder einfach immer.
Diese Woche ist etwas passiert, das es seit 53 Jahren nicht mehr gegeben hat: Menschen sind wieder zum Mond gestartet. Nicht zur Landung, noch nicht. Aber zum ersten bemannten Mondflug seit 1972. Vier Astronautinnen und Astronauten sollen mit Artemis 2 um den Mond fliegen und nach rund zehn Tagen zur Erde zurückkehren.
Die Familie an Ostern besuchen und dazu einige hundert Kilometer mit dem Auto fahren, haut diesmal mehr rein – wenn Du einen Benziner oder Diesel fährst. An dem Beispiel erleben wir jetzt, wie abhängig wir vom weltweiten Öl-Markt sind. Wie viel hast Du vorher drüber nachgedacht, dass eigentlich immer die Gefahr bestand, dass das Öl plötzlich teurer wird? Oder hast Du das einfach verdrängt? Apropos verdrängen: Beim Öl verbrennen verdrängen wir meistens auch die Kosten, die nie an der Zapfsäule stehen, die aber später jemand bezahlen muss. Dazu gibt’s ne neue Studie.
Die steigenden Preise sind für manche Leute ärgerlich, für andere sind sie ein echtes Problem. Wenn die Preise an der Tankstelle steigen, dann können Leute ja nicht plötzlich auf ein Elektroauto umsteigen, wenn sie bisher gerade so ihre klapprige Karre noch unterhalten können und durch den TÜV bringen. Die haben keine Wahl. Auch Unternehmen können nicht von heute auf morgen ihren Fuhrpark umstellen. Und so steigen auch viele andere Preise, wenn die Transportkosten steigen.
Karsamstag ist so ein stiller Tag, der leicht übersehen wird. Karfreitag kennt fast jeder. Ostersonntag auch. Kreuz und Auferstehung, Tod und neues Leben. Karsamstag ist kein Feiertag, und er heißt auch nicht Ostersamstag. Er liegt dazwischen und ist dieser eine Tag, an dem erstmal nichts passiert.
Noch eine Woche, dann ist Ostern. Hast Du die sieben Wochen vor Ostern genutzt, um in der Zeit mal bewusst was anders zu machen? Die Fastenaktion 7 Wochen ohne lädt dieses Jahr dazu ein, in der Zeit mal die Härte rauszunehmen und mehr Gefühl reinzubringen. Selbst wenn Du davon bisher nichts wusstest, könntest Du jetzt einfach noch mitmachen. Diese Woche ist das Thema „Sanfte Töne“.
Als das Internet erfunden wurde, war das wie ein groes Versprechen. Frei, offen, unabhängig und demokratisch. Ein Raum für alle! Viele haben wirklich geglaubt: Hier kann etwas Neues entstehen. Fairer und besser.
In Deinem Ort oder Deiner Stadt gibt’s schon einiges, was man ändern kann, damit es dort klimafreundlicher wird. Manches gibt es vielleicht schon, zum Beispiel LEDs in den Straßenlaternen zum Stromsparen. Auf öffentlichen Gebäuden könnte man noch viel mehr Photovoltaik installieren. Wenn die Leute das Auto öfter stehen lassen sollen, brauchen sie mehr Busse und Bahnen, bessere Radwege, Carsharing. Und weil’s zunehmend heißer wird im Sommer: mehr Bäume, schattige Plätze, hübsche Blumenwiesen statt Rasen. In den Orten könnte es dadurch auch einfach schöner werden, sodass Du Dich viel lieber dort aufhältst. Der Punkt ist nur: Das kostet Geld.
Der Mensch mag klare Linien. Richtig oder falsch. Anerkennen oder ablehnen. Oft ist das aber gar nicht so einfach. Zum Beispiel bei den Taliban. Da geht’s um ein islamistisches Regime, das Frauen entrechtet, Oppositionelle verfolgt und Afghanistan mit Gewalt kontrolliert. Eigentlich einfach: Abstand halten! – Und dann kommt die Realität dazwischen.
Überall ist gerade Frühjahrsputz. In Städten ziehen Gruppen mit Müllsäcken los, Vereine sammeln Zigarettenkippen aus Beeten, Kinder heben Dosen vom Spielplatz auf, irgendwo gibt’s dazu noch Bratwurst und ein Gruppenfoto für die Lokalzeitung.
Die vielen Berichte über die Epstein-Files in den letzten Wochen, jetzt die Debatte über digitale Gewalt mit Deepfakes – kommst Du klar, das zu hören, oder überfordert Dich das? Wenn Du selbst schon sexualisierte Gewalt erfahren hast, könnte Dich das erheblich triggern. Dann such Dir ruhig Hilfe. Du musst damit nicht alleine klarkommen.
Du bist müde. Kennt jeder. Nach einer schlechten Nacht, nach einer langen Woche. Dann hilft ein freier Tag oder zwei. Ein bisschen Ruhe und dann geht das schon wieder. Aber was, wenn es nicht wieder geht?
Einfach mal ne Woche raus, das tut echt gut. Urlaub, Entspannung – super. Aber Du kannst in der Zeit auch richtig aktiv sein: vielleicht ne lange Fahrradtour, Wandern, Bergsteigen. Du genießt die Landschaft, Dein Weg ist das Ziel, und gleichzeitig hast Du Zeit zum Nachdenken. – Oder Du arbeitest was in Deiner Auszeit:
Antisemitismus – schon das Wort, erzeugt Spannung. Dann folgt häufig eine Debatte, die selten leise bleibt, vor allem unter Linken.
Das ist einfach eine echt zentrale Frage der Gegenwart: Welche Energieformen wollen wir hauptsächlich nutzen? Wollen wir so krass abhängig von Öl- und Gaslieferanten sein? Oder brauchen wir viel schneller mehr Wind- und Solaranlagen? Stromspeicher? Neue Atomkraftwerke? Bohren nach Fracking-Gas?
Würdest Du ne Serie sehen wollen, in der die meisten Darsteller über 70 sind? Immer mal wieder wünschen sich Fans von 20, 30, 40 Jahre alten Serien eine neue Fortsetzung, zum Beispiel von Star Trek Next Generation. Du weißt schon, mit Captain Picard von Ende der 1980er. Bis heute hat die Serie eine große Fanbase, und immer wieder gibt’s Gerüchte über eine „Legacy-Serie“. Schauspielerin Marina Sirtis hat jetzt bei einem Fan-Event gesagt, es gebe kein einziges Studio in Amerika, das eine Serie produzieren würde, in der die meisten Hauptdarsteller über 70 Jahre alt sind.
Wasserknappheit in Deutschland? Klingt erstmal absurd. Es regnet doch genug. Flüsse sind da, Seen gibt’s auch viele und Früher hieß es sogar, das Wasser aus der Leitung werde teurer, wenn zu wenig verbraucht wird. Aber trotzdem wird das Thema Wasserknappheit auch in Deutschland ernster.
Was ist denn eigentlich Mitgefühl? Der Duden sagt: „Anteilnahme am Leid, an der Not oder ähnlichem anderer“. Das ist vielleicht auch das Erste, was einem dazu einfällt. Wenn Du Mitgefühl zeigst, dann verstehst Du, was der andere fühlt, zeigst Fürsorge und Wärme und unterstützt den anderen in seiner Situation. Vielleicht fühlst Du sogar richtig mit. Also, wenn sich jemand anderes mit dem Hammer auf den Finger haut und Du selbst auch den Schmerz fühlst, dann ist das sogar mehr als Mitgefühl, das ist dann Empathie. Dann sind in Deinem Gehirn sogar ganz ähnliche Areale aktiv, wie wenn Du tatsächlich selbst Schmerzen hast. Aber in dem Wort „Mitgefühl“ steckt noch mehr:
Was war das damals für ein Drama, als hier in Deutschland diskutiert wurde, welche Fußballer die Nationalhymne nicht mitsingen und warum. Spätestens seit dieser Woche ist klar, wie egal das eigentlich alles gewesen ist. Als die iranischen Fußball-Frauen beim Asien-Cup in Australien geschwiegen haben, ist dieser Moment zur Lebensentscheidung geworden.
Oft lohnt es sich ja, mal von oben auf eine Sache zu schauen, die Vogelperspektive einzunehmen. Vielleicht, wenn Du Dich mit jemandem streitest, und Ihr kommt einfach nicht zu einem guten Kompromiss, jeder kämpft für seine Sicht, dann kannst Du einfach mal sagen: Stopp. Lass uns doch mal einen Schritt zurückgehen, lass uns mal von oben draufschauen: Was ist denn eigentlich das Problem, was wollen wir denn eigentlich beide erreichen.
Es riecht nach Frühling. Du gehst durch den Wald, irgendwo zwischen feuchtem Boden und ersten Sonnenstrahlen und plötzlich dieser Duft: Bärlauch. Viele bleiben stehen, bücken sich, pflücken ein paar Blätter. Fürs Pesto, fürs Rührei, fürs Gefühl, etwas Selbstgesammeltes mit nach Hause zu nehmen.
Der Wolf ist zurück. Lange war er in Deutschland verschwunden, heute lebt er wieder in vielen Regionen. In Sachsen-Anhalt leben inzwischen rund 276 Wölfe. Der Bestand wächst langsamer als früher und auch die Angriffe auf Nutztiere gehen zurück. Am meisten Wölfe gibt’s in Niedersachsen, dort gibt es 64 Territorien und 59 Rudel.
Es gibt Leute, die haben einfach gute Ideen. Die machen das, was viele Kinder irgendwann mal sagen, wenn sie nach ihrem Berufswunsch gefragt werden: „Ich will Erfinder werden“. Manche machen das, um damit Geld zu verdienen. Die haben eine Idee und entwickeln daraus ein Produkt, das sie verkaufen können. Es gibt aber auch Menschen, die haben eine gute Idee und machen etwas draus, aber nicht um Geld zu verdienen, sondern einfach so, weil’s gut ist.
Heute ist Internationaler Frauentag. Kein Blumen-Event sondern ein Tag, der daran erinnert: Gleichberechtigung ist kein Naturzustand. Sie wurde erkämpft und sie muss gestaltet und verteidigt werden.
Ist Verletzlichkeit was Gutes oder eher nicht so? Du machst Dich verletzlich. Das klingt ja erstmal negativ. Irgendwie möchtest Du das nicht. Denn wenn Du verletzlich bist und Dich jemand verletzt, dann ist es unangenehm oder tut sogar richtig weh. Also zeigst Du vielleicht lieber so ne gewisse Coolness nach außen. An Deine verletzlichen Stellen soll so schnell keiner rankommen. Und die anderen machen das ja irgendwie auch so. Wobei … Wenn ich so überlege, was die schönsten und spannendsten Gespräche mit anderen sind, dann ist das ganz oft, wenn beide eben nicht cool sind, sondern man plötzlich so voll ehrlich redet.
Und der nächste Krieg. Seit einer Woche greifen Israel und die USA den Iran an. Aber: Ein Großteil der Iranerinnen und Iraner jubelt.
Vielleicht machst Du das auch so: Wenn Du tanken musst, dann tankst Du einfach immer für denselben Betrag, also vielleicht 20 Euro; soviel Du halt gerade hast. Dann hat sich für Dich in den vergangenen Tagen ja gefühlt erstmal nichts geändert: Tanken, 20 Euro. Nur kommst Du halt damit jetzt nicht mehr so weit. Die Preise für Benzin und Diesel sind in den letzten Tagen locker um 20 Prozent nach oben gegangen. Ähnlich sieht’s bei europäischen Großhandelspreisen für Gas aus. – Folgen des Kriegs in Iran.
Du hast ner Freundin vor einiger Zeit Geld geliehen. Nicht nur so 10, 20 Euro, sondern schon etwas mehr. Vielleicht als bei ihr zu viele Sachen auf einmal kaputt gegangen sind, da war selbst die neue Waschmaschine, die sie gebraucht kaufen wollte, einfach gerade zu teuer. Zu dem Zeitpunkt war das für sie schon viel Geld und für Dich vielleicht auch. Jetzt verdienst Du eigentlich ganz okay, Du könntest Ihr die 500 Euro locker erlassen. Dir tut’s nicht weh, und Deine Freundin hätte den Druck nicht mehr. Würdest Du’s tun?
Manchmal reicht ein Gespräch, eine Nachricht, ein offenes Ohr und schon fühlt sich jemand weniger allein. Manchmal merkst du aber auch: Da erwartet jemand mehr. Mehr Zeit. Mehr Einsatz. Vielleicht sogar, dass du Verantwortung übernimmst für das, was ihn oder sie glücklich macht. Aber wie viel Verantwortung trägst du eigentlich für das Glück anderer?
Na, hast Du ne halbe Stunde Zeit? Jetzt oder nachher? Und zwar für Dich. Zum Nachdenken darüber, was Dich an Dir selbst schon immer irgendwie nervt. Oder was Dich an Deinem Leben ein bisschen nervt. Mal ehrlich überlegen: „Was möchte ich eigentlich gar nicht machen und mache es trotzdem immer?“ Und was wollte ich schon immer mal machen. Das kann was Größeres, Langfristiges sein – oder was Kleines. Dann lehnst Du Dich zurück und entscheidest Dich, jetzt einfach mal zu beginnen und das bis Ostern durchzuziehen.
Busse fallen aus, Straßenbahnen bleiben stehen, Fahrpläne gelten plötzlich nicht mehr. In vielen Städten im ganzen Bundesgebiet wurde und wird diese Woche im Nahverkehr gestreikt. Sachsen-Anhalt sogar Donnerstag bis heute. Für viele heißt das: früher los, länger unterwegs, improvisieren.
„So langsam ist es mir egal, was die entscheiden. Ich mach einfach weiter“, höre ich jemanden im Café sagen. Vor einiger Zeit hat er Photovoltaik aufs Dach montiert, damit lädt er den Akku im Keller und sein Elektroauto. Falls Stromausfall ist, kann er Strom aus dem Auto im Haus verwenden. Bald montiert er die Wärmepumpe. Sein Haus ist älter, von den Eltern, aber das hält ihn nicht ab, auf Strom und Erneuerbar umzustellen. „Ich lass mich von politischen Entscheidungen nicht aufhalten, die diese Entwicklung bremsen“, sagt er.
Heute ist der 1. März. Für viele einfach ein Datum. In der DDR war es der „Tag der Nationalen Volksarmee“. Ein Ehrentag mit Appellen, Auszeichnungen, manchmal auch Paraden. Ein Tag, an dem Militär sichtbar wurde und damit auch der Staat.
Du steigst in den Aufzug und merkst sofort: Da war jemand vor dir. Du hast ihn oder sie zwar nicht gesehen hast, aber du riechst es. Weil der Duft noch im Raum hängt. Schwer, süß, penetrant. Kaum zu überriechen.
Wenn man das Jahres-Einkommen von Frauen und Männern vergleicht, dann gibt es eine Lücke. Frauen erhalten so viel weniger, als hätten sie von Neujahr bis gestern kostenlos gearbeitet. Also ist der Unterschied fast zwei Monatsgehälter. Die Frauen haben selbstverständlich gearbeitet, aber sie bekommen immer noch weniger als Männer.
Hast Du das Gefühl, dass es in letzter Zeit irgendwie härter zugeht? Dass der Ton rauer ist, Menschen mehr Beleidigungen raushauen, weniger zugewandt sind, dass der soziale Zusammenhalt nicht mehr so gut funktioniert? Dann bist Du mit dem Gefühl nicht allein. Mehrere repräsentative Umfragen zeigen das auch.
Nachrichten sollen verlässlich sein. Wenn du die Tagesschau oder das heute-journal einschaltest, gehst du davon aus: Das, was du siehst, ist echt. Geprüft. Einordbar.
„Wenn das jemand baut, sterben alle“ – Das ist der Titel von einem Buch, das die KI-Forscher Eliezer Yudkowsky und Nate Soares geschrieben haben. Sie warnen vor einer nächsten Stufe von Künstlicher Intelligenz, der Künstlichen Super-Intelligenz. Die wäre so krass, dass sie Menschen in fast allen geistigen Tätigkeiten übertrifft. Sie könnte selbständig handeln und strategisch vorgehen.
Am Mittwoch hat sie begonnen: die Passionszeit. Viele kennen sie eher als Fastenzeit. Rund sieben Wochen bis Ostern. Eine Zeit, in der Christinnen und Christen an den Leidensweg Jesu erinnern: an Verrat, Verurteilung und Kreuzigung.
Fotos, Videos, Shares, Likes und Follows: Social Media ist für Jung und Mittelalt längst zum Zentrum der sozialen Interaktion geworden. Ein großer Teil des Lebens findet dort statt, mindestens zeitlich gesehen.
Die Diskussion um Krankheitstage läuft jetzt schon fast einen Monat lang – seit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Mitte Januar gesagt hat, 14,5 Krankheitstage pro Jahr im Durchschnitt seien zu viel. Vor allem, weil von 2021 auf 2022 die Zahl plötzlich und deutlich angestiegen ist. Haben die Menschen in Deutschland ihr Verhalten geändert? Machen Sie mehr blau? Oder sind sie wirklich mehr krank?
Kinder und Jugendliche können wirklich gemein sein. Und im Internet herrscht auch unter Erwachsenen leider öfter mal ein ziemlich rauer Umgangston. Wenn beides zusammenkommt, wird’s problematisch.
„Crustafarianism“ – so heißt die Religion, die KI-Agenten innerhalb von 48 Stunden erfunden haben im „Moltbook“, so einer Art „Reddit“ nur für KI-Bots. Der amerikanische Technologie-Unternehmer Matt Schlicht hat dieses Webforum Ende Januar durch seinen persönlichen KI-Agenten bauen lassen. Nur autonome KI-Agenten dürfen darin posten und kommentieren, Menschen können nur zusehen.
Eigentlich sollen Olympische Spiele unpolitisch sein. So wollte es Pierre de Coubertin, der den Antiken Wettkampf ab 1894 wiederbelebt hat: Der Olympismus dürfe nicht im Dienst irgendeiner Politik stehen, hat er gesagt.
„Wenn ich die Augen zu mache, ist das Böse weg“ – Ja, so hat jeder von uns mal gedacht – im Alter von etwa 2 bis 3 Jahren, in der „präoperationellen Phase“. Kinder verwechseln in dem Alter subjektive Wahrnehmung mit objektiver Realität: Aus den Augen, aus dem Sinn. Quasi „magisches Denken“.
Heute ist Valentinstag, der Tag der Verliebten. Ein Tag, an dem Menschen, die sich lieben, bewusst sagen und zeigen können, dass sie sich lieben – entweder ganz privat unter sich oder ein bisschen öffentlich. Es muss ja nicht gleich so öffentlich sein, wie Pascal Kaiser das vor gut zwei Wochen gemacht hat: vor 50.000 Fußballfans im Stadion des 1. FC Köln. Da hat der Amateur-Schiedsrichter seinem langjährigen Freund einen Heiratsantrag gemacht. Die Szene ist natürlich viral gegangen. So was hatte es im deutschen Fußball noch nicht gegeben.
Diese Woche hat ein Thema bei VW für ziemlich viel Unruhe gesorgt. Viele Beschäftigte müssen auf die Mai-Prämie verzichten, die sie normalerweise häufig bekommen haben. Reallohnverlust also. Gleichzeitig sollen die Vorstände aber einen satten Bonus bekommen. Der Grund: Plötzlich stehen sechs Milliarden Euro Barmittel in den Büchern – kurz zuvor war noch von null die Rede.
Auch das noch! Es könnt ja eigentlich mal so schön laufen, da kommt ein Problem um die Ecke und will Deine Aufmerksamkeit. Nicht nur das, es lenkt Dich richtig ab von dem, was Du eigentlich gerade machen willst oder musst. Schön, wenn Du das gleich aus der Welt schaffen kannst. Aber das klappt nur ja nicht immer.
Manchmal klingt Glaube so, als müsste er fest sein. Klar, eindeutig, mit Antworten auf alles. So als wüsstest du genau, woran du glaubst und warum und wie. Solche Leute gibt es bestimmt. Aber vielleicht fühlt es sich bei dir anders an. Zum Beispiel weil du eher Fragen hast als Bekenntnisse. Oder du denkst, da ist irgendwas, kannst es aber nicht sauber benennen.
Ich seh die Valentinstagswerbung schon wieder. Überall Herzchen und Pärchengedöns. Passt super, wenn Du frisch verliebt bist. Oder schon ewig zusammen und es kribbelt noch immer. Für Singles ist das manchmal wie so ein Stich in die Magengrube. Wenn da halt niemand ist, dem Du demnächst am Valentinstag eine Freude machen kannst.
Was ist das nur mit Zeit und Geld. Irgendwie fühlen sich beide immer knapp an. Klassisches Beispiel: Du stehst im Supermarkt an der Kasse und merkst: Die Schlange ist lang. Also musst du eine Entscheidung treffen: Zehn Minuten Warten? Oder schnell zum teureren Laden um die Ecke, wo es immer leer ist?
Von außen betrachtet, ist dein Leben wahrscheinlich ziemlich gut. Der Job ist okay, die Wohnung passt. Du bist gesund und auch die Menschen um dich herum sind größtenteils super. Und trotzdem kommt vielleicht manchmal dieses Gefühl auf: Da müsste doch noch mehr sein. Vielleicht ein anderer Job, ein anderes Tempo, ein anderes Ich in einer anderen Stadt oder sogar einem anderen Land.
Die Espressomaschine geht nicht mehr – ganz plötzlich. So ein Mist. Und jetzt? Neukaufen oder reparieren? Erstmal das Problem googeln. Da findet man ja zu fast jedem Defekt n Hack. KI könnte natürlich auch gut bei der Recherche helfen. Und wenn Du Dir die Reparatur selbst alleine nicht zutraust, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es auch bei Dir in der Nähe ein Repair-Café gibt. Davon gibt’s immer mehr.
Stell dir vor, du tust etwas Gutes. Du hilfst jemandem. Du verzichtest auf einen Vorteil. Du entscheidest dich fair zu sein, obwohl es für dich leichter wäre, es nicht zu tun. Und niemand bekommt es mit. Kein Like. Kein Danke. Kein Schulterklopfen. – Genau da wird es interessant, oder?
Ein Verbot von Social Media für Menschen unter 15 Jahren, das hat die Nationalversammlung in Frankreich vor wenigen Tagen beschlossen. Und auch bei uns in Deutschland wird viel drüber diskutiert. Für eine neue Studie hat das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik mit den Leuten gesprochen, die diese Altersbeschränkungen schützen sollen: Jugendliche.
Letzten Mittwoch war der Europäische Datenschutztag, heute ist auch in den USA „Change Your Password Day“. Also: Ändere-dein-Passwort-Tag. Klingt erstmal wie so ein typischer Internet-Gag-Feiertag. Aber erst diese Woche hat sich gezeigt, wie wichtig sichere Passwörter sind.
Wow, es ist so sehr Winter, wie schon lange nicht mehr. Nicht so krass wie in den USA und Russland, wo es in einigen Regionen weniger als –40°C hat. Auch der Wetterdienst in der Ukraine warnt vor bis zu –30°C an einigen Orten. So heftig ist es bei uns nicht. Aber es ist Schnee und Eis. Findest Du das eher schön oder nervt Dich das Wetter?
Heute gibt’s in Erfurt ne Demo. Das Motto: „Gemeinsam für eine solidarische Asylpolitik“. Veranstalter ist das Thüringer Netzwerk „Nein zur Bezahlkarte“. Sie finden, dass die Gesetze und Regelungen in letzter Zeit geflüchtete Menschen immer mehr in ihrer Freiheit einschränken.
Manche Menschen sind nicht wirklich schlecht zu dir, aber tun dir trotzdem nicht gut. Sie beleidigen dich nicht. Sie verletzen dich nicht bewusst. Trotzdem merkst du jedes Mal nach einem Treffen: Gar kein Bock mehr.
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erlkären Sie sich damit einverstanden.