Nicht beirren lassen

Wenn Du jemandem die Hand reichst, Verständnis signalisierst, sagst: „Rede mit mir, dann finden wir auch ne Lösung“, aber egal, was Du auch machst, Du hast immer wieder das Gefühl, der andere versteht nicht, was Du sagst, nutzt Deine Gutmütigkeit vielleicht sogar aus und kommt Dir richtig blöd – was machst Du dann?

Vom müssen

Wie oft checkst Du die Sozialen Medien? Einmal oder zweimal am Tag? Oder eigentlich ständig? Und was denkst Du dann, wenn Du mal ehrlich bist? Gerade jetzt, in der Zeit, in der viele im Urlaub sind, schöne Ausflüge machen, auf Festivals fahren, Party machen und davon posten – und Du? Im Büro. Auf der Arbeit. Am Schaffen.

Umstieg aufs Rad freiwillig oder mit CO2-Steuer

Wenn es mehr sichere Radwege gäbe, wenn Du gute Abkürzungen mit dem Fahrrad fahren könntest, die mit dem Auto nie möglich wären, wenn es bei Dir im Ort, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder Uni einfach insgesamt viel fahrradfreundlicher wäre – würdest Du dann öfter mit dem Fahrrad fahren?

boyfriendsofinsta oder Fotos zur Selbstdarstellung

Es ist wieder Urlaubszeit. Und das ist hoffentlich die Zeit, in der Du besonders entspannt aussiehst. Und was bedeutet das? Genau! Es ist wieder die Zeit für die „Instagram boyfriends“. Im Netz gibt’s so viele Fotos von Jungs, die alles geben, um von ihren Mädels oder Jungs das coolste Foto ever zu machen.

Wem vertraust Du?

Hey, meint Olivia, vorgestern habe ich mit meiner Freundin über eine neue Make-Up-Marke geredet und abends und am nächsten Tag haben die mich gleich ein paar Mal mit Werbungen vollgespamt. Ich hatte vorher noch nie von der Marke gehört und noch nie drüber gesprochen. Die haben mein Handy abgehört. 100 Pro.

Friedliche Revolution wegen dona nobis pacem

„Wenn man gerade gemeinsam ‚Dona nobis pacem‘ gesungen hat, dann geht man nicht raus und hebt einen Stein auf.“ – Den Satz hat Marianne Birthler am Donnerstag gesagt, die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR. Sie hat dabei von den Montagsgebeten oppositioneller Bürger in der DDR im Herbst 1989 gesprochen.

Lybienmörder zur Rechenschaft ziehen

Es ist zum aus der Haut fahren. Der UN-Sicherheitsrat konnte sich nicht darauf einigen, die Bombardierung eines Flüchtlingsheimes in Libyen zu verurteilen. Da greift – ganz egal wer – aus der Luft ein Heim an, in dem auch geflohene Frauen und Kinder leben. Es sterben 44 Menschen, 130 werden schwer verletzt. Und der UN-Sicherheitsrat, die oberste Behörde für Sicherheit auf diesem Erdball, kann sich nicht darauf einigen, dieses Ereignis zu verurteilen, also den Mord an Frauen und Kindern für falsch, geschweige denn für ein Verbrechen, zu erklären?

Deine persönliche Maximalgeschwindkeit

Ferien, Urlaub, ab auf die Autobahn. Und natürlich ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du nicht gerade alleine auf der Autobahn bist. Viel Verkehr, wahrscheinlich öfter ein Stau, und es wird mindestens 5 Mal passieren, dass Du denkst: Ey, was macht der Depp denn da? Und dann ärgerst Du Dich, dass Dich der Typ ausbremst, dabei konntest Du gerade endlich mal auf 180 beschleunigen.

Globale Mindeststeuern

Das ist eine gute Nachricht: Die Finanzminister der G20-Staaten haben sich in einer zentralen Frage der Steuergerechtigkeit geeinigt: Sie wollen an diesem Wochenende beim Gipfeltreffen in Osaka eine globale Mindeststeuer für internationale Unternehmen einführen. Facebook, Google, Amazon, Apple, aber auch große Rohstoff- und Energiekonzerne wären betroffen.

Neben der Spur

Wieviel Verletzlichkeit darf ein Mensch zeigen – wenn er oder sie in der Öffentlichkeit steht? Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag bei einem öffentlichen Termin beim Bundespräsidenten zum zweiten Mal gezittert; so ähnlich wie auch schon gut eine Woche vorher. Hat in beiden Fällen nicht lange gedauert, aber man konnte ihr schon ansehen, dass es ihr in dem Moment nicht so gut ging. Kurz danach war offenbar wieder alles okay, sie hat sich unterhalten und Hände geschüttelt. Ihr Regierungssprecher sagt, es gehe ihr gut, kein Grund zur Aufregung.

Clean Meat

Bist Du Vegetarier oder isst Du gerne Fleisch? Okay, manche essen seit einiger Zeit ja auch einfach etwas weniger Fleisch, hochwertiger, dafür vielleicht auch etwas teurer. Schließlich ist ja bekannt: Eigentlich essen wir insgesamt zu viel davon. Diese Menge wäre ohne Massentierhaltung gar nicht möglich. Aber was, wenn wir für den Hackbraten oder die Chicken-Nuggets gar keine Tiere bräuchten?

Wem vertraust du?

Wem vertraust Du? Wenn Du eine wichtige Entscheidung treffen musst, erstmal nicht weißt, was richtig oder falsch ist, wen fragst Du dann? Deinen Freund oder Deine Freundin? Deinen Bruder oder Deine Schwester vielleicht? Deine Eltern? Nen Profi, der sich damit wirklich auskennt? Vertraust Du auf das, was die meisten so machen?

Kirchentag stellt Gretchenfrage

Wie hältst Du es mit der Religion – das ist die berühmte Gretchenfrage. Gretchen fragt das Faust, der sich dummerweise mit dem Teufel eingelassen hat, um die junge schöne Grethe für sich zu gewinnen. Klappt halt nicht so richtig – jedenfalls nicht nachhaltig – der Deal mit dem Teufel – im Faust von Dichterfürst Goethe. Wie hältst Du es mit der Religion – diese Frage hat aber nach wie vor einiges Gewicht. Auf dem heute zu Ende gehenden Kirchentag in Dortmund haben sich neben vielen intensiven Debatten, viele Menschen auch dieser Frage gestellt.

Kirchentag

Jetzt ist er also in vollem Gange. Der Evangelische Kirchentag. Dieses Jahr in Dortmund. Steinmeier, Merkel, Maas, Bundespräsident, Bundeskanzlerin, Außenminister, Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Das letzte Mal war Obama nach Berlin angereist, und die lange Frage, ob Klopp nach Dortmund kommt… Aber lassen wir das mit den Promis mal beiseite.

Gott glaubt an Kloppo

Borussia Dortmund und der Deutsche Evangelische Kirchentag haben soviel miteinander zu tun wie, äh, wie, ja, gar nix halt, oder? So auf Anhieb. – Stimmt aber ganz und gar nicht. Wenn am Mittwoch zum 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag weit über 100.000 Evangelische Christinnen und Christen in Dortmund zum größten Laientreffen Deutschlands zusammenkommen, dann mischt die Borussia richtig mit.

Fieser Verrat

Es gibt nichts Fieseres als Verrat. Du vertraust Deiner Freundin ein echtes Geheimnis an, überlegst vorher noch: Sag ich’s ihr oder behalte ich es besser für mich. Sie ist ja meine Freundin und wird schon dicht halten. Und du schüttest Dein Herz aus – und sie stellt sich am nächsten Tag hin und erzählt allen Leuten, was sie da von dir gehört hat.

Abschied, wie geht das?

Wie es ihr wohl geht, der Frau Nahles? Traurig? Oder erlöst, dass der ganze Kram jetzt endlich vorbei ist? – Ich vermute, beides. Die Psychologen sagen dazu „ambivalente Gefühle“. Im allgemeinen Sprachgebrauch sagen wir für solche sich widersprechenden Gefühle auch: Ich fühle mich zerrissen, leben im „sowohl als auch“.

Mehr loben!

Du kennst das: Manchmal hast Du das Gefühl, wenn Du was gut machst – zum Beispiel auf der Arbeit – dann ist das … jo, normal halt. Aber wenn Dir mal was nicht so gelingt, dann ist gleich alles ganz schlimm. Das ist auch oft gar nicht nur ein Gefühl, sondern wirklich so: Kritik gibt’s oft, Lob dafür relativ selten. Obwohl alle wissen: Lob tut gut. Wir müssten uns alle viel häufiger loben.

Smart-Home-Control

Alexa, mach bitte das Licht an! Siri, alle Lampen auf 100 Prozent! – Oh, Entschuldigung, Herr Seehofer, ich wollte Sie wirklich nicht wecken. Aber wenn Sie schon ausschnüffeln wollen, was ich zu Hause in meinen eigenen vier Wänden sage und tue, wann ich welche Lampe anmache, ob in meiner Wohnung eher Kaffee oder Tee getrunken wird – wenn sie das alles ausspionieren wollen: Dann bitteschön, Herr Bundesinnenminister, dann sollen Sie auch nicht mehr ruhig schlafen können.

D-Day ohne Putin

Schade. Ich hätte es ja gut gefunden, wenn angesichts des großen D-Day-Erinnerns in England und Frankreich auch Putin dabei gewesen wäre. Die Landung der Alliierten in der Normandie, das war der Wendepunkt zum Sieg gegen Hitler. Aber auch Russland hat Europa vom mörderischen Hitlerfaschismus befreit. Millionen Russen haben ihr Leben in diesem Krieg verloren.

Brauchst Du das wirklich?

Was hast Du seit Jahresbeginn alles so gekauft? Also ich meine Sachen wie Kleidung, Schuhe, Möbel, Haushaltsgeräte, Elektronik, vielleicht hast Du ’nen Urlaub gebucht, sowas. – Unser Konsum-Verhalten macht total viel aus, was den CO2-Ausstoß angeht, den wir dadurch verursachen. Wenn’s um CO2 geht, denkst Du ja wahrscheinlich zuerst an die Alternativen Flugzeug, Auto oder Zug. Die Mobilität macht auch 20 Prozent des CO2-Ausstoßes von jedem von uns aus. Ernährung: 15 Prozent. Aber unser „sonstiger Konsum“ trägt mit 40 Prozent am meisten zu unserem individuellen Gesamtausstoß bei.

Satiriker

„Dass ich in ihre Sendung eingeladen werde, das halte ich für ein echtes Alarmsignal.“ Das ist doch mal ein überraschender Satz. Wo sich sonst immer alle um die Sessel bei Maischberger streiten und sich über die Einladung freuen. Nico Semsrott sagt: Er wär eh nur gekommen, damit kein AfDler auf dem Platz sitzt. Witzbold.

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