Autonome Waffen

Künstliche Intelligenz, kurz: KI. Das ist so’n Stichwort, das klingt nach Zukunft. Ist aber schon längst Gegenwart. Schon heute ist sie im Einsatz, oft ohne, dass Du’s merkst. Bei ‚ner Internetsuche zum Beispiel, sagt Professor Martin Welsch von der Uni Jena. Da arbeitet Software, die selbst dazulernt.

Bauchgefühl

Manchmal ist es ja echt ein guter Tipp, wenn Dich jemand fragt: „Was sagt denn dein Baugefühl?“. Wenn Du eine Entscheidung treffen musst, hin- und herüberlegt hast, Pro- und Contra-Listen geschrieben hast, aber all das überzeugt Dich nicht, dann solltest Du vielleicht wirklich auf Deinen Bauch hören. Zum Beispiel, wenn’s um die Entscheidung für eine neue Arbeitsstelle geht.

Gut streiten

Streitest Du Dich manchmal gerne? Also, ich meine jetzt nicht so hässliche Streits, bei denen alle schlechte Laune haben und unsachliche Sätze von sich geben, die keinem helfen. Ich meine dieses Sich-mal-richtig-schön-streiten. Über eine Sache. Über das, was denn nun die Wahrheit ist. Darüber, was jetzt richtig ist.

Glockenläuten zum Internationalen Friedenstag

Gestern, 18 Uhr: Fast überall haben Glocken geläutet: Rathausglocken, Kirchenglocken, Domglocken – 15 Minuten lang, gleichzeitig an vielen Orten in ganz Europa. Es war eine Premiere, denn zum ersten mal haben kirchliche und säkulare Glocken gemeinsam geläutet. Das Motto war: „Friede sei ihr erst Geläute“. Mit der Aktion zum Europäischen Kulturerbe-Jahr 2018 sollte damit ein starkes Zeichen gesetzt werden für den Frieden; 100 Jahre nach dem Ende des ersten Weltkriegs und 400 Jahre nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges.

Bauchgefühl

Manchmal ist es ja echt ein guter Tipp, wenn Dich jemand fragt: „Was sagt denn dein Baugefühl?“. Wenn Du eine Entscheidung treffen musst, hin- und herüberlegt hast, Pro- und Contra-Listen geschrieben hast, aber all das überzeugt Dich nicht, dann solltest Du vielleicht wirklich auf Deinen Bauch hören. Zum Beispiel, wenn’s um die Entscheidung für eine neue Arbeitsstelle geht.

Nachrichtenruhetage

Hast Du das auch manchmal: das Gefühl „Ich will’s gar nicht alles wissen“; wenn Du keinen Bock mehr hast, Nachrichten im Radio zu hören, im Fernsehen zu schauen, die Push-Nachrichten auf dem Smartphone nerven ohne Ende, Politische Streits hier, Katastrophen dort, Hetze, Hass, Finanzkrisen, Kriege. – Diese Themen! – Bundeswehreinsatz in Syrien ja oder nein, ein 17-Jähriger, der nen Sprengstoffanschlag plant, Tote in Chemnitz und Köthen, Typen, die den Hitlergruß zeigen, Hurrikan „Florence“, Taifun „Mangkhut“, Krisentreffen der Koalition, usw., usw.

Hambacher Forst

Es gibt ja immer ein erstes Mal. Ich habe heute das erste Mal gehört, dass die Polizei „HIT-Teams“ hat. HIT-Teams – Höhen-Interventions-Teams. Die sollen Menschen aus den Bäumen holen, Umweltschützer, die teilweise seit mehreren Jahren im Wald leben, um den Hambacher Forst in Nordrheinwestfalen vor der Abholzung zu bewahren.

Teilhabe statt Kaffeesatz

Die Arbeitgeber sehen die Arbeiter wie einen Becher Kaffee. Am liebsten schöpfen sie oben die Crema ab. Der Kaffee ist auch okay, aber unten im Becher da bleibt der Kaffeesatz. Der bleibt aus Sicht der Arbeitgeber wohlbemerkt – einfach über. – So beschreibt die Arbeitsmarktexpertin Lena Becher vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung der Hochschule Koblenz die Sicht vieler Arbeitgeberverbände auf die Menschen.

Waffle-House-Index

Wenn Du schon mal in den USA warst, hast Du vielleicht dort schon mal gegessen: bei „Waffle House“. Die Schnellrestaurants sind super bekannt und haben rund um die Uhr geöffnet – 24 Stunden, 365 Tage im Jahr – die meinen das 100-prozentig ernst. Auch wenn es schwerste Unwetter gibt, verspricht das Unternehmen: Wir öffnen – wenn’s irgendwie geht. Das gilt auch jetzt für Hurrikan „Florence“. Heißt umgekehrt: Wenn „Waffle House“ doch nicht öffnet, dann sieht es richtig, richtig schlecht aus.

Organspender und -empfänger

Achtung, kurz schwere Kost, aber diese Woche haben ja viele darüber gesprochen: Stell Dir vor, Dein Freund oder Deine Freundin ist sterbenskrank und braucht ein neues Herz. Dringend! Wie sehr wirst Du darauf hoffen, dass ein anderer Mensch zugestimmt hat, sein Herz nach dem Tod zu spenden … – Szenenwechsel. Jetzt stell Dir vor, Dein Freund oder Deine Freundin hatte einen schweren Autounfall.

Was tun mit rechtsextremen Lehramtsstudenten

An der Uni Bremen gibt es zurzeit einen heftigen Streit. Eine Studentin, die auf das Grundschullehramt studiert, soll der rechtsradikalen Szene angehören. Der Allgemeine Studentenausschuss ASTA hat ein Foto der Studentin und ihren Namen an seine Tür geheftet. Darunter stehen drei Worte: „Völkisch – Nationalistisch – Rechtsradikal“.

Hashtag „Wir sind mehr“

Hast Du auch Dein Profilbild in den vergangenen Tag aktualisiert und mit dem Hashtag „Wir sind mehr“ versehen? – „Ja klar! Musste machen, damit es wirklich viele sind.“ – Oder sagst Du: „Nee, hab ich nicht. Das ‚Wir sind mehr‘-Konzert in Chemnitz ist gut, dahin fahren ist auch gut, Haltung zeigen, klar sagen, was nicht geht, auch. Aber den Hashtag auf dem Profilbild brauchst Du nicht!“?

Wertewandel für Klima- und Umweltschutz

Also eigentlich ist es Dir doch klar: Mit dem Auto mit 180 über die Autobahn ist umwelt- und klimaschutz-technisch totaler Quatsch. Der Verbrauch ist exorbitant hoch, was Du da an CO2 rauspustest: unverantwortlich! „Aber es macht halt Spaß“, sagst Du. Und dafür fährst Du auch noch ein riesen Schiff und sitzt alleine drin? „Ist’n Firmenwagen“, sagst Du, „und außerdem kann man ja auch nicht bei wichtigen Terminen mit nem Polo vorfahren. Wie sieht’n das aus!?“

Rechts-Sprech

In allen Staaten zu allen Zeiten hat es Ausgrenzungen gegeben. Je brutaler die Herrscher, desto stärker die Herabsetzung von „anderen“. Damit das eigene Volk glaubt, andere seien schlechter, haben die Herrscher einen Trick angewandt. Sie haben die anderen für „unrein“ erklärt. Und zwar so lange, bis die anderen nicht mehr als Menschen galten sondern als Tiere.

Weltfriedenstag

Der 1. September gilt vielen im Osten Deutschlands als Weltfriedenstag, eingeführt 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone zur Erinnerung an den deutschen Überfall auf Polen und den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die alte Bundesrepublik kennt den 1. September eher als Antikriegstag. 1957 hatte der DGB unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen am 1. September aufgerufen. Bis heute engagieren sich in Ost und West Leute gegen Krieg und Rüstung und für Frieden und Versöhnung.

Günstiges Obst wegen Billig-Arbeit

Deutschland importiert pro Erntesaison ungefähr 2 Milliarden Kilogramm Früchte aus Spanien. Orangen, Zitronen und andere Zitrusfrüchte, Paprika und Gurken zum Beispiel. Und es ist günstig. Und warum? „Wegen der Zuwanderer aus Afrika“, sagt der Wiener Soziologe Roland Verwiebe. – Moment mal, wie jetzt?

Ijad Madisch fesch beim Digitalrat

Ausgerechnet über ein Foto aus dem Kanzleramt reden diese Woche alle – wegen Ijad Madisch. Bei dem Gruppenfoto vom neuen „Digitalrat“ fällt er voll auf, denn er hat keinen Anzug an, stattdessen steht er in der ersten Reihe im lässigen Shirt und cooler kurzer Hose, mit roten Sneakers und nem Superman-Käppi, Hände in den Hosentaschen, mit sympathischem Lächeln. Kurz: Er sieht einfach gut aus. Und das Netz geht voll ab:

Wett-Küssen

Heute schon geküsst? Ja, nein, vielleicht? Aber ganz sicher nicht vor einem Kuss-Schiedsrichter. In China geht es richtig zur Sache, wie die Frankfurter Rundschau berichtet. Da gibt es öffentliches „Um die Wette küssen“. QIXI heißt das. Dabei küssen sich Paare öffentlich auf einem Platz und eine Juri aus ausgewählten Kussexperten bewertet die Küsse. Zum Beispiel: Wie lange der Kuss denn so währt, aber nicht die Länge allein entscheidet. Wie innig küssen sich die zwei, wie überzeugend, wie glaubhaft und liebevoll sieht das Küssen bei den jeweiligen Paaren aus?

Krieg(sspiele)

Gamescom in Köln, die weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele. Du schlenderst durch die Hallen und siehst dann Plakate, die wie das Cover eines richtig guten Kriegsspiels aussehen: Soldaten mit Maschinengewehren, der Himmel ist rot, die Luft brennt, aber richtig. Dazu der Spruch „Multiplayer at its best!“. Daneben hängt noch ein Plakat: „Mehr Open World geht nicht!“ – Und um was geht’s? Um Werbung von der Bundeswehr!

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