Internationaler Museumstag digital im Museum Synagoge Gröbzig

Der internationale Museumstag am 16. Mai ist ein Aktionstag, um auf die Vielfalt in den mehr als 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen. In Sachsen-Anhalt gibt es vom Weltkulturerbe bis zum Heimatmuseum über 230 Museen. Viele öffnen in diesem Jahr ihre Ausstellungen digital oder bieten andere Möglichkeiten an. Auch das Museum Synagoge Gröbzig. Thorsten Keßler aus der Kirchenredaktion mit Einzelheiten zu Gröbzig und zum digitalen Programm:

Jüdische Kultur & Geschichte im Museum Synagoge Gröbzig

In diesem Jahr wird 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefeiert. 321 hat der römische Kaiser Konstantin in Köln den Juden das Ausüben städtischer Ämter erlaubt. Im heutigen Sachsen-Anhalt stammt einer der frühesten Hinweise auf jüdisches Leben von 1301. Nicht die älteste, aber die wohl am besten erhaltene Synagoge ist das „Museum Synagoge Gröbzig.“ Kirchenreporter Thorsten Keßler hat Gröbzig besucht:

Museum Synagoge Gröbzig: Fördert und pflegt jüdische Kultur & Geschichte

Im ehemaligen Fürstentum Anhalt, das Gebiet, das heute durch die Evangelische Landeskirche Anhalts abgebildet wird, finden sich vergleichsweise viele Spuren jüdischen Lebens. Von 1301 stammt der erste Hinweis. Später, nach dem 30jährigen Krieg, haben die Anhalter Fürsten eine den Juden gegenüber tolerante Politik betrieben und es haben sich viele Gemeinden gegründet. Besonders bemerkenswert ist heute das Museum Synagoge Gröbzig. Synagoge und Nebengebäude wurden 1934 dem Heimatverein übergeben. Deshalb hat das Ensemble die NS-Zeit überstanden, berichtet Museumsleiterin Anett Gottschalk:

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