Lobbytreffen
Der Verein Transparency International hat sich die ersten 100 Tage der Amtszeit der EU-Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen angeschaut, und zwar, von wem die Kommission alles Besuch bekommen hat.
89.0 RTL ist der Sender mit der einen starken UKW-Frequenz auf dem Brocken. In dem jungen Programm senden wir die kurze, knackige Rubrik “Was glaubst du?”, die dort samstags um 06:05 und 07:05 läuft, sonntags um 5 nach 6, 7, 8 und 9 und mittwochs bis freitags um 03:05.
Der Verein Transparency International hat sich die ersten 100 Tage der Amtszeit der EU-Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen angeschaut, und zwar, von wem die Kommission alles Besuch bekommen hat.
Es gibt so Sachen, die waren zuletzt eigentlich eher so lame, aber jetzt auf einmal sind sie wieder echt nice. Zum Beispiel ganz einfache Brettspiele, sowas wie „Mensch-ärgere-dich-nicht“: aus der Schublade mit den alten Spielen ausgekramt, aufgebaut, Smartphone davor aufgestellt, und schon geht der virtuelle Spieleabend los.
Leute, wir müssen die Zahlen weiter runter kriegen. Wir waren bei 0,7. Alles schreit nach Lockerungen und wir machen uns die Erfolge der letzten Wochen im Handumdrehen wieder kaputt. Das kann doch nicht wahr sein. Wir kriegen diese blöde Krankheit zwar wahrscheinlich gar nicht mehr aus der Welt und wenn in was weiß ich wie vielen Jahren, aber wir können jetzt noch dafür sorgen, dass die Kurve weiter runter geht, deutlich unter 1, das wäre vielleicht 0,5.
7 Jahre Rana Plaza. 7 Jahre wer? Rana Plaza. Das ist der Ort, an dem in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka vor 7 Jahren eine Textilfabrik eingestürzt ist. Elfhundert Näherinnen sind dabei umgekommen, weitere zweieinhalb Tausend konnten Helfer schwer verletzt aus den Trümmern bergen. Vor 7 Jahren.
Den Spruch hört man ja jetzt öfters: „Das neuartige Corona-Virus trifft alle Menschen gleich“. So ein Virus macht keinen Unterschied zwischen schwarz und weiß, groß und klein, reich und arm. Das Virus kann jeden infizieren, jeden zum Träger des Virus’ machen, jeden sterbenskrank machen.
An diesem 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Im ersten Moment haben viele Deutsche den verlorenen Krieg damals als „Zusammenbruch“ empfunden. Nach Jahren der Propaganda und vertuschter Massenmorde ist das vielleicht verständlich. Für andere war der 8. Mai ein Tag der Befreiung. Deutschland hatte seinen mörderischen Angriffskrieg verloren. Hitler war tot. Die Alliierten, unter der Führung von Russen, Briten und US-Amerikanern, hatten den Krieg gewonnen, die Menschen aus Konzentrationslagern befreit, die Gräueltaten der Nationalsozialisten aufgedeckt.
Überleg mal kurz, wieviel Du im Monat verdienst … Mhmm, gut, und jetzt zehn Prozent davon. – Es gibt einen alten Begriff für diese „10 Prozent vom Einkommen“: Das ist ein „Zehnter“; also jedenfalls, wenn diese zehn Prozent an geistliche oder weltliche Institutionen abgegeben werden mussten – an den Tempel, an die Kirche, an Könige oder Grundherren.
Eigentlich ist es ja ganz schön, dieses sonnige Wetter. Das hebt die Stimmung, auch wenn Du nicht mit Freunden zusammen Bierchen trinken und grillen kannst. Wenn’s jetzt grau in grau wäre, also das wär’ ja nix.
Corona verändert auch die Bestattungskultur, also die Arbeit von Beerdigungsunternehmen, Friedhofsgärtnereien, Pfarrerinnen und Pfarrern. Denn auch Beerdigungen sind öffentliche Veranstaltungen und unterliegen den Corona-Beschränkungen.
Liegst Du auch mehr im Bett jetzt als sonst – so auf die Woche gesehen? Vielleicht hast du dann auch Lust auf die QuarantinePillowChallange. Startet auf Instagram gerade ziemlich durch. Angeblich von Stylebynelli in die Welt gesetzt. Die Herausforderung an der Pillow-Challange ist die, dass Du im Prinzip erstmal nackt bist, Dich dann ausschließlich mit dem, was Du im Bett hast, bekleidest und dann Dein Selfie machst und auf Instagram postest.
Also, dass eine Sache lange Gesprächsthema Nummer 1 bleibt, das kommt ja immer wieder mal vor. Bei Corona ist es anders. Das ist nicht nur ein Thema, sondern es sind ganz viele. Der Shutdown betrifft so viele Bereiche, und das hat dann wieder viele Auswirkungen. Und so weiter. Trotzdem gibt es andere Themen, die waren vor Corona wichtig und sind es jetzt immer noch. Zum Beispiel die Klimaschutzziele.
Tja, was glaubst Du? Im Moment frag ich mich ja vor allen Dingen: Wem glaube ich? Was da rumgeistert an Infos, an Zahlen, an Meinungen, an mehr oder weniger glaubwürdigen Quellen – also davon, dass ich da durchblicke, kann kaum die Rede sein. Mitreden will ich rund um das Thema Corona natürlich trotzdem, geht auch gar nicht anders.
Na, geht Dir das Coronaleben langsam auf die Nerven? Viele Paare oder Familien genießen es jetzt, mehr Zeit zusammen zuhause zu haben. Andererseits, so viel aufeinanderzuhängen, das kann auch nerven. So eine langsam heraufziehende Krise ist aber erstmal nichts Schlimmes, denn eigentlich sind wir Menschen Krisen gewöhnt.
Gemeinsam essen. Das geht ja für manche gerade besser und öfter als sonst: zuhause mit dem Partner oder der Partnerin, den Kindern, Geschwistern – und wer halt so alles mit bei Euch im Haushalt wohnt. Gemeinsam essen in der Kantine mit Kollegen oder mit Freunden im Restaurant: fällt weiter aus.
Primum non nocere – „Vor allem nichts tun, was schadet“. Dieser Satz ist ein Teil dessen, was man den hippokratischen Eid nennt. Nichts tun, was einem Patienten schadet, das ist für Ärzte oft gar nicht so einfach. Lebensrettende Medikamente und operative Eingriffe können schlimme Nebenwirkungen haben. Das Risiko teilen Ärztinnen und Ärzte mit den Patienten, indem sie sie bestmöglich informieren und dann halt die berühmte Unterschrift leisten lassen, dass sie mit den Nebenwirkungen einverstanden sind. Trotzdem, es bleibt immer ein persönliches Risiko.
Bist Du systemrelevant? Das ist ja so’n Wort, das in letzter Zeit häufig gesagt wird. Ärzte, Ärztinnen, Krankenschwestern und Krankenpfleger sind systemrelevant. Leuchtet ein, die dürfen nicht ausfallen, wenn viele Menschen richtig sterbenskrank werden, wenn Corona sie heftig erwischt. Die Kassiererinnen und Kassierer in den Supermärkten sind systemrelevant. Und die Regaleinräumerinnen. Und natürlich die Supermärkte selber. Wir brauchen schließlich was zu essen.
Die leitenden evangelischen und katholischen Geistlichen von Mitteldeutschland haben eine gemeinsame Osterbotschaft verkündet. Ostern ist wenn man trotzdem lacht. Und am besten so, dass es ansteckend ist. Auch 2020 gibt es Grund zum Feiern – sagen die Bischöfe. Denn: „Der Herr ist auferstanden“. Ticken die noch richtig, fragt sich da bestimmt manch einer.
Geht’s Dir auch so, dass sich gerade alles so ein bisschen unecht anfühlt? Kaum noch Umarmungen, noch nicht mal ein fester Händedruck – außer mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin oder den Menschen, mit denen Du eh in einem Haushalt wohnst. Statt zusammensitzen mit den Kollegen Wechselschichten. Virtuelles Kaffee- oder Biertrinken statt zusammen mit Freunden am Grill im Garten. Videocalls statt realer Treffen.
Wir Menschen schaffen uns immer kleine Gewohnheiten. Man kann auch Rituale sagen, Sachen halt, die wir in unserem Leben immer gleich machen. Ob die Zahnbürste nun rechts oder links von der Seife liegt, ist eher wumpe. Wenn die Zeitung mal einen Tag nicht da ist, bricht die Welt nicht zusammen. Aber wenn Schule und Arbeit ausfallen – das ist schon eine Nummer härter.
Keine Ahnung, was bei Dir heute so geht. Aber: Osterfrühstück! Family, zumindest ein Freund, eine Freundin, wenn auch auf distance. Aber bisschen rausgehen? Irgendwas geht immer – Ostern!
Also, es gibt ja richtig viele Veranstaltungen, die jetzt irgendwie online stattfinden. Musiker spielen in einer leeren Konzerthalle und streamen zu Dir nach Hause ins Wohnzimmer. Fitness-Tom aus dem Sportstudio präsentiert auf YouTube Workouts für zuhause. Filme laufen statt im Kino im Videostream. – Und dann hatten ein paar Leute aus Erfurt ne Idee.
Diese Corona-Pandemie breitet sich so unglaublich schnell aus – weltweit. Sie erfasst jeden Kontinent, jedes Land, egal wie arm oder reich es ist. Und klar ist. Die ärmeren Länder wird Corona besonders hart treffen.
Glückwunsch, liebes Virus, das hast Du super hingekriegt. Endlich zählt die Solidarität mit den Alten und Gefährdeten wieder was in unser’m Land!
(Schnupper, schnupper) Mh, das riecht doch jetzt wirklich nach Frühling, oder? Wenn die Sonne wieder scheint und es ab morgen auch wieder richtig warm wird, also (schnupper), das riecht doch nach Frühling!
Halleluja, die Kirchen denken nicht nur an sich selbst in der Krise. Jedenfalls nicht die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland. Die leitenden Geistlichen, also der Bischof, Fridrich Kamer und die Regionalbischöfinnen und Regionalbischöfe, haben sich in einem offenen Brief an das Bundeskabinett für die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland ausgesprochen. Halleluja, die Kirche in Mitteldeutschland ist nicht corona-gelähmt. „Social distance“ gegen Tröpfchenübertragungen? Ja! Assoziale Distanzierung von besonders Notleidenden wegen Corona? Nein!
Ruft mich ’ne Freundin an: „Na, alles gesund bei Euch?“. „Yep, super“, sag ich. Wir machen so den üblichen Corona Small-Talk, tauschen Einschätzungen, ja, die Mutter versorgen – schwierig. Wie lange noch und so weiter und so fort. Und dann sag ist so. Schwierig ist das halt für die Singles, die alleine zu Hause sein müssen. Sie: Hä, wieso? Naja, sag ich: kein Körperkontakt! Kein Kuscheln, zusammen Essen, Lachen, Reden, kein Sex – ist doch alles ziemlich einsam und blöd, oder?
So, noch eine Woche, dann ist Ostern, langes Wochenende. Eigentlich so’n typischer Termin, an dem Du Deine Familie besuchst. Oder Oma und Opa kommen zu Euch. Oder ganz anders: Mal rausfahren, für ein paar Tage an die Ostsee, oder gleich ein paar Tage länger und weiter weg. Osterferien eben. – Geht so alles nicht.
Diese halbe Ausgangssperre, diesen Half-shut-down, den wir jetzt haben – Kontaktbegrenzung ohne echte Ausgangssperre – der ist aus meiner Sicht vernünftig. Allerdings empfinden das nicht alle gleich. Und zwar deshalb, weil es nicht für alle gleich ist.
„Das ist eine große Herausforderung“ – Mir ist das in den vergangenen Tagen richtig aufgefallen – „Herausforderung“ – Ich glaube, so oft wie im Moment habe ich das Wort noch nie gehört – „Herausforderung“.
Weißt du noch? Wie das war vor Corona, wie wir alle morgens aus dem Haus sind, zur Schule, zur Uni, zur Arbeit, in den Betrieb? Schien ganz schön oft soooo langweilig. Aber: jetzt, wo soooo vieles anders ist, da fehlt’s einem schon, oder? Dieser normale Alltag mit all seinen kleinen süßen Gewohnheiten und Ritualen.
Was bist Du eigentlich für’n Typ? Hast Du eher Heimweh oder Fernweh? Zieht’s Dich weit weg, bloß nicht da bleiben, wo Du geboren wurdest, raus in die Welt, andere Leute kennenlernen, da leben, wo anderes Wetter ist, würdest Du ersticken, wenn Du da leben würdest, wo Du schon als Kind warst? Oder reicht es Dir, wenn Du ab und zu mal weg bist, für die Ausbildung, beruflich oder im Urlaub, neues siehst und kennenlernst, aber zu Hause ist es eben doch am Schönsten? Und Dein Zuhause ist einfach da, wo Du schon immer warst?
Es gibt ja inzwischen einige Aktionen, die alle so den Tag über zur gleichen Zeit auf dem Balkon oder auf der Terrasse machen können: Klatschen, Singen, Schreien, Musizieren … Für heute Abend gibt es einen Termin, für den brauchst Du nicht auf den Balkon gehen, und er hat nichts mit Corona zu tun, den gibt’s nämlich schon seit 2007. Um 20 Uhr 30 heute Abend startet die „Earth Hour“ – die „Stunde der Erde“.
Online-Wein-Probe. Keine schlechte Idee. Fällt zwar in die Fastenzeit, aber die diesjährige Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ heißt ja „Zuversicht – 7 Wochen ohne Pessimismus“.
Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, hat ausgesprochen, was die Kanzlerin in ihrer Rede ausgelassen hat. Es sind Entscheidungen zu treffen, die der Würde des Menschen absolut widersprechen. Entscheidungen, wer aufgrund zu weniger Beatmungsgeräte eine lebensrettende Behandlung erhalten soll und wer nicht.
Bars geschlossen, Clubs, Theater, Konzerthäuser, Museen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeitparks, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Spielplätze, Kirchen. Das Ziel ist klar: Menschenansammlungen sollen – müssen! – verhindert werden, damit sich das Corona-Virus nicht so schnell verbreiten kann. Denn dieses Virus ist verdammt schnell in seiner Verbreitung.
Gottesdienste sind im ganzen Land verboten. Das hat es nicht nur seit dem Zweiten Weltkrieg, das hat es überhaupt noch nicht gegeben. Bei schlimmen Ereignissen, bei Anschlägen, tragischen Bränden, Umweltkatastrophen, Flugzeugabstürzen – die Kirchen hatten bei solchen Ereignissen bisher immer eine besondere Funktion.
Es geht nicht um mich. Es geht nicht um mich. Es geht nicht um mich. – Das ist die große Lehre der globalen Gefahr. In einer Welt, in der viele Einzelne, aber auch Kommunen, Konzerne, Kontinente schon lange zuerst an sich denken – in so einer Welt wird jetzt klar: Die Lösung liegt im Gegenteil. In der gelebten Erkenntnis: Es geht nicht um mich.
Und wie sieht es bei Dir so aus mit Corona-Witzen. Es wäre schon komisch, wenn es keine gäbe. So richtig viele habe ich noch nicht gehört. Der erste war: „Warum kaufen die Leute soviel Klopapier? Naja, einer hat das Virus, 100 scheißen sich ein“.
„Die Menschen rücken zusammen“ – Die Formulierung klingt schon etwas unpassend in der Zeit, in der wir jetzt – körperlich – Abstand halten sollen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. „Die Menschen halten zusammen“ würde auch gehen. Oder einfach: Die Menschen sind füreinander da, kümmern sich um die anderen.
Digital Detox – zu Deutsch digitale Entgiftung – das ist voll trendy und ein Renner in der diesjährigen Fastenzeit. „7 Wochen Ohne“ machen viele dieses Jahr 7 Wochen ohne Handy. Ist schwieriger, als auf Kaffee, Schoko oder Alkohol zu verzichten. Aber „Digital Detox“ ist eben angesagt.
Endlich Frieden! Endlich Frieden? Nun ja, es gibt seit dieser Woche ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und den Taliban. Ist jetzt endlich alles gut in Afghanistan? Die damalige Bischöfin Margot Käßmann hatte in ihrer Neujahrsansprache 2010 zu sagen gewagt: „Nichts ist gut in Afghanistan“
Wie wir Deutschen im Moment mit dem Corona-Virus umgehen, das bezeichnet Gisela Schneider als „Epidemie der Angst und Hysterie“. Harter Tobak, oder? Gisela Schneider ist die Direktorin des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission und sie hat viele Jahre in afrikanischen Ländern gearbeitet.
Also ich mein – das ist, da weiß ich gar nicht wie ich das finden soll: Klopapier alle, Brot, Mehl, Nudeln. Die Leute meinen das Ernst. Kaufen alles weg. Als ob ein Krieg vor der Tür steht. Hab´ ich erstmal so gedacht, aber dann: Naja, die Sache ist ja so: Wenn die Leute jetzt, also ich sag mal „Die Andern“, ich ja nicht, also wenn „Die Andern“ jetzt alles wegkaufen aus den Regalen, dann werden die Sachen ja am Ende echt knapp. Dann muss ich ja wohl auch mal überlegen, wie ich das ein oder andere einlagern kann. Klar, möglichst schnell, bevor alles weg ist …
Kennst du das, dass Dein Hirn manchmal einfach tillt? Wie „platt im Kopf“ fühlt sich das an. Du sitzt da und – ja. Nix weiter. Vom Körper kennt man das, wenn man sich überanstrengt. Für den einen ist das die Treppe in den Dritten, für die andere reichen schon ein paar Schritte zur Erschöpfung, wieder andere müssen 40 statt 30 km laufen, um an ihre Grenzen zu kommen. Aber Hirn und Seele ausbrennen, das spürst du nicht so direkt, nicht sofort, nicht so eindeutig.
Ich bleibe dabei: Es war und ist und wird immer falsch sein, Menschenleben nicht zu retten, wenn man Menschenleben retten kann, falsch, Leuten in existenzieller Not nicht zu helfen, wenn man ihnen helfen kann. Da erfrieren Kinder in total überfüllten Lagern, ringen mit dem Leben vor Kälte und Hunger, die einen auf griechischen Inseln, die anderen auf der Flucht vor Bombenhagel. Sie strecken uns ihre hilfesuchenden Hände entgegen. Und in unserem Land gibt es Familien, Kommunen, ganze Bundesländer, die sagen: Wir können diese Menschen retten. Wir können, wir wollen sie versorgen, bei uns geht das.
Es war einmal vor langer Zeit, da herrschten zwei mächtige Könige – ein jeder über ein großes Reich. Der eine König hieß Angst, der andere König hörte auf den Namen Hoffnung. König Angst warnte seine Leute vor jeder erdenklichen Gefahr. War eine Ernte reichhaltig ausgefallen, so trieb er das Volk an, nichts zu verprassen. Im nächsten Jahr könne die Ernte ganz lausig ausfallen und alle an Hunger sterben. Und das Volk hörte auf seinen König.
Es war einmal vor langer Zeit, da herrschten zwei mächtige Könige – ein jeder über ein großes Reich. Der eine König hieß Angst, der andere König hörte auf den Namen Hoffnung. König Angst warnte seine Leute vor jeder erdenklichen Gefahr. War eine Ernte reichhaltig ausgefallen, so trieb er das Volk an, nichts zu verprassen. Im nächsten Jahr könne die Ernte ganz lausig ausfallen und alle an Hunger sterben.
Wenn Du mal schlecht, also richtig schlecht drauf bist, und ich meine das so, dass es schon ernsthaft gefährlich wird. Was machst Du dann? Findest Du dann jemanden, dem Du Dich anvertraust? Das wäre sicher gut. Wenn das aber – warum auch immer – nicht geht, Du das nicht willst, nicht kannst, dann gibt es – egal was das Problem ist – die Telefonoseelsorge. Bei der Telefonseelsorge findest Du auf jeden Fall jemanden, mit dem Du reden kannst, der oder die Dir zuhört. Die Nummer der Telefonseelsorge ist die 0800 / 111 0 111.
Hanau. Es gibt eine Antwort. Meine Antwort heißt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Da liegen Menschen erschossen in ihrem Blut. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Da zerreißt es Menschen das Herz vor Trauer. Die Worte bleiben im Halse stecken, aber dennoch: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Würde der Toten, die sie waren, die sie sind und die sie bleiben, die Würde der Opfer – sie ist und bleibt und wird sein: unantastbar.
Geht es dir auch so – irgendwie scheint es ruhiger geworden zu sein rund um das Thema Asyl. Zum Glück. Mittlerweile liegt der Focus des öffentlichen Interesses eher bei den Gräueltaten der Rechtsradikalen Szene. Gut so, denn das sind Aggressoren und Gewalttäter. Flüchtende sind solche, die vor Aggressoren weglaufen.
Noch tanzen die Narren zwei drei Tage auf den Straßen: hello, hellau, alaw, und ahoi – Faschingswochenende, Rosenmontag, Faschingsdienstag und – Upps. Aschermittwoch. – Am Aschermittwoch fängt die Fastenzeit an. Für die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern ruft die Evangelische Kirche dieses Jahr dazu auf, 7 Wochen auf Pessimismus zu verzichten. Sie setzt stattdessen 7 Wochen auf Zuversicht.
Da laufen sie wieder – die Filme auf der BERLINALE, den 70. Internationalen Filmfestspielen Berlin: Prominenz, roter Teppich, oooch, ich nehm ´n Sekt vielleicht. Goldene Bären. Show-Time. Einerseits. Aber zentral sind und bleiben: die Filme. Und die werden – dafür stehen die Berliner Filmfestspiele – die werden wieder politisch sein.
Einen lieben Menschen zu verlieren, ist unglaublich bitter. Wütend kann man aber richtig werden, wenn die Ursache für den unverschuldeten Tod vermeidbar gewesen wäre. So wie bei vielen Verkehrstoten, die mit dem Fahrrad unterwegs waren und von einem abbiegenden PKW oder LKW überrollt worden sind.
Was ist eigentlich von einem Tempolimit zu halten? Nein, nicht dem auf den Autobahnen. Ich meine jetzt das Tempolimit für Supertanker und Frachtschiffe.
Ich dachte erst, is ´n Scherz. Aber nein: Die Bulgaren beten zu Haralampi. Ich mein, ich bin da ganz locker. Mir ist das relativ, naja, relativ egal, zu wem wer betet oder nicht betet. Gebetet wird rund um den Globus und das schon seit wir Menschen von den Bäumen gekommen sind.
Einen lieben Menschen zu verlieren, ist unglaublich bitter. Wütend kann man aber richtig werden, wenn die Ursache für den unverschuldeten Tod vermeidbar gewesen wäre. So wie bei vielen Verkehrstoten, die mit dem Fahrrad unterwegs waren und von einem abbiegenden PKW oder LKW überrollt werden.
Freude ja, Schadenfreude nein. Das ist meines Erachtens das Fazit aus dem spontanen Protest, den die Bürgerinnen und Bürger im Lauf der Woche auf die Straßen gebracht haben. Und das nicht nur in Erfurt. Auch in vielen kleineren Kommunen sind die Leute zu Protesten aufgebrochen. Sie haben ein klares Nein zu den taktischen Spielchen und Mauscheleien zwischen AfD, CDU und FDP bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen gesagt. Sie haben protestiert – egal ob vor dem Landtag in Erfurt oder quer durchs Land vor den Parteibüros von FDP und CDU.
Am Freitag ist wieder Valentinstag. Bist Du da dabei? Also ich meine, machst Du mit Deiner Liebsten oder Deinem Liebsten was Besonderes? Verbringt Ihr vielleicht einen besonders schönen Abend? Bringst Du Blumen mit?
Is nicht wahr, oder? Haie können mit einer Gehirnhälfte schlafen. Ihr eines Auge ist dann auch zu. Das andere offen. So ruht sich eine Körperhälfte aus, während die andere dafür sorgt, dass das Tier nicht ertrinkt, bzw. nicht erstickt. Je nach Haisorte. Denn manche Haie müssen sich konstant bewegen, um Sauerstoff durch die Kiemen einatmen zu können.
Kannst Du eigentlich noch nen Stadtplan lesen? So oldschool auf Papier? Der größte Unterschied: Auf den Papierkarten steht nicht drauf, welchen Weg Du nehmen sollst. Das musst Du Dir schon selbst überlegen.
Also eigentlich ist es doch egal, ob Deine Familie und Deine guten Freunde weiter weg wohnen, es ist ja kein Problem, in Kontakt zu bleiben. Und die Kollegen sind auch voll okay, ihr geht öfter abends noch zusammen was trinken, läuft schon. – Naja, zumindest so mittel. 17 Prozent der jungen Menschen zwischen 18 und 25 sagen: Ich habe keinen Menschen, ich fühl mich einsam.
Was für eine Woche seit der Wahl in Erfurt. Auch mehrere Evangelische Bischöfe haben eine gemeinsame Erklärung abgegeben kurz nach der Wahl. Die zentrale Aussage: Aus christlicher Sicht darf es keine Regierung unter Mitwirkung von Rechtspopulisten und Rechtsextremisten geben.
Doppelt fies ist die halb kriminelle – halb legale Abzocke, mit der Bausparkassen den Geflüchteten im Moment immer häufiger das Geld aus der Tasche ziehen. Sie drehen ihnen Bausparverträge an. Die Verbraucherzentrale Hessen hat in den letzten Wochen mehrere solcher hinterhältig erschlichenen Verträge registriert.
Doppelt fies ist die halb kriminelle – halb legale Abzocke, mit der Bausparkassen den Geflüchteten im Moment immer häufiger das Geld aus der Tasche ziehen. Sie drehen ihnen Bausparverträge an. Die Verbraucherzentrale Hessen hat in den letzten Wochen mehrere solcher hinterhältig erschlichenen Verträge registriert.
Was Du mit 17 nicht darfst: Nicht alleine Auto fahren, ohne Begleitung eines Erwachsenen länger als 24 Uhr in die Disko, heiraten ohne Einverständnis der Eltern, Cocktails, Wodka oder Longdrinks kaufen, an jeder Wahl teilnehmen … Mit 17 bist Du eben noch nicht volljährig. Da darfst Du noch nicht alles. – Was Du mit 17 jedoch darfst: als freiwillige Soldatin oder freiwilliger Soldat – mit Zustimmung Deiner Eltern – bei der Bundeswehr arbeiten.
Humor ist ja bekanntlich wenn man trotzdem lacht. Es muss dem Spruch zufolge schon dicke kommen, damit es richtig lustig wird. Berichten der Neuen Zürcher Zeitung zufolge klappt das bei den Chinesen im Moment besonders gut: Am meisten witzeln ausgerechnet jene Millionen Menschen, die in Wuhan wegen der Corona-Zwangs-Quarantäne an ihre meist kleinen Wohnungen gefesselt. Da postet ein Witzbold seinen Leidensgenossen als Empfehlung gegen Langeweile im selbst auferlegten Corona-Hausarrest:
Wenn Dein Kollege plötzlich nicht zur Arbeit kommt und keiner weiß, was ist, klar, dann machst Du Dir Sorgen. Wenn Du Deine beste Freundin nicht erreichst, obwohl ihr doch verabredet wart, dann wirst Du irgendwann so unruhig, dass Du klärst, was los ist. – Aber wenn jemand seine Stammkneipe nicht besucht, muss man dann ne Welle machen?
BrexitDay. Gestern war’s soweit. Großbritannien ist aus der Europäischen Union ausgetreten. Kam das für Dich jetzt doch überraschend? Dass es jetzt tatsächlich soweit ist, nachdem in den letzten Monaten und Jahren so viel hin und her war?
Ja es ist einer der schon langwierigsten internationalen Konflikte: Der in Israel Schrägstrich Palästina. Allein bei der Nennung des Namens ist man schon mitten drin. Während die arabische Seite das Wort Israel erst gar nicht in den Mund nehmen mag, fragen die Israelis wo das denn sei „Palästina“: Wo doch über 5 Millionen Palästinenser außerhalb Groß-Israels leben. Naja, so geht das schon beim Namen los.
Vielleicht sind sie eine völlig neue Lebensform: Die „Xenobots“. Forscher von der Universität in Vermont haben sie erschaffen.
Das große Thema diese Woche war ja Davos, das Wirtschaftstreffen der Großen Player aus der ganzen Welt. Trump und Thunberg – allein schon diese Kombination ist ja irgendwie aberwitzig. Was für ein Duo?
Das ist ein schreckliches Unglück, das am Donnerstag in Berka in der Nähe von Eisenach passiert ist: Zwei achtjährige Kinder sind gestorben, 20 weitere verletzt. Sie waren im Schulbus unterwegs, der gerät auf eisglattem Kopfsteinpflaster ins Schlittern, rutscht dann einen Hang hinunter, kippt am Ende um.
In der Politik geht nicht alles, was wünschenswert wäre. Das sehe ich ein. Aber trotzdem: Wenn was wirklich wichtig ist, wenn es vielleicht um Leben und Tod geht, da muss man doch was machen können, retten können. Oder?
Jo, das war mal wieder so eine Fahrt. Zurück nach Hause. Mit der Bahn. Eiskalt auf dem Bahnhof. 20 Minuten bis zur Abfahrt. Okay. Kein Thema. Blöd, weil ich ´nen kaputten Computer unterm Arm hatte, den der Reparaturservice nicht mehr annehmen wollte. Zu alt! Wenn ich das schon höre.
Also so langsam haben es ja alle mitbekommen: Wenn der Planet, auf dem wir leben, in den nächsten Jahren nicht so sehr wärmer werden soll, dass es hier zu ungemütlich zum Leben wird, dann müssen wir was ändern. Also zum Beispiel weniger CO2 in die Luft blasen. Und dieses „weniger“, das klingt ja ein bisschen nach „nicht mehr so schön wie vorher“.
Nun ist es also beschlossen: Wenn Du tot bist und vorher nicht Dein ganz klares Okay gegeben hast, dann darf keiner an Dir rumschnippeln und Dir irgendwelche Körperteile entnehmen. Wäre es nach dem CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn gegangen, dann wäre das anders. Es waren besonders die Grünen, die auf die Freiwilligkeit bei der Organspende gedrängt haben. Steckt ja im Wort „Spende“ auch drin, dass Du sagst: Okay, ich gebe was – freiwillig. Heißt ja schließlich nicht Organsteuer, sondern Organspende.
Ey, was geht da ab auf Insta und Tiktok? Milliardenfach werden gerade Memes mit den Hashtags #worldwar3 und #WW3 aufgerufen. Es gibt eine #ww3challenge, #ww3comedy und #ww3problems.
Gegen Terroristen soll der Staat tun, was er kann. Ganz einfach. Sauber seinen Job machen. Ohne zu schlampen. Da müssen sich Informanten auch auf sicheren Schutz verlassen können, wenn sie dem Staat wichtige Hinweise geben. Oder auch Journalisten. Aber das ist ja eh klar. Es gibt ja den Quellenschutz. Also Journalistinnen und Journalisten müssen ihre Informanten nicht preisgeben, sondern dürfen sie auch gegenüber dem Staat verschweigen. Das ist sogar im Grundgesetz verankert.
Welche ist Deine Lieblingsfarbe? So generell? Und welche Farbe magst Du eigentlich gar nicht? Zum Beispiel auch bei Deiner Kleidung. Was ziehst Du gerne an, wo hast Du das Gefühl, so kommst Du gut rüber, und was geht gar nicht? – Wie wäre es zum Beispiel mit Braun?
Na, hast Du Schmetterlinge im Bauch? Oder gerade nicht, kannst Dich aber noch echt gut dran erinnern? Du bist auf Wolke sieben. Sie ist einfach eine tolle Frau, er ist einfach ein toller Mann, Du freust Dich so sehr darauf, dass Ihr Euch wiederseht, und Du erkennst Dich selbst nicht wieder, wie Du auf einmal supergute Ideen für kleine Geschenke hast.
Wird man in einen bestimmten Glauben geboren? Oder ist religiöser Glaube eine freie Entscheidung?
Da wollte ich mit nem Bekannten nen Termin ausmachen, wann wir uns mal wiedersehen, und er meldet sich seit Tagen nicht. Ich hab mich kurz gewundert, dann ist mir eingefallen: Ach, der ist ja im Urlaub.
Waren die Amerikaner 1965 wirklich auf dem Mond? Hat nicht doch der MI6 Lady Di ermordet? Und dann der Roswell-Zwischenfall! Halten die Regierungen dieser Welt nicht doch die wahren Informationen zurück?
Heute vor 40 Jahren, im Jahr 1980, hat sich die Partei „Die Grünen“ gegründet. Du musst kein Grünen-Wähler sein, erstrecht kein Fan oder Partei-Mitglied, Du kannst auch eine andere politische Auffassung haben, um es vielleicht trotzdem gut zu finden, dass es seitdem eben auch die Grünen gibt – seit 1993 im Zusammenschluss mit dem ostdeutschen „Bündnis 90“. – Warum?
Manchmal können einem Minuten ja echt ewig vorkommen. Da textest Du ne Nachricht, schickst sie ab, ein paar Sekunden, und hinter Deiner Nachricht erscheint der blaue Haken: Nachricht wurde gelesen. Und dann – nichts.
Magst Du es, auf dem Land, in ’nem kleinen Ort zu wohnen, oder bist Du lieber in der Stadt? Und wo arbeitest Du: Dort, wo Du wohnst, oder fährst Du jeden Tag über ne halbe Stunde bis zur Arbeit?
Krass, wie sich die Blickrichtung verändert hat im Lauf dieser Woche. Von den vielen Rückblicken auf 2019 rund um Weihnachten und vor Silvester dann ab Neujahr zu Prognosen: Wie werden die neuen wilden Zwanziger? Was wird aus der Rente? Müssen wir ab 2030 alle noch länger arbeiten? Gehen der Wirtschaft nach den Babyboomern die Arbeitskräfte aus – und so weiter und so fort.
Manche Leute können ja gar nicht ohne: Sie können nicht ins neue Jahr starten, ohne den Kram aus dem alten Jahr aufgeräumt zu haben. Zwischen Weihnachten und Silvester kriegen die auf einmal nen Rappel und räumen noch mal richtig auf: Die alten Zeitschriften ab in den Papiermüll, die Kisten, die quer durch den Keller stehen: weg damit! Andere nutzen jetzt die ruhige Zeit am Anfang des Jahres, um endlich mal wieder Ordnung zu schaffen. Und zwar nicht nur analog, sondern auch digital:
Die alten Frauen im afrikanischen land Simbabwe – die machen uns was vor. Also im positiven Sinne „Vormachen“ wie Vorbilder. Die Großmütter, Omas, sie gelten als Weise, halten traditionell die Familie zusammen. In Simbabwe setzten sie sich auf Bänke, Holzbänke – und? Sie hören zu. Selber sprechen sie gar nich viel – höchstens stellen sie Fragen. Ich habe im Spiegel darüber gelesen. Und ich finde das ist eine Super-Idee. Freundschafts-Bänke. Man erkennt die zuhörenden Großmütter daran, dass sie eine Decke dabeihaben. Auf die kann sich jede und jede draufsetzen und dann beginnt ein Gespräch.
Wenn Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen, dann hier zum Christentum konvertieren, ist es dann richtig, dass Gerichte überprüfen, ob sie nun wirklich Christen sind – um auszuschließen, dass sie das nicht nur gemacht haben, damit sie hier bleiben dürfen? – Landesbischof Friedrich Kramer sagt entschieden: nein!
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