Wasserstopp im Garten

Mit der Gießkanne durch den eigenen Garten schleichen. Im Dunkeln, damit es keiner sieht. So weit sind wir in diesem Sommer schon gekommen. Über 80 Landkreise, Städte und Wasserversorger schränken die Wasserentnahme ein, quer durch Deutschland, von München bis Sachsen-Anhalt. Meistens heißt das: kein Wasser mehr aus Flüssen, Bächen und Seen pumpen. Manche Kreise gehen noch weiter: kein Rasensprengen und kein Blumengießen mehr. Mal gilt das nur tagsüber, mal rund um die Uhr. Aber wer erwischt wird, riskiert im Extremfall ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.

Hungersteine

„Wenn Du mich siehst, dann weine!“ – Das sage nicht ich, sondern ein Stein. Der trägt diesen Text als Inschrift. Er ist ungefähr sechs Kubikmeter groß, und normalerweise kannst Du ihn nicht sehen, denn er liegt in einem Flussbett der Elbe und ist von Wasser bedeckt. Nur jetzt, wenn die Elbe fast trocken ist, dann kommt er zum Vorschein, der „Hungerstein“ in der Elbe bei Decín (Tetschen) im Norden Tschechiens. Es gibt viele solche Hungersteine. Sie haben eine lange Geschichte.