Muttersprache gleich Luthersprache? Tag der Muttersprache am 21. Februar

Du bist mein Augenstern. Klingt das nicht schön? Wenn ihr jemandem so ein Kompliment macht, dann sprecht ihr ein bisschen auch mit Martin Luthers Worten. Übrigens auch, wenn ein Sündenbock in Demut seine Fehler einsieht. Ebenfalls Wörter, die Luther geprägt hat. Heute ist der internationale Tag der Muttersprache und bei uns ist Muttersprache also Luthersprache? Klingt nett, reimt sich, aber so einfach ist es nicht, sagt Linguistin Uta Seewald-Heeg. Erfunden habe Luther die deutsche Sprache sicher nicht.

Muttersprache ist auch Luthersprache

Im radio-SAW-Musikspezial hört ihr am Reformationstag 95 deutsche Superhits. Denn: Muttersprache ist ja irgendwie auch Luthersprache. Mit seiner Bibelübersetzung hat Martin Luther wesentliche Anteil an der Sprachentwicklung. Erfinder trifft es zwar nicht ganz, sagt Uta Seewald-Heeg. Sie ist Sprachwissenschaftlerin und die Vorsitzende der neuen fruchtbringenden Gesellschaft.

Mit dem Lutherkoffer auf den Spuren der deutschen Sprache

Sie heißen Krapfen, Pfannkuchen oder Berliner. Aber gemeint ist immer das gleiche: Ein mit Marmelade gefülltes Teigstück. Abgesehen von solchen regionalen Unterschieden sprechen wir zwischen der Küste und den Bergen aber alle gleich. Martin Luthers Bibelübersetzung hat die Sprache vereinheitlicht, sagt Sprachwissenschaftlerin Uta Seewald-Heeg.

Muttersprache gleich Luthersprache? Am 21. Februar ist Tag der Muttersprache

Am 21. Februar ist internationaler Tag der Muttersprache. In Deutschland gilt Martin Luther aufgrund der Bibelübersetzung als so etwas wie der Erfinder der deutschen Sprache. Muttersprache also Luthersprache? Ganz so einfach ist es nicht, sagt Uta Seewald-Heeg, die Vorsitzende der neuen fruchtbringenden Gesellschaft. Luther habe die deutsche Sprache sicher nicht erfunden.

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